https://ojs.openagrar.de/index.php/JKA/issue/feed Julius-Kühn-Archiv 2018-02-28T14:58:36+01:00 Dr. Anja Hühnlein ojs@julius-kuehn.de Open Journal Systems <p>Im Julius-Kühn-Archiv werden Konferenzbeiträge und umfangreiche wissenschaftliche Abhandlungen veröffentlicht, welche die vielfältigen Forschungsgebiete des Julius Kühn-Instituts rund um die Kulturpflanze widerspiegeln. Dazu zählen Pflanzenbau, Pflanzenzüchtung und Pflanzenschutz, aber auch die Prüfung und Zulassung von Pflanzenschutzmitteln und Pflanzenschutzgeräten sowie der Vorratsschutz.</p> https://ojs.openagrar.de/index.php/JKA/article/view/8896 Inhaltsverzeichnis 2018-02-27T07:24:37+01:00 - - ojs@julius-kuehn.de 2018-01-24T09:44:03+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://ojs.openagrar.de/index.php/JKA/article/view/8897 Vorwort 2018-02-27T07:24:37+01:00 Henning Nordmeyer ojs@julius-kuehn.de Lena Ulber ojs@julius-kuehn.de Peter Zwerger ojs@julius-kuehn.de 2018-01-24T00:00:00+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://ojs.openagrar.de/index.php/JKA/article/view/8898 Biodiversität in Agrarlandschaften 2018-02-27T07:24:39+01:00 Werner Wahmhoff ojs@julius-kuehn.de Lili Hofmann ojs@julius-kuehn.de <p>In internationalen Vereinbarungen hat sich die Weltgemeinschaft zum Erhalt der Biodiversität verpflichtet. Das gilt auch für Agrarlandschaften und ihren landwirtschaftlichen Nutzflächen. Deren Biodiversität ist eng verknüpft mit der technologischen und gesellschaftlichen Entwicklung des Menschen und folglich einem stetigen Wandel unterworfen. Durch die Intensivierung der mitteleuropäischen Landwirtschaft in den letzten hundert Jahren ist ein deutlicher Rückgang der Artenvielfalt zu beobachten. Besonders hoch waren die Verluste der Ackerwildkräuter vor 1980. Während die typischen Ackerwildkrautarten weiter zurückgehen, etablieren sich allerdings auch neue Arten, die aus anderen Lebensräumen stammen oder als Neophyten neu einwandern. Trotzdem ist im Vergleich zu 1950/60 eine Minderung der Artenvielfalt auf Einzelflächen um 20 % zu verzeichnen. Insbesondere um den Rückgang ursprünglicher Ackerwildkrautarten zu verhindern, sind auf der Grundlage von betriebsspezifischen Biodiversitätsplänen in Verantwortung der flächenbewirtschaftenden Landwirte gezielte Maßnahmen zu ergreifen. Der Trend hin zu vereinfachten Produktionsverfahren wird sich umkehren, einhergehend mit einem restriktiveren Einsatz von Herbiziden und Insektiziden.</p> 2018-01-24T00:00:00+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://ojs.openagrar.de/index.php/JKA/article/view/8899 Mit Spot Farming zur nachhaltigen Intensivierung in der Pflanzenproduktion 2018-02-27T07:24:38+01:00 Jens Karl Wegner ojs@julius-kuehn.de Dieter von Hörsten ojs@julius-kuehn.de Lisa-Marie Urso ojs@julius-kuehn.de <p>Die Landwirtschaft steht vor umwälzenden Veränderungen, die sich aus verschiedenen Herausforderungen ökologischer, ökonomischer und gesellschaftlicher Art ergeben. Mit einer Fortschreibung des aktuellen technischen Entwicklungspfades werden diese zukünftig nicht zu meistern sein. Daraus resultiert die Notwendigkeit, das System Pflanzenbau sowie die zur verfahrenstechnischen Ausgestaltung notwendigen Prozesse grundlegend auf den Prüfstand zu stellen, um zu der geforderten nachhaltigen Intensivierung landwirtschaftlicher Produktion zu kommen. Vor diesem Hintergrund wird das Anforderungsprofil für eine zukünftige Pflanzenproduktion definiert, sich daraus ergebende Herausforderungen formuliert und einzelne Aspekte eines alternativen Produktionssystems betrachtet, wie mit Hilfe moderner Technik neue Wege in der Pflanzenproduktion ermöglicht werden könnten. Dabei liegt der Fokus darauf, zunächst einmal die Grundansprüche der Kulturpflanze sowie weitere übergeordnete Anforderungen und Restriktionen insbesondere im Hinblick auf Strukturen zu befriedigen, um dann darauf aufbauend die erforderliche Verfahrenstechnik für eine teilflächenspezifische Bewirtschaftung abzuleiten. Dies steht im Gegensatz zur bisherigen Praxis, bei der u.a. auch die technische Entwicklung zur uniformen Bewirtschaftung immer größer werdender Schläge geführt hat.</p> 2018-01-24T10:17:42+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://ojs.openagrar.de/index.php/JKA/article/view/8900 Unkraut-Monitoring 2.0 - Erste Ergebnisse zur aktuellen Unkrautvegetation im Mais 2018-02-27T07:24:40+01:00 Heike Pannwitt ojs@julius-kuehn.de Christoph Krato ojs@julius-kuehn.de Bärbel Gerowitt ojs@julius-kuehn.de <p>Die Anbaufläche von Mais ist seit 2004 bundesweit um 47 % gestiegen und wird hauptsächlich für die Silomaisproduktion verwendet. Die höchsten Ernteverluste werden durch konkurrierende Unkräuter verursacht. Die Stetigkeit und Verbreitung der Unkräuter ist abhängig von den Faktoren Umweltbedingungen, Management und Zeit. In einem deutschlandweiten Unkraut-Monitoring der Universität Rostock in Kooperation mit der Syngenta Agro GmbH wurden <br>(i) die aktuelle Unkrautvegetation im Mais sowie <br>(ii) betriebs- und flächenspezifische Merkmale erfasst. <br>Im Jahr 2017 wurden bundesweit 311 Flächen bonitiert. Um die aktuelle Unkrautvegetation zu erfassen, wurde in Spritzfenstern die Arthäufigkeit und der Deckungsgrad der Unkräuter im 4-8-Blatt-Stadium des Maises bestimmt. Die Bonitur erfolgte innerhalb des 100 m² großen Spritzfensters auf einer Fläche von jeweils 0.1 m² in 10-facher Wiederholung. Die erfassten Unkräuter im Mais wurden entsprechend ihrer Stetigkeit und Pflanzendichte pro m² analysiert. Im Vergleich zu vorherigen Unkrautmonitorings zeigt die Liste der 15 stetigsten Unkräuter eine ähnliche Artenzusammensetzung, Zubzw. Abnahme in der Bedeutung der häufigsten Arten und neue Arten in der Liste. Die Verteilung und Dichte der Unkrautarten, wie Solanum nigrum und Alopecurus myosuroides beschränkt sich entsprechend, auf den Nordwesten bzw. auf die Mitte und den Süden Deutschlands. Die Ergebnisse aus dem Unkrautmonitoring 2017 zeigen erste Trends für die aktuelle Unkrautflora im Mais. Um Sicherheit über die Ergebnisse zu erhalten, wird das Monitoring im Jahr 2018 fortgeführt.</p> 2018-01-24T11:07:23+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://ojs.openagrar.de/index.php/JKA/article/view/8901 Einfluss der Bewirtschaftung auf die Unkrautflora und insbesondere seltene Ackerunkräuter der Gäu- Region von Baden-Württemberg 2018-02-27T07:24:40+01:00 Matthias Schumacher ojs@julius-kuehn.de Ann-Kathrin Hahn ojs@julius-kuehn.de Roland Gerhards ojs@julius-kuehn.de <p>Durch hoch entwickelte Unkrautbekämpfungsmaßnahmen werden Unkräuter effektiv unterdrückt, was im gleichen Zuge zu einer Veränderung der Zusammensetzung der Unkrautflora sowie dem Rückgang von selteneren Arten führt. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken und Arten zu schützen, werden Flächen mit seltenen Arten unter Naturschutz-Vertrag genommen, jedoch meist nur zeitlich begrenzt. Wir kartierten 2016 in der Gäu-Region Baden-Württembergs die Unkrautflora konventioneller (K) und ökologischer (O) Getreideflächen sowie früherer (E) und aktueller (V) Schutzäcker. Die Unkrautartenzahlen waren zwischen O (24 – 38 Arten) und V (26 – 43 Arten) sowie zwischen C (7 – 17 Arten) und E (13 – 15 Arten) sehr ähnlich. Die Zusammensetzung der Unkrautflora variierte beträchtlich zwischen den untersuchten Flächen. Mithilfe einer Kanonischen Korrespondenzanalyse (CCA) war es möglich, 23 % dieser Variation durch die Parameter Aussaatstärke und Stickstoffdüngung zu erklären. Trotzdem zeigten einige Arten wie <em>Alopecurus myosuroides, Geranium dissectum, Papaver rhoeas, Poa trivialis</em> und<em> Veronica persica</em> eine hohe Stetigkeit in allen untersuchten Flächen. Seltene und gefährdete Unkrautarten wie <em>Papaver argemone, Consolida regalis, Ranunculus arvensis</em> und <em>Galium tricornutum</em> waren nur in aktuellen Vertragsflächen vorhanden und traten gelegentlich in E oder O auf. Dies weist auf einen Rückgang der Artenvielfalt hin, sobald die Verträge für diese Äcker auslaufen. Die Unkrautflora nähert sich dann kontinuierlich der Florenzusammensetzung von konventionellen Flächen an. Um einen dauerhaften Erhalt der seltenen Arten zu garantieren, sollten deshalb neue Entwürfe zum Artenschutz entwickelt und umgesetzt werden.</p> 2018-01-24T12:57:26+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://ojs.openagrar.de/index.php/JKA/article/view/8902 Biodiversität einer mehrjährigen Wildpflanzenmischung für die Biogasproduktion 2018-02-27T07:24:41+01:00 Friederike de Mol ojs@julius-kuehn.de Laura Tamms ojs@julius-kuehn.de Bärbel Gerowitt ojs@julius-kuehn.de <p>Wildpflanzenmischungen zur Biogasproduktion können durch eine hohe Biodiversität bei gleichzeitiger Unkrautunterdrückung eine ökologisch sinnvolle Alternative zum Maisanbau sein. Um die Entwicklung von Artenvielfalt und Verunkrautung über drei Standjahre zu prüfen, wurden im Frühjahr 2014 an zwei nordostdeutschen Standorten Feldversuche mit der Wildpflanzenmischung „BG 70“ (Saaten Zeller) angelegt. Die Mischung ist mehrjährig, enthält 23 Arten und ist speziell für die Biomassenutzung in Biogasanlagen entwickelt. Von 2014 bis 2016 wurden jedes Jahr Ende Mai bis Mitte Juni auf je acht Parzellen pro Standort angesäte Wildpflanzen und Unkräuter gezählt und die Arten bestimmt. Die Wildarten-Biodiversität, beschrieben mit drei Diversitätsindizes, sank über die Standjahre. Die angesäten Arten Gemeiner Beifuß (<em>Artemisia vulgaris</em>), Schwarze Flockenblume (<em>Centaurea nigra</em>) und Rainfarn (<em>Tanacetum vulgare</em>) dominierten im zweiten und dritten Standjahr zunehmend. Die Individuenanzahl der Ansaatmischung blieb jedoch über die Jahre konstant und bewirkte eine sinkende Unkrautdichte. Die durch den Wildpflanzenanbau erhöhte Biodiversität könnte zu höheren Ökosystemdienstleistungen führen mit dem positiven Nebeneffekt der Produktion von Biogassubstrat, ohne dass eine Verunkrautung der Flächen in den ersten Jahren der Anlage befürchtet werden muss.</p> 2018-01-24T12:55:14+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://ojs.openagrar.de/index.php/JKA/article/view/8903 Wildpflanzen-Samen in der Biogas-Anlage: Screening des Überlebensrisikos verschiedener Arten 2018-02-27T07:24:41+01:00 Juliane Hahn ojs@julius-kuehn.de David Parzych ojs@julius-kuehn.de Julia Schulz ojs@julius-kuehn.de Paula R. Westermann ojs@julius-kuehn.de Bärbel Gerowitt ojs@julius-kuehn.de <p>Wenn Pflanzen-Samen in eine Biogas-Anlage gelangen, besteht das Risiko, dass sie die anaerobe Vergärung überleben und mit Ausbringung des Gärrestes verbreitet werden. Neuerdings kommt durch den Einsatz von Blühmischungen eine Vielzahl von Wildpflanzen-Samen mit dem Biogas-Prozess in Kontakt. Das von diesen Arten ausgehende Kontaminationsrisiko lässt sich derzeit nicht verlässlich abschätzen, da systematische Forschung zur Überlebensfähigkeit von Pflanzensamen fast vollständig fehlt. Um dem abzuhelfen bietet sich die Überprüfung der Thermoresistenz der Arten an, da Temperatur und Verweildauer die wichtigsten Parameter sind, von denen das Überleben der Samen in Biogas-Anlagen abhängt. <br>Wir haben das Überleben von 11 Wildpflanzen-Arten aus verschiedenen Familien unter den Temperatur-Bedingungen einer mesophilen Biogas-Anlage mit einem Screening im Wasserbad untersucht. Die Samen wurden bei 42 °C und pH 7 in einer wässrigen Lösung inkubiert und ihre Lebensfähigkeit über einen Zeitraum von bis zu 18 Tagen bestimmt. Zur Validierung der Ergebnisse wurden Samen ausgewählter Arten einer anaeroben Vergärung bei 42 °C im Labormaßstab ausgesetzt. <br>Die mittlere Inaktivierungszeit unterschied sich bei 8 der 11 untersuchten Wildpflanzen-Arten signifikant, wobei 6 Arten nur sehr langsam bzw. nicht vollständig inaktiviert wurden. Bei diesen Arten besteht das Risiko, dass sie mit dem Gärrest verbreitet werden. Mit Hilfe des Wasserbad-Screenings ließ sich das Überlebensrisikos der Samen in der mesophilen, anaeroben Vergärung verlässlich abschätzen.</p> 2018-01-24T00:00:00+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://ojs.openagrar.de/index.php/JKA/article/view/8904 Maßnahmen gegen Jakobskreuzkraut <i>Senecio jacobaea</i> - langfristige Aspekte auf Wirksamkeit und biologische Vielfalt 2018-02-27T11:09:18+01:00 Bernd Augustin ojs@julius-kuehn.de Susan Oehme ojs@julius-kuehn.de Gunter Mattern ojs@julius-kuehn.de Werner Roth ojs@julius-kuehn.de <p>Jakobskreuzkraut (<em>Senecio jacobaea</em>) bereitet zunehmend Probleme auf extensiv geführtem Grünland. Im Jahre 2011 wurde im Rahmen einer Masterarbeit ein Grünland-Großparzellen-Versuch unter Praxisbedingungen angelegt, um die Wirksamkeit verschiedener agronomischer und chemischer Bekämpfungsvarianten gegenüber <em>Senecio jacobaea</em> zu vergleichen. Neben Umbruch mit und ohne Glyphosatbehandlung, wurden Glyphosat mit Neueinsaat (ohne Umbruch) und Simplex (Fluroxypyr+Aminopyralid) mit und ohne Nachsaat geprüft. Ab Herbst 2011 bis 2017 wurden zusätzliche Düngungsvarianten (2 x 50 kg/ha bzw. 1 x 50 kg/ha Kalkammonsalpeter mit 27 % N pro Jahr) in Form von Kleinparzellen in die bestehende Versuchsfläche eingefügt.<br>Seit 2011 wird jährlich die Wirkung der verschiedenen Maßnahmen gegen<em> S. jacobaea</em> bonitiert. Darüber hinaus wird seit 2013 durch Vegetationsaufnahme nach Braun-Blanquet 1964 die Bestandszusammensetzung erhoben.<br>Alle Maßnahmen hatten bis einschließlich 2016 eine dauerhafte Wirkung gegen Jakobskreuzkraut. Darüber hinaus war eine statistisch signifikant verringerte Anzahl an dikotylen Arten feststellbar. Der Unterschied zwischen den Varianten blieb diesbezüglich vergleichsweise gering. Die regelmäßige Düngung führte zu ähnlichen Effekten wie eine einmalige Anwendung von Herbiziden oder Umbruchmaßnahmen. Die stärkste Verringerung der Artenzahl war bei einmaliger Simplex-Anwendung mit nachfolgender regelmäßiger Düngung feststellbar.<br>Die Untersuchungen belegen, dass Jakobskreuzkraut sowohl mit Herbiziden, als auch mit Umbruch oder Düngungsmaßnahmen wirksam zu kontrollieren ist. Allerdings ist dies nicht ohne einen Verlust an Biodiversität (Reduzierung der Artenzahl dikotyler Pflanzen) zu erreichen.</p> 2018-01-24T13:02:50+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://ojs.openagrar.de/index.php/JKA/article/view/8905 Ackerunkrautvegetation ökologisch bewirtschafteter Wintergetreideflächen in Mecklenburg- Vorpommern unter dem Einfluss von Standort und Management 2018-02-28T13:35:48+01:00 Merel A. J. Hofmeijer ojs@julius-kuehn.de Henrike M. Lederer ojs@julius-kuehn.de Bärbel Gerowitt ojs@julius-kuehn.de <p>Ackerunkräuter sind in der praktischen ökologischen Landwirtschaft ein wichtiges Thema. Wir wollen die Dimensionen und die Artenvielfalt für die Region Mecklenburg-Vorpommern aufzeigen. Dafür wurde die Ackerunkrautvegetation von neun ökologisch bewirtschafteten Landwirtschaftsbetrieben in Mecklenburg-Vorpommern näher untersucht. Die Unkrautvegetation von 17 Wintergetreideflächen wurde im Juni und Juli 2016 erfasst. Es wurde auf den Wintergetreideflächen insgesamt 69 verschiedene Unkrautarten dokumentiert. Bei der Analyse der Daten stand die Frage im Mittelpunkt, ob sich signifikante Unterschiede in der Ackerunkrautvegetation aufgrund von standortabhängigen Parametern und Managementfaktoren quantifizieren lassen. Bei den Analysen fanden sich einige signifikante Unterschiede für Standort- und Managementfaktoren.</p> 2018-01-24T00:00:00+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://ojs.openagrar.de/index.php/JKA/article/view/8906 Langzeitstudie über Veränderung der Unkrautflora unter dem Einfluss von Fruchtfolgen und Herbizidbehandlungen 2018-02-26T13:42:18+01:00 Markéta Mayerová ojs@julius-kuehn.de Jan Mikulka ojs@julius-kuehn.de Michaela Kolářová ojs@julius-kuehn.de Josef Soukup ojs@julius-kuehn.de <p>Der Einfluss von Herbizidapplikationen auf die Unkrautartenverteilung wurde seit 1972 in einer Langzeitfeldstudie auf zwei Standorten in Pernolec und Hněvčeves, Tschechische Republik, untersucht. Der Versuch beinhaltet eine blattfruchtbetonte und eine getreidebetonte Fruchtfolge mit unterschiedlich hohen Getreideanteilen von 50 % beziehungsweise 75 %. Drei Herbizidbehandlungen wurden untersucht: (1) unbehandelt, (2) synthetische Auxine (MCPA, 2,4-D, nur in der getreidebetonten Fruchtfolge), (3) gezielte Herbizidapplikationen insbesondere Sulfonylharnstoffe, Triazine, Harnstoffe und synthetische Auxine. Sowohl die Zusammensetzung der Unkrautspezies als auch die Unkrautdichte wurden zu Beginn, während des Versuchs und detaillierter in den Jahren 2013-2016 ermittelt. Es wurden Veränderungen in der Zusammensetzung der Unkrautflora festgestellt. In Hněvčeves erhöhte sich die Häufigkeit einiger Arten wie <em>Galium aparine, Stellaria media</em> und <em>Vicia</em> spp. in den unbehandelten Parzellen. Wohingegen sich hier die Häufigkeit von <em>Apera spica-venti, Fumaria officinalis</em> und <em>Tripleurospermum inodorum</em> in den behandelten Parzellen erhöhte. In Pernolec nahm die Pflanzendichte einiger Arten (z. B. <em>Myosotis arvensis, Raphanus raphanistrum, Scleranthus annuus</em>) über alle Varianten hinweg ab. Die Häufigkeit der Arten <em>Centaurea cyanus, Tripleurospermum inodorum, Veronica</em> spp. und <em>Spergula arvensis</em> erhöhte sich in den unbehandelten Parzellen in Pernolec. Es wurden keine signifikanten Effekte durch Zeit und Behandlung auf die Populationsdichte von <em>Apera spica-venti, Arabidopsis thaliana</em> und <em>Stellaria media</em> festgestellt. Die Zusammensetzung der Unkrautspezies wurde zunehmend durch die Variablen Behandlung, Zeit und Typ der Kulturpflanze beeinflusst. Diese Langzeitstudie bestätigt Veränderungen in der Unkrautpopulation über die Zeit durch Interaktion zwischen Managementfaktoren und den Umweltbedingungen.</p> 2018-01-24T00:00:00+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://ojs.openagrar.de/index.php/JKA/article/view/8908 Wird die ALOMY-Bekämpfungseffizienz einer ‚Atlantis’-Behandlung im Frühjahr durch den vorausgehenden ‚Lexus’-Einsatz im Herbst eingeschränkt? – Stichwort: Resistenzkonditionierung 2018-02-27T11:06:57+01:00 Friedrich G. Felsenstein ojs@julius-kuehn.de Saúl Molina-Herrera ojs@julius-kuehn.de <p>In der Praxis wird derzeit kontrovers diskutiert, ob eine Herbstbehandlung des Ackerfuchsschwanzes mit dem Produkt ‚Lexus’ die Bekämpfungseffizienz einer Behandlung mit ‚Atlantis WG’ im darauffolgenden Frühjahr einschränkt. Hintergrund ist die Frage, ob metabolisch resistente und nach einer ALS-Ausbringung überlebende ALOMY-Individuen über die 1. ALS-Behandlung wirkungsnegativ für eine darauffolgende weitere ALS-Behandlung konditioniert werden. Zu dieser Fragestellung, die das Prinzip gleichgerichteter ALSBehandlungssequenzen darstellt, wurde EpiLogic beauftragt, eine Antwort über eine geeignete Versuchsanstellung zu erarbeiten. <br>Zu diesem Zweck wurden im Rahmen eines ALOMY-Populations-Monitorings entsprechende Pflanzen mit gut messbarer metabolischer Resistenz mit ‚Lexus’ (40 g/ha) selektiert. Gleichzeitig wurde mit einer ‚Atlantis WG’-Anwendung (500 g/ha) ausgeschlossen, dass die betreffende Population von Target-Site-Resistenz und/oder sehr hoher metabolischer Resistenz betroffen ist. ‚Atlantis WG’ zeigte bei diesen Populationen durchgehend eine noch sehr gute Wirksamkeit. <br>Die selektierten Pflanzen wurden in Einzeltöpfe überführt. Nach unterschiedlichen Zeiträumen, in denen die Pflanzen spezifischen Umweltbedingungen ausgesetzt waren sowie einer Bestockungsphase, wurden die Pflanzen vegetativ vermehrt (Pflanzenklonierung). 3 Klone je Elternpflanze wurden 3 unterschiedlichen Behandlungen unterzogen: Kontrolle, ‚Lexus’ (40 g/ha) sowie ‚Atlantis WG’ (500 g/ha). Es wurden zeitlich versetzt mehrfach Elternpflanzen selektiert und so mehrere Sensitivitätsanalysen mit den entsprechenden Klonen durchgeführt. Die 3 Behandlungen wurden unter 4 Zeit- und Umweltvarianten geprüft. Alle Untersuchungen wurden in der Klimakammer unter definierten Umweltbedingungen durchgeführt. Lediglich die Pflanzen bei Umweltvariante 4 wurden einer Überwinterung im Freiland mit einer Dauer von ca. 3,0 bis 3,5 Monaten ausgesetzt.<br>Die Boniturergebnisse zu den Klonen der Elternpflanzen werden den Daten aus dem Selektionsversuch gegenübergestellt. Die Untersuchungen zeigen über alle Behandlungs- und Umweltvarianten ein gleichgerichtetes Ergebnisbild auf. Bei Pflanzen, welche die ‚Lexus’ -Behandlung aufgrund ihrer metabolischen Resistenz überlebt haben, tritt in der Behandlungssequenz ‚Lexus’-‚Atlantis WG’ keine messbare Resistenzkonditionierung auf. Eine ‚Lexus’-Anwendung im Herbst hat also keine resistenzsteigernden Auswirkungen auf die Anwendung von ‚Atlantis WG’ im Frühjahr. Die Behandlungssequenz ‚Lexus’-‚Lexus’ macht zudem deutlich, dass auch ein leichter Sensitivitätsabbau bei entsprechenden Pflanzen auszuschließen ist.</p> 2018-01-24T00:00:00+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://ojs.openagrar.de/index.php/JKA/article/view/8909 Effektivität von Propyzamid als Maßnahme zur Minderung des Selektionsdruckes auf ACCase-Hemmer bei Ackerfuchsschwanz im Winterraps 2018-02-27T11:05:43+01:00 Bernd Augustin ojs@julius-kuehn.de Kerstin Hüsgen ojs@julius-kuehn.de <p>Vor dem Hintergrund zunehmender Herbizidresistenzen wurde von den Pflanzenschutzdiensten Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz zwischen 2015 und 2017 insgesamt 15 vergleichbare Versuche zur Überprüfung der Wirkungssicherheit von Propyzamid im Vergleich zu ACCase-Hemmern gegen Ackerfuchsschwanz (<em>Alopecurus myosuroides</em>) in Winterraps durchgeführt.<br>In Abhängigkeit vom Resistenzgrad zeigte das DIM-Präparat Select 240 EC (Clethodim) im Vergleich zum FOP-Mittel Targa Super (Quizalofop-P) eine höhere Wirkungssicherheit. Die Propyzamid-haltigen Produkte Kerb Flo (Propyzamid) und Milestone (Propyzamid+Aminopyralid) erzielten eine vergleichbare Ungraswirkung. Bei günstigen Rahmenbedingungen (Herbstanwendung, Resistenzstandorte) wurden im Vergleich zu den ACCase-Hemmern deutlich bessere oder zumindest mit vergleichbare Wirkungen erzielt. In zwei von drei Jahren lagen die Spätanwendungen der Propyzamid-haltigen-Produkte im Frühjahr im Wirkungsgrad um 10-20 % niedriger verglichen mit den frühen Behandlungen im Herbst. <br>Frühe Anwendung vorausgesetzt, erzielen Propyzamid-Ungrasherbizide unter unterschiedlichsten Standort- und Witterungsbedingungen eine hohe Wirkungssicherheit gegen Ackerfuchsschwanz. Daher bewerkstelligen sie nicht nur die Ungraskontrolle auf Resistenzstandorten, sondern sind bei regelmäßigem Einsatz geeignet den Selektionsdruck zu verringern und der Resistenzentwicklung entgegen zu wirken.</p> 2018-01-24T00:00:00+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://ojs.openagrar.de/index.php/JKA/article/view/8910 Untersuchung pflanzenbaulicher Maßnahmen zur Zurückdrängung von Herbizidresistentem Acker-Fuchsschwanz (<i>Alopecurus myosuroides</i>) 2018-02-27T11:04:46+01:00 Christina Wellhausen ojs@julius-kuehn.de Lena Ulber ojs@julius-kuehn.de Dagmar Rissel ojs@julius-kuehn.de <p>In einem Feldversuch am Standort Wendhausen (Nähe Braunschweig) werden seit Herbst 2016 verschiedene Maßnahmen zur Reduzierung eines starken Besatzes von Acker-Fuchsschwanz (<em>Alopecurus myosuroides</em>) auf zwei Versuchsflächen geprüft. Für den Acker-Fuchsschwanz sind Resistenzen gegen ACCase-Hemmer sowie partiell gegen ALS-Hemmer bekannt. Als Prüfvarianten werden unterschiedliche Bodenbearbeitungsverfahren, Aussaatzeitpunkte, Aussaatverfahren sowie Anwendungszeitpunkte der Bodenherbizide getestet. Die Bodenbearbeitungsverfahren unterteilen sich in wendende und nicht-wendende Bodenbearbeitung. Als Aussaatverfahren wurden eine klassische Aussaat (mit Bodenbearbeitung zur Saat) und die Anlage eines falschen Saatbetts 3-4 Wochen vor Aussaat (mit anschließender Direktsaat) gewählt. Ergebnisse zur Entwicklung der Besatzdichten aus dem ersten Versuchsjahr zeigen eine deutliche Reduzierung des Acker-Fuchsschwanzes durch wendende Bodenbearbeitung, insbesondere in Kombination mit der Anlage eines falschen Saatbetts. Die geringste Reduktion wurde in den Varianten mit nicht-wendender Bodenbearbeitung und klassischer Aussaat beobachtet. Insgesamt ist bei einer Beibehaltung einer Fruchtfolge mit, die ausschließlich aus Winterungen besteht, eine vollständige Zurückdrängung des Acker-Fuchsschwanzes nur sehr schwer zu erreichen.</p> 2018-01-24T00:00:00+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://ojs.openagrar.de/index.php/JKA/article/view/8911 Herbizidresistenz auf deutschen Betrieben: Wie schätzen Landwirte das Resistenzrisiko und die Wirksamkeit von Anti-Resistenzstrategien ein? 2018-02-26T15:19:05+01:00 Lena Ulber ojs@julius-kuehn.de <p>In einer in 2015 durchgeführten Online-Umfrage sollte den folgenden Fragen nachgegangen werden: Wie schätzen die Landwirte in Deutschland aktuell die Resistenzgefahr ein? Welche Informationsquellen nutzen sie? Welche Maßnahmen zur Vermeidung der Resistenzentstehung und -ausbreitung werden auf den Betrieben angewandt und wie werden diese Maßnahmen in ihrer Wirksamkeit bewertet? <br>Insgesamt 423 Landwirte haben an der Umfrage teilgenommen. Die Mehrzahl (88 %) gab an, sich der Problematik der Herbizidresistenz bewusst zu sein. Bei 64 % der befragten Landwirte traten Fälle von Herbizidresistenz im jeweiligen Landkreis auf und 50 % gaben an, selber resistente Unkräuter auf ihrem Betrieb bemerkt zu haben. Von den Landwirten gaben 87 % an, gezielt Maßnahmen zur Reduzierung des Resistenzrisikos anzuwenden. Ein Wechsel der Wirkmechanismen über die Fruchtfolge wurde dabei am häufigsten genannt und auch als die wirksamste Strategie zur Resistenzvermeidung durch die teilnehmenden Landwirte eingeschätzt. Höhere Kosten wurden als das größte Hindernis bei der Durchführung von Anti-Resistenzmaßnahmen angegeben.</p> 2018-01-24T00:00:00+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://ojs.openagrar.de/index.php/JKA/article/view/8912 Selektion einer <i>Apera spica-venti</i>-Population mit reduzierter Sensitivität gegenüber Iodosulfuron 2018-02-27T11:03:12+01:00 Dagmar Rissel ojs@julius-kuehn.de Lena Ulber ojs@julius-kuehn.de <p>Der Gemeine Windhalm (<em>Apera spica-venti</em>) ist eine genetisch variable Ungrasart. In Deutschland werden für A. spica-venti immer mehr Resistenzfälle besonders gegenüber Herbiziden aus der Gruppe der ALS-Inhibitoren gemeldet. Als Gründe werden sowohl Target-Site (TSR)- als auch Non-Target-Site-Resistenzmechanismen (NTSR) diskutiert. Derzeit gibt es wenige Untersuchungen zur Herbizidresistenzevolution und insbesondere zu NTSR-Mechanismen bei <em>A. spica-venti.</em> Um diese Resistenzentwicklung besser zu verstehen, wurde aus einer sensitiven Elternpopulation (A 77) mit reduzierten Aufwandmengen des Wirkstoffes Iodosulfuron eine F1-Generation selektiert. Diese Population wurde A 77-1 genannt und einem Dosis-Wirkungs-Experiment unterzogen. Dabei zeigte die Population A 77-1 im Vergleich zur Elternpopulation eine reduzierte Sensitivität gegenüber dem Wirkstoff Iodosulfuron (RF=2). Außerdem wurden Individuen der A77-1-Population auf eine mögliche TSR untersucht. 53 % der untersuchten Individuen zeigten eine Pro197Asn-Substitution. Einzelpflanzen, die keine TSR trugen, wurden identifiziert, vermehrt und A 77-1-1 genannt. Durch die gleichzeitige Behandlung von A 77-1-1 Pflanzen mit Iodosulfuron und dem Cytochrom P450 (CYP)-Inhibitor Malathion konnte die Herbizidwirkung wieder hergestellt werden. Daher stellen wir fest, dass wir erfolgreich eine Population, die sowohl TSR und NTSR zeigt, selektiert haben. Um CYPs zu identifizieren, die möglicherweise die Reduzierung der Sensitivität gegenüber Iodosulfuron bedingen, wurde eine ACP-PCR durchgeführt. Dabei wurden 6 CYPs identifiziert.</p> 2018-01-24T00:00:00+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://ojs.openagrar.de/index.php/JKA/article/view/8913 Simulation zukünftig zu erwartender Wirkungsgrade von Herbiziden der HRACKlasse B gegenüber Windhalm in Abhängigkeit von Bewirtschaftungsparametern 2018-02-28T13:39:52+01:00 Domonik Dicke ojs@julius-kuehn.de Christian Henschke ojs@julius-kuehn.de Andreas Büchse ojs@julius-kuehn.de <p>Das hessische Windhalm-Resistenzmonitoring aus dem Jahr 2014 zeigte, dass Resistenzen gegenüber Herbiziden der HRAC-Klasse B landesweit verbreitet sind. Daten von am Monitoring beteiligten Schlägen wurden herangezogen, um Bewirtschaftungsparameter wie z. B. Saattermin, Anteil Pflug in der Fruchtfolge u.a. zu identifizieren, welche den Wirkungsgrad und damit die Bildung von Resistenzen beeinflussen können. Korrelationen zwischen Bewirtschaftungsparametern und dem jeweils im Biotest erzielten Wirkungsgrad gegen Windhalm wurden berechnet. Daraufhin folgte ein Modellbildungsprozess, um Wirkungsgrade in Abhängigkeit der o. g. Einflussfaktoren simulieren zu können. Die Modellergebnisse zeigen, dass beispielsweise eine Erhöhung des Anteils von Herbiziden der HRAC-Klasse B in der Fruchtfolge zu einem hohen Wirkungsverlust führt. Um diesen Effekt zu neutralisieren, müsste der Pfluganteil steigen und der Anteil an Winterungen in der Fruchtfolge sinken. Das Modell sollte auf weitere Datensätze angewendet und weiter trainiert werden, um Strategien zur Resistenzvermeidung voran zu treiben.</p> 2018-01-24T00:00:00+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://ojs.openagrar.de/index.php/JKA/article/view/8914 Herbizidmischungen für die Kontrolle von herbizidresistenten Windhalm-Populationen 2018-02-27T11:01:00+01:00 Jan Petersen ojs@julius-kuehn.de <p>Windhalm ist ein sehr bedeutendes Ungras im Wintergetreide in Zentral-, Nord- und Osteuropa. Das Vorkommen von herbizidresistenen Population gegenüber blattaktiven Herbiziden ist häufig. Um die Wirksamkeit von Herbizidapplikationen zu verbessern und damit der Verbreitung von Herbizidresistenz entgegen zu wirken, könnten Herbizidmischungen eine Lösung darstellen. Das Ziel dieser Studie war zu prüfen, ob potentielle Interaktionen von ALS- und ACCase-Hemmern bei verschiedenen Windhalm-Herkünften auftreten. Mischungen mit Pinoxaden und Met- und Thifensulfuron verursachten Minderwirkungen gegenüber allen geprüften Herkünften, die auf einen Antagonismus der Wirkstoffe zurückzuführen war. Tankmischungen von Pinoxaden mit Flora- und Pyroxsulam zeigten in der Wirkung Interaktionen mit den verschiedenen Herkünften bzw. Resistenzmechanismen. Während bei sensitiven Herkünften die beiden Herbizide in beliebigen Mischungsverhältnissen ausgebracht werden konnten, ohne die Wirkung negativ zu beeinflussen, war bei resistenten Herkünften keine einheitliche Reaktion zu beobachten. Während Zielortresistenzen gegenüber einer Wirkstoffklasse zunehmend wirksamer kontrolliert wurde je höher der Anteil des noch wirksamen Bestandteils war, war dies bei Nicht-Zielortresistenz nicht unbedingt der Fall. Teilweise gab es Synergismen durch die Tankmischung oder es zeigten sich antagonistische zum Teil auch additive Effekte. Die Tankmischung zweier wirksamer blattaktiver Einzelkomponenten ist demnach nicht immer die Lösung, die eine sichere Bekämpfung von resistenten Windhalmherkünften verspricht.</p> 2018-01-24T00:00:00+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://ojs.openagrar.de/index.php/JKA/article/view/8915 Stand und Entwicklung der Herbizidresistenz bei Acker-Fuchsschwanz (<i>Alopecurus myosuroides</i>) in Bayern 2018-02-27T10:59:39+01:00 Klaus Gehring ojs@julius-kuehn.de Stefan Thyssen ojs@julius-kuehn.de Thomas Festner ojs@julius-kuehn.de <p>Acker-Fuchsschwanz (<em>Alopecurus myosuroides</em>) ist eines der wichtigsten Leitungräser im bayerischen Ackerbau. Für die Vermeidung von hohen Ertrags- und Qualitätsverlusten ist eine effektive chemische Bekämpfung in wichtigen Ackerbaukulturen wie Wintergetreide, Winterraps und Mais unverzichtbar. Durch Veränderungen in der Produktionstechnik, wie z. B. vereinfachte Fruchtfolgen, reduzierte Bodenbearbeitung und überbetrieblicher Mähdreschereinsatz, ist eine starke Ausbreitung des Acker-Fuchsschwanzes aufgetreten. Seit etwa 20 Jahren ist eine Entwicklung von herbizidresistenten Biotypen und Populationen feststellbar. <br>Der Bayerische Pflanzenschutzdienst führt seit 2004 systematische Untersuchungen zur Kontrolle der Herbizidresistenz bei Acker-Fuchsschwanz durch. Die Auswertung von Verdachtsuntersuchungen und Monitoringerhebungen beschreibt die Resistenzentwicklung von Acker-Fuchsschwanz in Bayern. Die Ergebnisse belegen die dynamische Entwicklung und verstärkte Ausprägungen der Herbizidresistenz. Während ACCase-Inhibitoren schon breit von Resistenz betroffen sind, verstärkt sich derzeit der Selektionsdruck auf die Resistenz gegenüber ALS-Inhibitoren. Im Verlauf der Untersuchungsperiode von 2004 bis 2016 wurden zunehmend multiresistente Populationen gegen verschiedene Herbizid-Wirkmechanismen nachgewiesen. Bei den seit 2012 zusätzlich durchgeführten molekulargenetischen Untersuchungen wurden regelmäßig Wirkortresistenzen gegen ACCase- und ALS-Inhibitoren bestätigt. In Einzelfällen treten multiple Wirkortresistenzen gegen die beiden wichtigsten Herbizidklassen auf.</p> 2018-01-24T00:00:00+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://ojs.openagrar.de/index.php/JKA/article/view/8916 Entwicklung nachhaltig wirkender Methoden zur Bekämpfung von Acker- Fuchsschwanz (<i>Alopecurus myosuroides</i> Huds.) 2018-02-27T10:58:15+01:00 Ulrich Henne ojs@julius-kuehn.de Manja Landschreiber ojs@julius-kuehn.de Constanze Schleich-Saidfar ojs@julius-kuehn.de <p>In einem 7-jährigen Großflächenversuch wurde an zwei Standorten (Marsch bzw. Parabraunerde) im Rahmen einer Fruchtfolge mit Winter-Raps, 3 x Winterweizen und in den letzten Jahren Sommergetreide untersucht, mit welchen Bodenbearbeitungsverfahren (Pflug, Grubber, flache Mulchsaat) sich der Acker-Fuchsschwanz (AF) am besten niederhalten lässt, welche Effekte eine spätere Saatzeit speziell beim Anbau von Winterweizen auf den AF hat und was durch die Fruchtfolgeglieder „Winterraps“ bzw. „Sommergetreide“ bei der AFBekämpfung erreicht werden kann. Chemisch wurde die AF-Bekämpfung im Winterweizen mit mehreren Herbizidvarianten durchgeführt: Bodenherbizide zum VA/NAK-Termin, gefolgt von Atlantis im zeitigen Frühjahr. Auf Teilstücken wurden nur Bodenherbizide nach der Saat appliziert, durch den Verzicht auf Atlantis hier wurde eine voll ausgeprägte Resistenz des Acker-Fuchsschwanzes gegenüber diesem Herbizid simuliert, die de facto auf den Flächen derzeit noch nicht vorhanden war. Man wollte sehen, was passiert, wenn Atlantis u.a. ALS-Hemmer resistenzbedingt nicht mehr eingesetzt werden können. Im Raps und Sommergetreide erfolgte keine Differenzierung, sondern eine einheitliche Herbizidbehandlung, da ACCase-Hemmer zunehmend nicht mehr wirkten und daher wenig Spielraum verblieb. <br>Der AF wurde in Abhängigkeit von den Acker-Fuchsschwanzauflauf-Wellen im Mittel 10-mal pro Jahr gezählt. In 2012 und 2016 wurden außerdem vor dem AF-Samenausfall im Sommer Bodenproben aus drei Tiefen gezogen und im Gewächshaus der Besatz von keimfähigen AF-Samen im Boden anhand aufgelaufener Pflanzen erfasst.<br>Die wichtigsten Ergebnisse: Solange Atlantis eingesetzt wurde und wirkte, blieben alle ackerbaulichen Effekte unsichtbar. Ohne Atlantis stieg in den Mulchsaaten im dreijährigen Winterweizenanbau der AF-Besatz stark an. Der Pflug hielt den AF in den Kulturen nieder. Die späte Aussaat von Winterweizen reduzierte den AF-Besatz. Mit Winterraps konnte der AF-Besatz niedergehalten werden, solange die dort applizierten blattaktiven Herbizide (DIMs) wirkten. War das nicht mehr der Fall, war der AF beim Anbau von Winterraps nur mit Bodenherbiziden nicht ausreichend zu kontrollieren. Mit Sommergetreide ließ sich der AF-Besatz niederhalten, wenn die Grundbodenbearbeitung und Saatbettbereitung im Herbst erfolgte, im Frühjahr Glyphosat appliziert und danach die Sommergetreidesaat mit möglichst wenig Bodenbewegung eingeschlitzt wurde. Durch einen dreijährigen Sommergetreideanbau konnten so der oberirdische AF-Besatz und auch der Besatz mit AF-Samen im Boden wieder reduziert und die in 2010-12 stark mit AF befallenen Teilflächen weitgehend saniert werden.</p> 2018-01-24T00:00:00+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://ojs.openagrar.de/index.php/JKA/article/view/8917 Resistenzsituation bei Ackerfuchsschwanz (<i>Alopecurus myosuroides</i>) in Niedersachsen und Maßnahmen zur langfristigen Resistenzvermeidung 2018-02-28T13:42:13+01:00 Goßswinth Warnecke-Busch ojs@julius-kuehn.de Dirk Michael Wolber ojs@julius-kuehn.de Lisa Köhler ojs@julius-kuehn.de Matthias Breiding ojs@julius-kuehn.de <p>Herbizidresistenzen lassen ganze Wirkstoffgruppen weltweit wegfallen. In Deutschland zeigt sich dieses Phänomen bei Alopecurus myosuroides auch auf vielen niedersächsischen Flächen. Beginnend in den Flussund Küstenmarschen Niedersachsens, die seit Jahren intensiv in engen Getreidefruchtfolgen bewirtschaftet werden, breiteten sich die Herbizidresistenzen in den vergangenen 10 Jahren auch auf die Löss- und tonhaltigen Standorte in der Mitte und im südniedersächsischen Hügelland aus. Neben den Wirkstoffgruppen der ACCase-Hemmer und Photosynthesehemmer sind zunehmend die ALS-Hemmer resistenzgefährdet. Diese Entwicklung wurde besonders aufgebaut durch einseitigen Herbizideinsatz, enge Getreidefruchtfolgen (Winterweizen-Winterweizen – Raps) und zunehmenden Pflugverzicht. Alopecurus myosuroides zeigt auf vielen Standorten bereits multiple Resistenzen gegen mehrere Wirkstoffgruppen. Samenproben von Monitoringflächen wurden in den Jahren 2007 – 2016 in 541 Biotestungen im Gewächshaus mit jeweils unterschiedlichen Wirkstoffen aus den verschiedenen HRAC-Gruppen (vgl. Tab. 1) getestet. In 40 % (214 Proben) der untersuchten 541 Alopecurus myosuroides – Herkünfte wurden in den vergangenen 10 Jahren eine ALS-Resistenz gegenüber Atlantis WG nachgewiesen. Diese 214 gegenüber Atlantis WG resistenten Proben zeigten teilweise auch Resistenzen gegenüber anderen Wirkstoffen der HRAC-Gruppe B, aber auch gegenüber Wirkstoffen aus der HRAC-Gruppe A und C.</p> 2018-01-24T00:00:00+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://ojs.openagrar.de/index.php/JKA/article/view/8918 Resistenzentwicklung von <i>Alopecurus myosuroides</i> HUDS. (Acker-Fuchsschwanz) gegenüber ALS-Hemmern nach unterschiedlichen Vorbehandlungen 2018-02-28T13:43:24+01:00 Dirk Michael Wolber ojs@julius-kuehn.de Goßswinth Warnecke-Busch ojs@julius-kuehn.de Lisa Köhler ojs@julius-kuehn.de <p>Die Resistenzentwicklung von <em>Alopecurus myosuroides</em> HUDS. (Acker-Fuchsschwanz) gegen ALS-Hemmer kann aufgrund unterschiedlicher Vorbehandlungen möglicherweise beschleunigt werden. In diesem Zusammenhang werden Sequenzbehandlungen von ALS-Hemmern in einer Kultur kritisch gesehen. Um diese Frage zu beantworten wurde ein besonderes Biotestverfahren entwickelt. Hier werden unter standardisierten Bedingungen im Freiland mit züchterischen Methoden <em>A. myosuroides</em>-Pflanzen einer Population mit beginnender ALS-Resistenz nach unterschiedlichen Vorbehandlungen vermehrt und die nachfolgende Generation hinsichtlich ihrer Empfindlichkeit gegenüber einem ALS-Hemmer überprüft.</p> 2018-01-24T00:00:00+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://ojs.openagrar.de/index.php/JKA/article/view/8919 Herbizidresistenzen bei <i>Apera spica-venti</i> - Sachstand in Niedersachsen 2018-02-28T13:44:25+01:00 Goßswinth Warnecke-Busch ojs@julius-kuehn.de Dirk Wolber ojs@julius-kuehn.de Lisa Köhler ojs@julius-kuehn.de Matthias Breiding ojs@julius-kuehn.de <p>Herbizidresistenzen lassen ganze Wirkstoffgruppen weltweit wegfallen. In Deutschland zeigt sich dieses Phänomen auch auf niedersächsischen Flächen, die seit Jahren intensiv in engen Getreidefruchtfolgen bewirtschaftet werden. Neben den Wirkstoffgruppen der ALS-Hemmer und Photosynthesehemmer sind beginnend auch die ACCase-Hemmer resistenzgefährdet. Diese Entwicklung hat sich bei <em>Apera spica-venti</em> durch einseitigen Herbizideinsatz und enge Getreidefruchtfolgen aufgebaut. In den Jahren 2009 bis 2016 wurden auf 269 Monitoringflächen Samenproben von <em>Apera spica-venti</em> gezogen und in Biotestungen die Wirksamkeit von Herbiziden unterschiedlicher Wirkstoffklassen getestet. Die Resistenz bei <em>Apera spica-venti</em> gegenüber Herbiziden der HARC-Gruppe B ist in Niedersachsen weit verbreitet. Auf den ersten Flächen haben sich bereits multiple Resistenzen gegen die HRAC-Gruppen A und B entwickelt.</p> 2018-01-24T00:00:00+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://ojs.openagrar.de/index.php/JKA/article/view/8920 Sanierung einer ALS-resistenten Apera spica-venti-Population - Ein drei-faktorieller Dauerversuch 2018-02-28T13:45:34+01:00 Lisa Köhler ojs@julius-kuehn.de Goßswinth Warnecke-Busch ojs@julius-kuehn.de Dirk Michael Wolber ojs@julius-kuehn.de Matthias Breiding ojs@julius-kuehn.de <p>Anhand eines mehrjährigen Versuches soll eine Fläche, mit hohem Besatz an Windhalm (<em>Apera spica-venti</em>), in der Region Hannover saniert werden. Der Windhalm auf der Fläche ist ALS-resistent. Die Fruchtfolge war und ist Winterraps- Winterweizen-Winterweizen. Der Versuch wurde 3-faktoriell aufgebaut. Einen ersten Faktor stellte die Bodenbearbeitung (einmaliger Einsatz eines Pfluges/ Mulchsaat) dar. Die Anwendung von Kerb Flo (Propyzamid) (mit Kerb Flo/ ohne Kerb Flo) in Rapsjahren wurde als zweiten Faktor in den Versuch integriert. Als dritter Faktor wurde die Behandlung mit 9 verschiedenen Getreideherbiziden in Jahren mit Getreideanbau angelegt. Anhand der Versuchsergebnisse stellte sich heraus, dass ein einmaliges Pflügen den Windhalmbesatz in den darauffolgenden 3 Jahren deutlich senkte. Der Besatz nahm jedoch mit den Jahren wieder zu. Der Einsatz von Kerb Flo hatte einen positiven Effekt auf die Anzahl der Windhalmrispen im folgenden Getreidejahr vor allem in der Grubbervariante. Auch aufgrund des Wirkstoffwechsels (Kerb Flo, HRAC: K) war die Anwendung von Kerb Flo positiv zu bewerten. Die Getreideherbizide zeigten unterschiedliche Wirkungen. Dabei hatte das Herbizid Broadway (Florasulam und Pyroxsulam, HRAC: B) in der Wirkung am schlechtesten abgeschnitten, wodurch nochmals die ALS Resistenz bestätigt wurde. Die beste Lösung im Bereich der Anwendung von Getreideherbiziden, auch hinsichtlich der Resistenzsituation, war die Anwendung des Bodenherbizides Herold SC (Diflufenican und Flufenacet) im Herbst.</p> 2018-01-24T00:00:00+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://ojs.openagrar.de/index.php/JKA/article/view/8921 Vorhersage hormetischer Mischwirkungen von herbiziden Wirkstoffen – wo stehen wir und wie weit können wir kommen? 2018-02-28T13:46:43+01:00 Regina G. Pelz ojs@julius-kuehn.de Stephen O. Duke ojs@julius-kuehn.de <p>Die Vorhersage des Auftretens und des Ausmaßes von stimulierenden Wirkungen subtoxischer Dosierungen (Hormesis) in Herbizidmischungen ist eine anspruchsvolle und notwendige Aufgabe, da Herbizid-Expositionen in der Praxis häufig in Mischungen und bei niedrigen Dosierungen erfolgen können, z.B. bei Abdrift, Anwendungsfehlern, Schutz durch Mulchauflagen, Herbizidresistenz oder kleinräumiger Heterogenität der Applikationsmenge. Während Mischungswirkungen im toxischen Dosisbereich zuverlässig modelliert und vorhergesagt werden können, fehlt für die Auswertung im hormetischen Dosisbereich bisher ein einfacher statistischer Ansatz. Es zeigte sich, dass eine Vorhersage von Hormesis-induzierenden Dosierungen durch Modelle, die für monotone Dosis-Wirkungszusammenhänge entwickelt wurden, hinreichend möglich ist. Im Gegensatz dazu gestaltet sich die Vorhersage der Amplitude der Stimulation, als eines der Hauptmerkmale der Hormesis, als schwierig. Derzeit stehen keine mechanistischen Modelle zur Verfügung um die Amplitude in Mischungen vorherzusagen, noch gibt es ein allgemein akzeptiertes statistisches Modell. Dennoch wurden einige vielversprechende Versuche unternommen, die hormetische Amplitude in Mischungen von herbiziden Wirkstoffen vorherzusagen. Diese Versuche zeigen, dass es grundsätzlich möglich ist, eine hormetische Stimulation in Mischungen zu modellieren und dadurch wertvolle Einblicke in das Phänomen der Herbizid-Hormesis zu gewinnen. Die Errungenschaften dieser Versuche werden zusammengefasst und zukünftiger Forschungsbedarf und Grenzen werden diskutiert.</p> 2018-01-25T00:00:00+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://ojs.openagrar.de/index.php/JKA/article/view/8922 Niederhaltung von <i>Bromus sterilis</i> L. in Wintergetreide - Auswertung der Ringversuche der Bundesländer Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen von 2014-2017 2018-02-28T13:57:50+01:00 Ewa Meinlschmidt ojs@julius-kuehn.de Katrin Ewert ojs@julius-kuehn.de Christine Tümmler ojs@julius-kuehn.de Elke Bergmann ojs@julius-kuehn.de <p>Die Taube Trespe gehört in den ostdeutschen Bundesländern noch nicht zur Leitunkrautflora. Durch die getreidebetonten Fruchtfolgen und die pfluglose Bodenbearbeitung wird sie aber gefördert. Im Wintergetreide stehen für die Kontrolle von Tauber Trespe nur wenige Herbizide zur Verfügung. Einige geprüfte Herbizide erzielten in den Versuchen sehr gute Wirkungen, können aber auf Grund der fehlenden Zulassung in der Praxis nicht eingesetzt werden. Gemäß der Zulassung ist nur eine „Niederhaltung zwecks Führung der Kultur“ möglich. Um Empfehlungen für die landwirtschaftliche Praxis zu geben, wurden Versuche der Bundesländer Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen aus den Jahren 2014-2017 ausgewertet. In der Versuchsserie wurde die Leistungsfähigkeit der Herbizide aus den HRAC-Gruppen B sowie F1, K1, K3 und N untersucht. Die Applikationen erfolgten an mehreren Behandlungsterminen im Herbst und/oder im Frühjahr sowohl als Soloanwendung als auch als Spritzfolge. Die Applikation bodenwirksamer Herbizide im Herbst zeigte in den meisten Fällen keine ausreichende Wirkung. Die Spritzfolgen erwiesen sich als wirkungssicherer als Einmalbehandlungen. Die Spritzfolge Atlantis WG (Iodosulfuron + Mesosulfuron) + Formulierungshilfsstoff im Herbst gefolgt von Attribut (Propoxycarbazone) im Frühjahr kann auf Grund ihrer sehr guten Wirkung für die Praxis empfohlen werden. Für eine effektive Kontrolle der Trespen sowie zur Resistenzvorbeugung sind ackerbauliche Maßnahmen wie die Einbeziehung des Pfluges in die Bodenbearbeitung, eine vielfältige Fruchtfolge und spätere Saattermine des Wintergetreides in das Bekämpfungsmanagement zu integrieren.</p> 2018-01-25T00:00:00+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://ojs.openagrar.de/index.php/JKA/article/view/8923 Effizienz der chemischen Unkrautregulierung in Mais (<i>Zea mays</i>) in Bayern 2018-02-28T13:58:58+01:00 Klaus Gehring ojs@julius-kuehn.de Stefan Thyssen ojs@julius-kuehn.de Thomas Festner ojs@julius-kuehn.de <p>Für die Bewertung der chemischen Unkrautregulierung im Maisanbau konnte Daten von 321 Feldversuchen mit 4203 Prüfvarianten im Zeitraum von 1991 bis 2016 herangezogen werden. Im Untersuchungszeitraum erhöhte sich die hierfür zur Verfügung stehende Herbizidausstattung quantitativ und qualitativ. In Bayern treten im Maisanbau im Mittel vier verschiedene Unkräuter je Standort auf. Neben Gänsefuß- (<em>Chenopodium</em> sp.) und Knöterich-Arten (<em>Polygonum</em> sp.) dominieren hierbei Hühnerhirse (<em>Echinochloa crus-galli</em>) und Schwarzer Nachtschatten (<em>Solanum nigrum</em>). Storchschnabel-Arten (<em>Geranium</em> sp.) zeigen seit einigen Jahren eine starke Zunahme in der Befallshäufigkeit. Borstenhirse- (<em>Setaria</em> sp.) und Fingerhirse-Arten (<em>Digitaria</em> sp.) treten im Maisanbau zunehmend häufiger auf. Als schwer bekämpfbar konnten Grüne Borstenhirse (<em>Setaria viridis</em>), Winden-Knöterich (<em>Fallopia convolvulus</em>), Fingerhirsen, Acker-Fuchsschwanz (<em>Alopecurus myosuroides</em>) und Storchschnabel-Arten identifiziert werden. <br>Die während des Untersuchungszeitraums verbesserte Herbizidausstattung zeigte im Trend eine verbesserte Unkrautbekämpfungsleistung. Anwendungen mit einem mittleren Behandlungsindex von 1,5-2,0 erzielten in 50 % der Fälle eine Unkrautwirkung von &gt; 95 %. In der Analyse von Wirkstoffen und Wirkstoffgruppen konnten spezifische Anwendungsvorteile ermittelt werden. Terbuthylazin-haltige Herbizidbehandlungen sind hinsichtlich der Gesamt-Unkrautwirkung und zur Regulierung von Winden-Knöterich und Storchschnabel-Arten vorzüglich. Anwendungen auf der Basis von S-Metholachlor zeigten eine höhere Gesamt-Unkrautwirkung. Triketone als Wirkstoffbasis ermöglichen eine verbesserte Gesamtwirkung und spezifische Wirkung gegenüber Hühnerhirse und Schwarzem Nachtschatten. Herbizidbehandlungen mit gräserwirksamen Sulfonylharnstoffen verfügen über einen absoluten Leistungsvorteil zur Regulierung von Acker-Fuchsschwanz.<br>Aktuelle Entwicklungen zeigen einen Verlust an Herbiziden für den Maisanbau. Unter diesen Bedingungen besteht ein Bedarf für ein integriertes Unkrautmanagement mit sicherer Bekämpfungsleistung und hoher Umweltverträglichkeit. Der Bayerische Pflanzenschutzdienst wird diesen Entwicklungsbedarf mit entsprechenden Feldversuchsprogrammen in Zukunft weiter unterstützen.</p> 2018-01-25T00:00:00+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://ojs.openagrar.de/index.php/JKA/article/view/8924 Erfahrungen mit einem neuen Programm zum gezielten und reduzierten Einsatz von Herbiziden in Mais (DSS-IWM) 2018-02-28T14:00:28+01:00 Arnd Verschwele ojs@julius-kuehn.de Karl-Josef Behr ojs@julius-kuehn.de Klaus Gehring ojs@julius-kuehn.de Kerstin Hüsgen ojs@julius-kuehn.de Ewa Meinlschmidt ojs@julius-kuehn.de Christine Tümmler ojs@julius-kuehn.de <p>Im Rahmen des EU-Projekts „PURE“ wurden 2014 und 2015 in sechs Bundesländern insgesamt zwölf Feldversuche in Mais durchgeführt. Diese Versuche dienten der Validierung eines neuartigen internetbasierten Programms zur Entscheidungshilfe für den Herbizideinsatz in Mais (DSS-IWM). Es wurden vier Prototypen des Programms getestet, die sich sowohl in ihrem Berechnungs-Algorithmus als auch im Grad der Wirkungssicherheit unterschieden. Verglichen wurden die Ergebnisse mit der unbehandelten Kontrolle sowie einem regionalen Standard, der situationsbezogen von Beratern vor Ort festgelegt worden ist. Das Programm berechnet für die aktuelle Verunkrautung (Unkrautarten und -dichten) die optimale Kombination und Dosis von Wirkstoffen. Der Behandlungsindex lag im Durchschnitt aller DSS-Varianten bei 0,93 und damit weit unter dem Wert des regionalen Standards (1,9). In Fällen mit mangelhafter Wirkung stellte sich heraus, dass Dosis-Wirkungsdaten lückenhaft waren und somit die notwendige Herbizid-Dosis nicht sicher berechnet werden konnte. Die mittleren Wirkungsgrade aller geprüften DSS-Varianten lagen zwischen 74 und 82 %.</p> 2018-01-25T00:00:00+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://ojs.openagrar.de/index.php/JKA/article/view/8925 Einführung von Bekämpfungsstrategien gegen Erdmandelgras (<i>Cyperus esculentus</i> L.) in der Praxis 2018-02-28T14:01:23+01:00 Christian Bohren ojs@julius-kuehn.de Judith Wirth ojs@julius-kuehn.de <p>Erdmandelgras (<em>Cyperus esculentus</em> L.) ist wegen seines hohen Vermehrungspotentials, der großen Verschleppungsgefahr von Wurzelknöllchen und den eingeschränkten Bekämpfungsmöglichkeiten als gefährliches Unkraut einzustufen. Das Ziel der Bekämpfung muss immer die Verhinderung der Neubildung der Knöllchen sein. Die Bekämpfungsstrategie ist an verschiedene Verseuchungsgrade angepasst. Wir unterscheiden zwischen „Erstbefall“, „kleinem Befallsherd“ und „verseuchten Feldern“. In den verseuchten Feldern stellen sich Fragen zur Anpassung der Fruchtfolge oder zur Sanierung von Feldern. Unsere Erfahrungen zeigen, dass nur S-Metolachlor bezüglich der Reduktion der Knöllchenbildung gut wirksam war. Schlechter wirkende Herbizide lassen viele überlebende Erdmandelgräser zurück, die – wenn auch reduziert – weiter Knöllchen bilden. Mit einem Schweiz-weiten Netz von Pilotfeldern im Rahmen eines vierjährigen Praxis-Versuches sollen die vorgeschlagenen Strategien in der Praxis getestet werden. Die Knöllchenzahlen nach 1 Jahr zeigen, dass auf unseren Versuchsparzellen in den Pilotfeldern die Menge der Knöllchen zwar kaum zunimmt, sich aber langsamer als erwartet verringert. Die auf dem Feld sichtbaren Erdmandelgras Triebe lassen nur beschränkt Rückschlüsse über den Befallsgrad mit Knöllchen zu, was leicht zu Fehleinschätzungen führen kann, wie ein praktisches Beispiel zeigt. Zur Erhöhung der Wirksamkeit hinsichtlich der Reduktion der Knöllchenzahlen, empfehlen wir die Herbizidwirkung mit der Bodenbearbeitung und der Ansaat einer Gründüngung zu kombinieren.</p> 2018-01-25T00:00:00+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://ojs.openagrar.de/index.php/JKA/article/view/8926 Validierung verschiedener Strategien zur Bekämpfung von Erdmandelgras (<i>Cyperus esculentus</i>) anhand eines on-farm Großparzellenversuchs 2018-02-28T14:02:28+01:00 Martina Keller ojs@julius-kuehn.de René Total ojs@julius-kuehn.de Jürgen Krauss ojs@julius-kuehn.de Reto Neuweiler ojs@julius-kuehn.de <p>Es wurde ein Großparzellenversuch von 2013 bis 2015 durchgeführt, um die Wirkung von Maisanbau während mehrerer Jahre auf den <em>Cyperus esculentus</em> Befall in einem Feld zu untersuchen. Dabei wurden Bekämpfungsstrategien, die zuvor in Kleinparzellenversuchen entwickelt und geprüft worden waren, validiert. Der Versuch beinhaltete vier Bekämpfungsverfahren. Jedes Frühjahr wurden Bodenproben gezogen, im Gewächshaus ausgelegt und angetrieben. Anschließend wurde die Anzahl der sich entwickelnden Erdmandelgrastriebe gezählt.<br>Der Ausgangsbesatz war heterogen verteilt. Zudem standen einzelne Feldbereiche aufgrund starker Regenfälle mehrmals unter Wasser. Trotz der Variabilität und der schwierigen Wetterbedingungen konnten folgende Schlussfolgerungen gezogen werden: Maisanbau kombiniert mit intensiver Bekämpfung (2-4 Bekämpfungsmaßnahmen) über mehrere Jahre ermöglichte eine Reduktion der <em>Cyperus esculentus</em>-Dichte um rund 80 %. Es zeigte sich, dass Hacken, die Wirkstoffe S-Metolachlor, Mesotrione, Terbuthylazin, Rimsulfuron und Bentazon sowie das Kombinationsprodukt mit den Wirkstoffen Foramsulfuron, Thiencarbazone und Iodosulfuron wichtige Komponenten einer <em>Cyperus esculentus</em>-Bekämpfungsstrategie in Mais sind.<br>Maisanbau mit einer intensiven Unkrautbekämpfung ist ein wirksamer Ansatz, um <em>C. esculentus</em> unter Kontrolle zu halten und den Besatz zu reduzieren. Aufgrund der intensiven Bekämpfung können Ertragsdepressionen jedoch nicht ausgeschlossen werden. Landwirte in der betroffenen Region setzen diese Bekämpfungsansätze bereits um.</p> 2018-01-25T00:00:00+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://ojs.openagrar.de/index.php/JKA/article/view/8927 DSS-IWM: Ein verbessertes europäisches Entscheidungshilfesystem für die integrierte Unkrautbekämpfung 2018-02-28T14:03:36+01:00 Heidrun Bückmann ojs@julius-kuehn.de Ole Mission Bøjer ojs@julius-kuehn.de Jose Maria Montull ojs@julius-kuehn.de Manfred Röhrig ojs@julius-kuehn.de Per Rydahl ojs@julius-kuehn.de Andreu Taberner ojs@julius-kuehn.de Arnd Verschwele ojs@julius-kuehn.de <p>Im Rahmen des europäischen ERA-Net Projektes „Coordinated Integrated Pest Management in Europe (C-IPM)” entwickeln Partner aus Deutschland, Dänemark und Spanien ein innovatives, online-gestütztes Entscheidungshilfesystem für die integrierte Unkrautbekämpfung (DSS-IWM) in Mais und Winterweizen. Das von 2016 bis 2019 laufende Projekt soll sowohl Landwirte als auch Berater verlässlich dabei unterstützen, Unkräuter zum richtigen Zeitpunkt mit den geeignetsten Mitteln in richtiger Aufwandmenge zu bekämpfen. Das DSS-IWM soll somit dazu beitragen, den Herbizidaufwand zu reduzieren, ohne Ertragseinbußen zu riskieren. In die Entscheidungen werden lokale Bedingungen, Schadensschwellen und ökonomische Berechnungen der Behandlungen einbezogen.<br>Die Grundlage des DSS-IWM sind eine zuverlässige Datenbank und Kalkulation der Anwendungen, insbesondere der Dosis-Wirkungsbeziehungen der Herbizide. Datenlücken sollen durch Ergebnisse aus Gefäßversuchen geschlossen werden. Neue Entwicklungen und Informationen werden kontinuierlich eingearbeitet. Das DSS-IWM wird durch Feldversuche validiert.</p> 2018-01-25T00:00:00+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://ojs.openagrar.de/index.php/JKA/article/view/8928 Wirkung und Verträglichkeit von Herbiziden in <i>Solanum sisymbriifolium</i> 2018-02-28T14:04:30+01:00 Bernd Augustin ojs@julius-kuehn.de Sebastian Weinheimer ojs@julius-kuehn.de <p><em>Solanum sisymbriifolium</em>, auch Litchitomate genannt, wurde im Rahmen des „Gemeinschaftsprojektes zur Erhaltung und Förderung eines zukunftsfähigen Frühkartoffelanbaues in Rheinland-Pfalz“ erfolgreich als Feindpflanze von Kartoffelzystennematoden (<em>Globodera rostochiensis</em>) im praktischen Anbau getestet. Das Wärme liebende Nachtschattengewächs zeichnet sich durch eine extrem langsame Jugendentwicklung und geringer Konkurrenzfähigkeit gegen Unkraut aus. Der erfolgreiche Anbau ist daher in hohem Maße abhängig von einer sicheren Unkrautbekämpfung. 2016 wurden Feldversuche (konventionell und logarithmisch) angelegt um das wirksame und verträgliche Mittelspektrum einzugrenzen.<br>Im Herbizidparzellenversuch wurden alle Bodenherbizide mit einem Glyphosatmittel kombiniert, um größere Pflanzen noch sicher eliminieren zu können. Die Verträglichkeit war limitierender Faktor bei den Bodenwirkstoffen. Im Parzellenversuch verursachte Biathlon (Tritosulfuron) im Nachauflauf sehr ausgeprägte Wuchsdepressionen. Boxer (Prosulfocarb) war in voller Aufwandmenge und Novitron (Aclonifen+Clomazone) ab ¾ Feldaufwand ebenfalls kritisch in der Verträglichkeit. Als vergleichsweise gut verträglich erwiesen sich Centium (Clomazone) mit 0,25 l/ha, Bandur (Aclonifen) mit 1,0 l/ha, Novitron mit 0,9 kg/ha, Proman (Metobromuron) mit 1,0 kg/ha und die Spritzfolge Bandur/Cato (Aclonifen/Rimsulfuron) mit 1,0 l/0,01 g pro ha.<br>Im logarithmischen Versuch wird ersichtlich, dass die Grenzaufwandmenge für Novitron bei etwa 1,0 kg/ha, für Bandur bei etwa 2,0 l/ha und für Proman bei ungefähr 1,0 kg/ha liegt. Sehr enge Grenzen sind gesteckt bei Sencor Liquid und Stomp Aqua, bei denen schon 0,1 l/ha mehr oder weniger über Totalausfall entscheiden.<br>Die meisten Arten der vorhandenen Unkrautflora wurden von allen Herbiziden sicher erfasst. Eine Ausnahme bildete das Kreuzkraut, welches in verträglichem Rahmen nur von Centium erfasst wurde.</p> 2018-01-25T00:00:00+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://ojs.openagrar.de/index.php/JKA/article/view/8929 Versuche zur Unkrautbekämpfung in Ackerbohnen im Nachauflauf 2018-02-28T14:05:30+01:00 Verena Haberlah-Korr ojs@julius-kuehn.de Iris Henneken ojs@julius-kuehn.de Chantal Meschede ojs@julius-kuehn.de <p>Ackerbohnen (<em>Vicia faba</em>) erfreuen sich einer wachsenden Anbaubedeutung. Allerdings ist nach Wegfall des Herbizids Basagran (Bentazon) aktuell nur eine Unkrautbekämpfung im Vorauflauf möglich. Dies ist vor allem für pfluglos wirtschaftende Betriebe problematisch, bei denen eventuell eine Mulchauflage die Wirkung der Bodenherbizide vermindert. Bei allen Betrieben könnte zudem bei einer Minderwirkung der Vorauflaufherbizide nach Frühjahrstrockenheit eine Nachbehandlung wünschenswert sein.<br>Zu dieser Problemstellung wurde an der Fachhochschule Südwestfalen in Soest im Frühjahr 2016 zunächst ein Halbfreiland-Gefäßversuch angelegt. Dort wurden zwölf in anderen Kulturen zugelassene Nachauflaufherbizide im frühen Nachauflauf der Ackerbohnen bezüglich ihrer Verträglichkeit getestet. Es zeigten sich bei der Hälfte der eingesetzten Herbizide leichte bis deutliche Schäden an den Ackerbohnen.<br>Im darauffolgenden Jahr 2017 wurden die als aussichtsreich identifizierten Herbizide Betanal maxxPro (Phenmedipham + Desmedipham + Ethofumesat + Lenacil) und Clearfield-Clentiga (Imazamox + Quinmerac) an zwei Standorten im Raum Soest in Freilandversuche überführt. Diese wurden sowohl auf Verträglichkeit als auch auf Wirksamkeit geprüft. Sichtbare Schäden in Form von Wuchsdepressionen und leichten Nekrosen traten dabei in den Varianten mit Betanal maxxPro an beiden Standorten auf, die sich jedoch rasch wieder auswuchsen. Die Wirksamkeit der Nachauflaufherbizide unterschied sich an beiden Standorten sehr deutlich und erreichte nicht die Wirkungssicherheit der Vorauflaufprodukte.</p> 2018-01-25T00:00:00+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://ojs.openagrar.de/index.php/JKA/article/view/8930 Mechanische und chemische Unkrautbekämpfung im Mischanbau von Mais und Bohne 2018-02-28T14:06:40+01:00 Sabine Andert ojs@julius-kuehn.de Bärbel Gerowitt ojs@julius-kuehn.de <p>Der Mischanbau, bestehend aus Mais und Phaseolus-Bohnen, ist ein Anbausystem, in dem Nährstoffe, Wasser und Licht effektiv genutzt werden.<br>Der vorliegende Beitrag stellt einen einjährigen Versuch (2017) zur optimierten Bekämpfung von Unkräutern und Ungräsern im Mischanbau vor. In einer randomisierten Blockanlage wurden Mais und Feuerbohnen am Standort Rostock im Gemenge angebaut. Es wurden drei chemische und eine mechanische Methode der Unkrautkontrolle sowie eine Variante ohne Unkrautkontrolle verglichen.<br>Die vorliegenden Ergebnisse bestätigen, dass sich die Art der Bekämpfung sowie der Zeitpunkt der Applikation signifikant auf die Dichte von Unkräutern sowie den Ertrag des Gemenges auswirkte. Neben der effektivsten Bekämpfung, in der ein Herbizid im Vorauflauf der Feuerbohne (BBCH 12 Mais) eingesetzt wurde, führte die rein mechanische Unkrautregulierung ebenfalls zu einer signifikant niedrigeren Unkrautdichte. Die Unkrautbedeckung wurde mittels der effektivsten Herbizidstrategie um bis zu 80 % und mittels mechanischer Unkrautregulierung um bis zu 60 %, im Vergleich zur unbehandelten Kontrolle, reduziert.<br>Die Pflanzenzahlen von Mais und Feuerbohnen wurde nicht signifikant durch die unterschiedlichen Methoden der Unkrautbekämpfung eingeschränkt. Die eingesetzten Herbizide wurden von Mais und Feuerbohnen gut vertragen.<br>Die vorliegenden Versuchsergebnisse stellen Unkrautbekämpfungsstrategien vor, die für den Gemengeanbau von Mais mit Feuerbohnenbohnen geeignet sind.</p> 2018-01-25T00:00:00+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://ojs.openagrar.de/index.php/JKA/article/view/8931 Auswirkung von Grasuntersaaten auf die Unkrautvegetation im Silomais - Eine Einführung in die Untersuchungen 2018-02-28T14:07:32+01:00 Jens Wienberg ojs@julius-kuehn.de Heike Pannwitt ojs@julius-kuehn.de Rolf Bünte ojs@julius-kuehn.de Bärbel Gerowitt ojs@julius-kuehn.de <p>In der Landwirtschaft Ostfrieslands ist ein langjähriger Anbau von Silomais auf der gleichen Fläche üblich. Diese Art der Bewirtschaftung führt im Laufe der Jahre trotz intensiven Herbizideinsatzes zur Selektion schwer zu bekämpfender Unkrautarten.<br>In unterschiedlichen Untersuchungen konnte gezeigt werden, dass durch pflanzenbauliche Maßnahmen eine Beeinflussung der Unkrautvegetation im Maisanbau möglich ist. Ziel dieser Arbeit ist es zu überprüfen, ob im Maisdaueranbau durch das wiederholte Einbringen einer Untersaat in Verbindung mit dem Einsatz blattaktiver Herbizide eine Selektion schwer zu bekämpfender Unkrautarten verhindert und der Unkrautdruck insgesamt reduziert wird.<br>In den Jahren 2017, 2018 und 2019 werden an zehn Standorten mit langjährigem Maisanbau Versuche mit identischem Design angelegt. Auf den Flächen werden die Parzellen der drei Varianten „Festuca-Untersaat“, „Lolium-Untersaat“ und „ohne Untersaat“ als Blockanlage mit drei Wiederholungen angeordnet. Der Herbizideinsatz erfolgt an allen Standorten gleich und wurde an die jeweilige Untersaat angepasst. Im Laufe des Maisanbaues werden fünf Unkrauterhebungen durchgeführt, bei denen der Einfluss der Varianten auf die Unkrautvegetation überprüft wird. Es werden kurz- und langfristige Auswirkungen auf die Unkrautvegetation erfasst.</p> 2018-01-25T00:00:00+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://ojs.openagrar.de/index.php/JKA/article/view/8933 Zusammenhang zwischen der Intensität selektiver Herbizidmaßnahmen und dem Einsatz von Glyphosat zur Vorerntebehandlung 2018-02-28T14:08:52+01:00 Sabine Andert ojs@julius-kuehn.de Jana Bürger ojs@julius-kuehn.de Bärbel Gerowitt ojs@julius-kuehn.de <p>Der vorliegende Beitrag untersucht den Zusammenhang zwischen der Intensität selektiver Herbizidmaßnahmen in der Kultur und dem Einsatz von Glyphosat zur Vorerntebehandlung im folgenden Sommer. Zu diesem Zweck wird ein umfangreicher Datensatz landwirtschaftlicher Praxis-Daten ausgewertet. Die feldspezifischen Anwendungsdaten wurden in einer Studie zum Glyphosateinsatz von jeweils 15 Betrieben in vier Regionen Norddeutschlands über einen Zeitraum von zehn Jahren (2005 bis 2014) ermittelt. Zur Darstellung der Herbizidintensitäten wird der Indikator Behandlungsindex (BI) verwendet. <br>Im Durchschnitt der vier Regionen wird auf 8,7 % der Felder eine Glyphosatanwendung zur Vorerntebehandlung durchgeführt, der höchste Anteil in Wintergerste. Unkrautbekämpfung mit Vorerntebehandlung unterschied sich im Gesamt-Herbizideinsatz nicht signifikant von Verfahren ohne Vorerntebehandlung.<br>Als Einflussfaktor auf die Glyphosatintensität zur Vorerntebehandlung (BIGly) wurde in allen Fruchtarten und Regionen der selektive Herbizideinsatz in der Kultur identifiziert, mit Ausnahme der Wintergerste in den östlichen Regionen Fläming und Oder-Spree. In den westlichen Regionen Diepholz und Uelzen wiesen Anbauverfahren mit wendender Bodenbearbeitung in allen Fruchtarten signifikant geringere Glyphosatintensitäten zur Vorerntebehandlung im Vergleich zu nicht-wendenden Verfahren auf.<br>Unkrautbekämpfungsverfahren, in denen höhere selektive Herbizidintensitäten und wendende Bodenbearbeitung kombiniert waren, reduzierten die Vorerntebehandlungen mit glyphosathaltigen Herbiziden um BIGly 0,1-0,4, dies entspricht einer eingesparten Applikation mit 10-40 % der zugelassenen Aufwandmenge auf dem gesamten Schlag.</p> 2018-01-25T00:00:00+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://ojs.openagrar.de/index.php/JKA/article/view/8934 Beschreibung von Glyphosat-Anwendungsmustern im norddeutschen Ackerbau - Vergleich zweier unterschiedlicher Ansätze. 2018-02-28T14:09:45+01:00 Jan-Erik Mutz ojs@julius-kuehn.de Sabine Andert ojs@julius-kuehn.de Armin Wiese ojs@julius-kuehn.de Horst-Henning Steinmann ojs@julius-kuehn.de Bärbel Gerowitt ojs@julius-kuehn.de <p>Glyphosat ist der meistgenutzte Herbizidwirkstoff in Deutschland. In den vergangenen Jahren haben zahlreiche Studien die Anwendungsmuster glyphosathaltiger Herbizide untersucht. Der vorliegende Beitrag fasst zwei unterschiedliche empirische Untersuchungen zum Einsatz von Glyphosat in Norddeutschland zusammen. Ziel der Studie ist es, durch die gemeinsame Analyse unterschiedlich erhobener Anwendungsdaten weitergehende Erkenntnisse zu den Applikationsmustern glyphosathaltiger Herbizide im Ackerbau zu gewinnen. Der Beitrag besitzt innovativen Charakter, es werden schlagspezifische Anwendungsdaten und betriebliche Fragebogenerhebungen zum Glyphosateinsatz aus fünf Regionen Norddeutschlands (Diepholz, Uelzen, Rostock, Fläming und Oder-Spree) zusammengeführt. <br>Die Ergebnisse belegen, dass die feldspezifischen Applikationsmuster glyphosathaltiger Herbizide im Ackerbau die Einschätzungen der Landwirte in der Befragung stützen, die Übereinstimmung jedoch mit zunehmender Detailtiefe abnimmt. <br>Hinsichtlich der Anwendungsmuster glyphosathaltiger Herbizide weisen die Ergebnisse darauf hin, dass Landwirte für eine Unterscheidung der Anwendungsgebiete Vorsaatanwendung und Stoppelbehandlung noch nicht ausreichend sensibilisiert sind. Für die zukünftige Diskussion um den Wirkstoff Glyphosat wäre eine einheitliche und von allen Beteiligten verwendete Definition der Anwendungsabgrenzungen wünschenswert, um eine lösungsorientierte Diskussion zu ermöglichen.</p> 2018-01-25T00:00:00+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://ojs.openagrar.de/index.php/JKA/article/view/8935 Zum künftigen Umgang mit Glyphosat im Ackerbau - Ein Diskussionsbeitrag 2018-02-28T14:13:20+01:00 Horst-Henning Steinmann ojs@julius-kuehn.de Ludwig Theuvsen ojs@julius-kuehn.de Bärbel Gerowitt ojs@julius-kuehn.de <p>Über die EU-Wirkstoffgenehmigung von Glyphosat war bis zum Redaktionsschluss noch keine Entscheidung gefallen. Sollte es zu einer Wiederzulassung von Glyphosat basierten Herbiziden (GBH) kommen, so sind Einschränkungen zu erwarten. Es ist damit zu rechnen, dass Beeinträchtigungen der biologischen Vielfalt reduziert werden müssen. Weiterhin besteht eine Debatte über eine Reduktion der Gesamtmenge von GBH. Der Beitrag gibt einen Überblick über den Stand der Diskussion und erläutert Pro und Contra verschiedener Reduktions- und Kompensationsinstrumente.</p> 2018-01-25T00:00:00+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://ojs.openagrar.de/index.php/JKA/article/view/8936 Variabilität in der Wirkung von Glyphosat gegen <i>Alopecurus myosuroides</i> HUDS. (Acker-Fuchsschwanz) in Niedersachen 2018-02-28T14:14:13+01:00 Dirk Michael Wolber ojs@julius-kuehn.de Goßswinth Warnecke-Busch ojs@julius-kuehn.de Lisa Köhler ojs@julius-kuehn.de Malena Kregel ojs@julius-kuehn.de Markus Radziewicz ojs@julius-kuehn.de <p>Weltweit haben Herbizidresistenzen massiv zugenommen. Neben dem starken Auftreten von Resistenzen in Nord- und Südamerika und Australien, sind viele Wirkstoffgruppen mittlerweile auch in Europa von Resistenzen betroffen. Beim <em>Alopecurus myosuroides</em> HUDS. (Acker-Fuchsschwanz) wurden neben den Resistenzen gegenüber ALS-Hemmern, ACCase-Hemmern und Photosynthese-Hemmern nun erste Wirkungsminderungen oder Resistenzen gegenüber dem Wirkstoff Glyphosat aus der Wirkstoffgruppe der EPSP-Synthese-Hemmer (HRAC-Gruppe G) in Niedersachsen vermutet. Folglich könnte der Wirkstoff Glyphosat als wichtiges Instrument im Resistenzmanagement gegen <em>A. myosuroides</em> auf einzelnen Standorten wegfallen. Somit würde eine effektive Bekämpfung bei gleichzeitiger Resistenz gegen andere Wirkstoffgruppen sehr schwierig. Eine Herbizidresistenz wurde gemäß den von HEAP (2005) definierten Kriterien nicht bestätigt, sehr wohl aber Minderwirkungen von Glyphosat gegen einzelne Biotypen von <em>A. myosuroides</em> in Niedersachsen.</p> 2018-01-25T00:00:00+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://ojs.openagrar.de/index.php/JKA/article/view/8937 Reaktion einer Population von <i>Lolium multiflorum</i> var. <i>westerwoldicum</i> auf wiederholten Einsatz von Glyphosat 2018-02-28T13:33:25+01:00 Laura Tamms ojs@julius-kuehn.de Laurie Anne Koning ojs@julius-kuehn.de Friederike de Mol ojs@julius-kuehn.de Bärbel Gerowitt ojs@julius-kuehn.de <p>Der Einsatz von Glyphosat hat weltweit zugenommen. Begleitet wurde diese Entwicklung von Sensitivitätsverlusten und Resistenzentwicklungen. Eine herausragende Rolle spielen dabei Lolium-Arten. <em>Lolium multiflorum</em> var. <em>westerwoldicum</em> wurde in einem Freilandversuch in den Jahren 2014, 2015 und 2016 untersucht. In zwei Behandlungsvarianten wurde ein Glyphosat-basiertes Herbizid in zwei Aufwandmengen (50 % und 25 % der zugelassenen Aufwandmenge) eingesetzt, die so gewählt waren, dass Pflanzen die Behandlung überleben sollten. Die Samenbildung der überlebenden Population im Freiland wurde bestimmt. Ein Teil der Samen wurde im jeweils nächsten Jahr wieder im Freiland ausgesät. Für einen anderen Teil der Samen wurde die Dosis-Wirkungs-Beziehung ermittelt: Nach drei Jahren wurden alle Generationen (Eltern (=F0), F1, F2, F3) in einem Biotest vergleichend untersucht.<br>Im Feldversuch fand eine erfolgreiche Reproduktion von <em>L. multiflorum</em> nach Glyphosateinsatz statt. Die wieder ausgesäten Generationen wiesen geringere Etablierungsraten in den folgenden Jahren auf. Im Biotest deuteten sich abnehmende Sensitivitäten (ED50, ED90 ) der Folgegenerationen gegenüber Glyphosat an.</p> 2018-01-25T00:00:00+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://ojs.openagrar.de/index.php/JKA/article/view/8938 Bekämpfung von <i>Heracleum sosnowskyi</i> in Litauen 2018-02-28T14:22:03+01:00 Darija Jodaugienė ojs@julius-kuehn.de Aušra Marcinkevičienė ojs@julius-kuehn.de Aušra Sinkevičienė ojs@julius-kuehn.de <p><em>Heracleum sosnowskyi</em>, der Sosnowsky-Bärenklau, ist eine mehrjährige aggressiv invasive Pflanzenart, die in Litauen vorkommt. Die Komplikationen der Ausbreitungsbekämpfung von diesen Problempflanzen sind durch ihre gut entwickelten biologischen Eigenschaften verursacht. Bei den Bekämpfungsmaßnahmen ist es empfehlenswert, wirksame Herbizide und Mischungen zu erproben.<br>Unsere Untersuchungen wurden 2016-2017 in Varnupiai (54° 29' 19.54", 23° 30' 45.9") im Rayon Marijampole durchgeführt haben gezeigt, dass die Wirksamkeit verschiedener Herbizide und Mischungen zur Bekämpfung des Bärenklaus verschieden war. Durch den Einsatz von verschiedenen Glyphosat-Aufwandmengen wurde die erwartete Wirkung nicht erreicht, im Laufe von 4 bis 6 Wochen trieben die Pflanzen wieder aus. Eine Mischung aus Glyphosat und Triasulfuron wirkte besser. Die Wirksamkeit von Dicamba und seiner Mischungen mit Fluroxypyr und Triasulfuron, Fluroxypyr, Triasulfuron und ihre Mischungen, Fluroxypyr+Clopyralid+MCPAMischung hing von den meteorologischen Bedingungen des Jahres ab. Die Untersuchungen haben gezeigt, dass sowohl niedrigere als auch höhere Mengen einer Tribenuron-Methyl+Metsulfuron-Methyl-Mischung gegen die Ausbreitung des Bärenklaus nachhaltig wirkten. Die Wirkung von Fluroxypyr+MetsulfuronMethyl auf die Pflanzen war effizienter, und im Laufe von 6 Wochen sind nur einzelne Pflanzen übrig geblieben.</p> 2018-01-25T00:00:00+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://ojs.openagrar.de/index.php/JKA/article/view/8939 Der Einfluss der Fruchtfolge auf die Beikrautflora im ökologischen Landbau 2018-02-28T14:23:07+01:00 Franziska Mayer ojs@julius-kuehn.de Gisbert Kuhn ojs@julius-kuehn.de Peer Urbatzka ojs@julius-kuehn.de Adelheid Castell ojs@julius-kuehn.de <p>Im ökologischen Landbau ist die Fruchtfolge ein wichtiges Element in der Unkrautregulierung. Fünf verschiedene Fruchtfolgevarianten wurden in einem Parzellenversuch in Oberbayern auf ihre Wirkung auf den Beikrautbesatz untersucht. Dafür wurde in den Jahren 2013-2016 die Beikrautvegetation (alle Arten und ihre Deckung) auf den Versuchsparzellen erfasst. Insgesamt wurden in den 120 Aufnahmen 93 Pflanzenarten registriert; im Mittel 26 Arten pro 40 m². Für die Kartoffeln ergab sich lediglich ein Unterschied in der Kulturdeckung, die in der Fruchtfolge mit Gülledüngung und zweijährigem Kleegras höher war als in den anderen beiden Kartoffel-Fruchtfolgen. Die Beikrautvegetation unterschied sich kaum zwischen den Fruchtfolgen. In der Sommer-Gerste konnte durch eine einjährige Kleegrasphase im Vergleich zur Ackerbohnenkultur die Beikrautdeckung geringer gehalten werden, u. a. durch einen geringeren Besatz mit Wurzelunkräutern wie <em>Sonchus arvensis</em> oder eine niedrigere Deckung von <em>Avena fatua</em>. Ähnliches zeigte sich auch im Winterweizen. Die Fruchtfolgevariante ohne Kartoffeln und Kleegras bot sowohl Wurzel- als auch Samenunkräutern eine bessere Etablierungschance, so dass auch die gesamte Wildkrautdeckung hier höher war.</p> 2018-01-25T00:00:00+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://ojs.openagrar.de/index.php/JKA/article/view/8940 Eine regionale Analyse der Unkrautvegetation von Sommergetreideflächen auf Öko-Betrieben unter dem Einfluss von Unkrautbekämpfung, Kulturvielfalt und Standort 2018-02-28T14:23:52+01:00 Merel A. J. Hofmeijer ojs@julius-kuehn.de Bärbel Gerowitt ojs@julius-kuehn.de <p>Bundesweit hat Mecklenburg Vorpommern einen sehr hohen Anteil an Ökologischer Landwirtschaft. Nach wie vor sind Unkräuter eine Herausforderung in diesen Agrarsystemen. Agrobiodiversität zu fördern, hat in Deutschland einen zunehmenden Stellenwert. Vor diesem Hintergrund sollten Unkräuter einerseits in langfristig handhabbaren Größenordnungen bleiben, andererseits aber auch eine artenreiche Flora bilden. Unser Ziel ist es, zu untersuchen, ob diese beiden Aspekte durch ein vielseitiges Management der Kulturpflanzen unterstützt werden können. Dafür wurden Unkraut und Management Daten von Sommergetreideflächen ökologisch wirtschaftender Betriebe in Mecklenburg-Vorpommern über zwei Jahre (2015-2016) erfasst. Die Auswirkungen von lokalen Umwelt- und Management-Faktoren auf die Unkrautgemeinschaften wurden multivariat analysiert und im Anschluss wurden Effekte der Variablen zur Kulturvielfalt separat untersucht. Wir fanden grundlegende Unterschiede in den Einflüssen des kurzfristigen Anbaumanagements, der langfristigen Kulturvielfaltsstrategien und den eher beständigen Standortfaktoren. Während Unkrautdichten vor allem durch direktes Management beeinflusst werden, verändern sich Unkrautartenvielfalt und –gemeinschaften, wenn Maßnahmen der Kulturvielfalt angewendet werden.</p> 2018-01-25T00:00:00+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://ojs.openagrar.de/index.php/JKA/article/view/8941 Unkrauttoleranz und Unkrautunterdrückungsvermögen der Blauen Lupine (<i>Lupinus angustifolius</i>) 2018-02-28T14:24:38+01:00 Charlotte Kling ojs@julius-kuehn.de Herwart Böhm ojs@julius-kuehn.de <p>Im Rahmen des Verbundprojektes LupiBreed wurden 2015 zwei Sorten der Blauen Lupine (endständig: Boruta, verzweigt: Boregine) und 2016 zusätzlich acht Pre-Breedinglinien (zwei endständig, fünf verzweigt, eine intermediär) auf ihre Konkurrenzkraft untersucht. Sortenspezifische Unkrautunterdrückung und Unkrauttoleranz wurde neben den am Standort vorkommenden Unkräutern mit einem Gemenge aus „künstlichen Unkräutern“ (Winterraps, Buchweizen, Phacelia) in zwei Saatdichten erfasst. Weiterhin wurde die Unkrautunterdrückung im Gemengeanbau mit den Partnerkulturen Sommerweizen, Hafer und Leindotter in zwei Saatdichten ermittelt. Die Feldversuche wurden am Standort Trenthorst des Thünen-Instituts für Ökologischen Landbau in einer Blockanlage mit 3-facher Feldwiederholung angelegt und zur Sprossentwicklung, Blüte und Reife beprobt.<br>Die Unkrauttoleranz, bewertet anhand des Lupinenertrages, unterschied sich im Jahr 2016 zu allen Beprobungsterminen zwischen den Sorten bzw. Pre-Breedinglinien und war zur Reife zudem vom Unkrautaufkommen abhängig. Ein sortenspezifisches Unkrautunterdrückungsvermögen wurde erst zur Reife festgestellt. Unkrautunterdrückung und Unkrauttoleranz konnten nicht eindeutig auf einen Sortentyp zurückgeführt werden. Insgesamt zeichneten sich Pre-Breedinglinie 1-E, 4-V, 6-V und Boregine-V als konkurrenzstark aus, wobei die Sorteneffekte gering waren. <br>Durch den Gemengeanbau wurde die Unkraut-Sprossmasse in Abhängigkeit von der Lupinensorte bzw. –Pre-Breedinglinie im Vergleich zur Lupinenreinsaat um 15 bis 80 % verringert. Die unkrautunterdrückende Wirkung ging von der Partnerkultur aus und war in Gemengen mit Leindotter signifikant höher als mit Sommerweizen und Hafer.</p> 2018-01-25T00:00:00+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://ojs.openagrar.de/index.php/JKA/article/view/8942 Einfluss der Bodenbearbeitung auf den Auflauf von <i>Apera spica-venti</i> 2018-02-28T14:25:35+01:00 Jürgen Schwarz ojs@julius-kuehn.de <p>Auf ca. 40 % der Ackerfläche in Deutschland wird die pfluglose Bodenbearbeitung angewandt. In einem Dauerfeldversuch werden die langfristigen Auswirkungen dieser nichtwendenden Bodenbearbeitung auf den Unkrautauflauf untersucht. Seit dem Herbst 2007 werden dazu die Wirkungen von zwei unterschiedlichen Bodenbearbeitungsvarianten, neben anderen Faktoren, auf den Auflauf von Windhalm (Apera spica-venti) in einem Langzeitversuch untersucht. Die Versuchsfelder sind in Brandenburg, ca. 50 km entfernt von Berlin, beheimatet.<br>Die Fruchtfolge des Versuchs besteht aus Winterraps, Winterweizen, Wintergerste, Wintertriticale, Erbsen und Mais. Die hier betrachteten Versuchsparzellen wurden seit Versuchsbeginn 1995 mit Herbiziden behandelt. Der Unkrautauflauf, die Anzahl und Art, wurde vor der Herbizidbehandlung (im Herbst oder Frühjahr) in jeder Versuchsparzelle an 4 Punkten mit jeweils 0,25 m² gezählt. <br>Die Ergebnisse zeigen, dass die Anzahl der Windhalmpflanzen im Median bei den Getreideversuchsparzellen in den gepflügten Varianten zwischen 9 (2013) und 55 (2010) Pflanzen/m² lag. In den pfluglosen Versuchsparzellen lag der Median zwischen 18 (2009) und 140 (2017) Windhalmpflanzen je m². In den pfluglosen Versuchsparzellen steigt die Anzahl der keimenden <em>Apera spica-venti</em> Pflanzen seit 2007 an.</p> 2018-01-25T00:00:00+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://ojs.openagrar.de/index.php/JKA/article/view/8943 The Einfluss von Bestandesdichte und späterem Aussaatzeitpunkt auf die Unkrautkeimung in Winterweizen 2018-02-28T14:26:32+01:00 Auskalniene Ona ojs@julius-kuehn.de Kadziene Grazina ojs@julius-kuehn.de Jomantaite Birute ojs@julius-kuehn.de <p>Aufgrund von Veränderungen in ackerbaulichen Anbauverfahren wie z.B. der Anwendung reduzierter Bodenbearbeitungsmaßnahmen und de m Anbau von Monokulturen, klimatischen Veränderungen, die zu längeren, wärmeren Perioden im Herbst führen können sowie aufgrund der Ausbreitung von Herbizidresistenz nimmt die Bedeutung von integrierten Lösungen zur Unkrautbekämpfung zu. Die Erhöhung der Konkurrenzkraft der Kulturpflanze ist eine von vielen ackerbaulichen Maßnahmen, die im Rahmen einer integrierten Unkrautbekämpfung angewendet werden können. Spätere Aussaattermine oder erhöhte Aussaatdichten können ebenso als effektive Maßnahmen angesehen werden, da dichtere Kultur-Pflanzenbestände generell eine höhere Konkurrenzkraft gegenüber den Unkräutern aufweisen können.<br>Zwei Feldversuche wurden in 2014-2016 am Institute of Agriculture, LRCAF, durchgeführt um den Einfluss von Bestandesdichte und späterem Aussaatzeitpunkt von Winterweizen in konventionellen Bodenbearbeitungssystemen zu untersuchen. Die Winterweizensorte ‘Ada’ wurden mit drei verschiedenen Bestandesdichten (2, 4 und 8 Millionen keimfähige Samen pro ha) und zu drei verschiedenen Aussaatzeitpunkten (regional empfohlener Aussaatzeitpunkt, drei Wochen später und sechs Wochen später) gedrillt. Die Hauptunkrautarten in den Versuchen waren einjährige zweikeimblättrige Arten, die typisch für Wintergetreide sind, wie <em>Thlaspi arvense, Viola arvensis, Galium aparine</em> und <em>Lamium purpureum</em>. Zudem traten Ausfallraps und einjährige einkeimblättrige Arten wie <em>Apera spica-venti</em> auf. <br>In den Parzellen mit den höchsten Bestandesdichten war das Unkrautaufkommen am niedrigsten. Allerdrings traten vor allem in Parzellen mit dem früheren Aussaatzeitpunkt Verschlämmungsprobleme auf. Bei späteren Aussaatterminen traten deutlich weniger Unkräuter auf als bei den früheren Aussaatzeitpunkten. Das geringste Unkrautaufkommen wurde in Parzellen mit dem spätesten Aussaatzeitpunkt beobachtet, allerdings war in diesen Parzellen auch der Ertrag des Winterweizens reduziert.</p> 2018-01-25T00:00:00+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://ojs.openagrar.de/index.php/JKA/article/view/8944 Croupier - Ein breit wirksames Klettenlabkraut-Herbizid als innovative, flüssige Formulierung zur Anwendung in Getreide 2018-02-28T14:27:51+01:00 Lena Nicke ojs@julius-kuehn.de Hans Glattkowski ojs@julius-kuehn.de <p>Das neue Herbizid Croupier enthält die beiden Wirkstoffe Fluroxypyr (225 g/l, als Mepthylester formuliert) und Metsulfuron-methyl (9 g/l) aus zwei unterschiedlichen Wirkstoffklassen, vereint in einer innovativen blattaktiven Formulierung. Mit einer Aufwandmenge von 0,67 l/ha werden im Frühjahr sowohl Klettenlabkraut (<em>Galium aparine</em>) als auch ein breites Spektrum an dikotylen Unkräutern in allen wichtigen Getreidearten, bis auf Hafer, erfolgreich bekämpft. Die Anwendung kann hierbei von BBCH 20-39 in Wintergetreide sowie von BBCH 13-39 in Sommergetreide erfolgen.<br>Croupier zeichnet sich durch eine sehr schnelle Wirkstoffaufnahme, ein breites Wirkungsspektrum und ein langes Anwendungsfenster aus. Neben einem frühen Applikationszeitpunkt ist auch eine Spätanwendung von Croupier möglich, da auch Wurzelunkräuter sicher erfasst werden.<br>Europaweit durchgeführte, mehrjährige Versuche belegen die Wirksamkeit von Croupier im Nachauflaufeinsatz z.B. gegen Klettenlabkraut, eine Vielzahl an einjährigen dikotylen Unkräutern, Kreuzblütler im Allgemeinen sowie Problemunkräuter wie Hundskerbel (<em>Anthriscus caucalis</em>), Ackerhundspetersilie (<em>Aethusa cynapium</em>) und andere Doldenblütler.</p> 2018-01-25T00:00:00+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://ojs.openagrar.de/index.php/JKA/article/view/8945 Das Herbizid Zypar™ mit dem neuen Wirkstoff Arylex™ als Tankmischpartner für Gräserherbizide in Wintergetreide im Frühjahr. 2018-02-28T14:28:54+01:00 Wolfgang Dietrichs ojs@julius-kuehn.de Marcin Dzikowski ojs@julius-kuehn.de Matthias Becker ojs@julius-kuehn.de Jörg Becker ojs@julius-kuehn.de <p>Die gegen Ungräser im Frühjahr zugelassenen Herbizide haben häufig eine auf dikotyle Unkräuter unzureichende Wirksamkeit. Daher werden in der Regel Tankmischpartner genutzt, um eine breitere Wirkung auch gegen Unkräuter zu erreichen.<br>In den Jahren 2014-2017 wurden in Deutschland Feldversuche durchgeführt, um die biologische Kompatibilität zwischen dem Getreideherbizid Zypar™ und verschiedenen Graminiziden zur Bekämpfung von Ackerfuchsschwanz, Windhalm und Taube Trespe zu überprüfen.<br>Das Herbizid Zypar™ zeigt nicht nur eine sehr breite Wirksamkeit gegen dikotyle Unkräuter, sondern erwies sich aufgrund seines auxin-ähnlichen Wirkstoffs und der OD-Formulierung auch als idealer Mischpartner für Graminizide. Zusätzlich unterstützt Zypar™ durch das in die Formulierung eingebaute Netzmittel (MSO-Typ) die Wirkung gegen Unkräuter und Ungräser. In den Feldversuchen wurde kein Antagonismus zwischen Zypar™ und den Graminiziden beobachtet, in mehreren Fällen konnte sogar eine verbesserte Wirkung der Graminizide auf die getesteten Ungräser nachgewiesen werden.<br>Durch den im Zypar™ enthaltenen Safener Cloquintocet-Mexyl wird der metabolische Abbau von Arylex™ in der Kulturpflanze unterstützt. Es konnte auch beobachtet werden, dass die Verträglichkeit von Gräserherbiziden ebenfalls verbessert wird. Hierdurch konnte in Einzelfällen, auch nach Zumischung von AHL, die Verträglichkeit der getesteten Gräserherbizide signifikant erhöht werden.</p> 2018-01-25T00:00:00+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://ojs.openagrar.de/index.php/JKA/article/view/8946 Avoxa - neue Wege in der Ungrasbekämpfung in Winterweichweizen, Winterroggen und Wintertriticale 2018-02-28T14:30:39+01:00 Christoph Krato ojs@julius-kuehn.de Hans Raffel ojs@julius-kuehn.de <p>AVOXA ist eine neues, von Syngenta Agro entwickeltes selektives Herbizid zur Bekämpfung von Ungräsern und Unkräuter in Getreide. Das Produkt ist als Emulsionskonzentrat (EC) mit 41,6 g/l Aktivsubstanz (33,3 g/l Pinoxaden, 8,3 g/l Pyroxsulam) und 8,3 g/l Cloquintocet-mexyl als Safener formuliert. Avoxa kann mit max. 1,8 l/ha in den Getreidekulturen Winterweizen, Winterroggen und Wintertriticale im Frühjahr vom BBCH-Stadium 13 bis zum BBCH-Stadium 32 eingesetzt werden. Neben den Schadgräsern Acker-Fuchsschwanz (ALOMY), Gemeiner Windhalm (APESV), Weidelgrasarten (LOLSS), Flughafer (AVEFA) und Trespe-Arten (BROSS) werden auch eine Reihe von Unkräutern wie beispielsweise Acker-Vergissmeinnicht (MYOAR), Hirtentäschel-Kraut (CAPBP), Ackerheller-Kraut (THLAR), Vogelsternmiere (STEME) und Ausfallraps (BRSNN) mit Wirkungsgraden über 90 % kontrolliert. Gegen Kletten-Labkraut (GALAP), Stiefmütterchen-Arten (VIOSS), Ehrenpreis-Arten (VERSS), Kamille-Arten (MATSS) und Taubnessel-Arten (LAMSS) werden durchschnittliche Wirkungsgrade zwischen 80 und 90 % erzielt.</p> 2018-01-25T00:00:00+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://ojs.openagrar.de/index.php/JKA/article/view/8947 Wirksamkeit von natürlichen, auf Fettsäuren basierten Herbiziden auf Unkrautbestände 2018-02-28T14:31:26+01:00 Ivanna Crmaric ojs@julius-kuehn.de Martina Keller ojs@julius-kuehn.de Jürgen Krauss ojs@julius-kuehn.de Nicolas Delabays ojs@julius-kuehn.de <p>Auf der Suche nach Alternativen zu synthetisch-chemischen Herbiziden wurde die Wirksamkeit von 2 nicht selektiven «Naturherbiziden» geprüft. Der Wirkstoff von einem Produkt enthielt Pelargonsäure (C9), der andere enthielt Caprylsäure (C8) und Caprinsäure (C10). 2 Versuche wurden angelegt, um die Aufwandmenge für eine Wirkung von 80 % (ED80) auf Mischverunkrautungen mit unterschiedlicher Bestandeshöhe zu bestimmen. Die Unkrauthöhe betrug 0,05 m (Versuch 2) und 0,25-0,35 m (Versuch 1). Die «Naturherbizide» wurden mit einem Logsprayer ausgebracht. Die Parzellengröße betrug 43,5 m2. Dosis-Wirkungskurven wurden basierend auf dem Merkmal grüner Unkrautbedeckungsgrad bestimmt, der anhand von Bildanalyse berechnet worden war. Der ED80 stieg mit zunehmender Unkrauthöhe: Von 0,9 auf 1,7 der Standardaufwandmenge (n) für das capyrl- und caprinsäurehaltige Produkt und von 0,7 n auf 1,7 n für das pelargonsäurehaltige. <br>Zusammenfassend kann gesagt werden, dass mit diesen «Naturherbiziden» eine ausreichende Wirkung gegen junge Unkräuter erzielt werden kann. Um eine ausreichende Wirkung gegen größere Unkräuter erzielen zu können, müsste die Aufwandmenge, die Wasseraufwandmenge und die Applikationstechnologie noch weiter optimiert werden. Diese Produkte eignen sich gut für eine Anwendung auf dem falschen Saatbeet, im Vorauflauf der Kultur oder im Bereich zwischen den Reihen bei Reihenkulturen. Die verbreitete Anwendung dieser „Naturherbizide“ ist auf Grund ihres hohen Preises zurzeit nicht ökonomisch.</p> 2018-01-25T00:00:00+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://ojs.openagrar.de/index.php/JKA/article/view/8948 Clearfield®-Clentiga® Runway® Pack - eine flexible Komplettlösung für die Unkrautbekämpfung in Winterraps im Nachauflauf 2018-02-28T14:33:12+01:00 Alfons Schönhammer ojs@julius-kuehn.de Hagen Bremer ojs@julius-kuehn.de Joachim Freitag ojs@julius-kuehn.de <p>Das seit 2015 zugelassene Herbizid Clearfield-Clentiga ist für die flexible Anwendung im Nachauflauf im Clearfield-Winterraps konzipiert und ermöglicht den vollständigen Verzicht auf die Anwendung von Bodenherbiziden im Vorauflauf/frühen Nachauflauf. Als idealer Ergänzungspartner für Clearfield-Clentiga (1,0 l/ha + 1,0 l/ha Dash E.C.) hat sich in der Praxis und in Versuchen 0,2 l/ha Runway erwiesen.<br>Die stets sehr gute Raps-Verträglichkeit der Clearfield-Herbizide wird auch in der Kombination mit Runway nicht maßgeblich beeinflusst. Gelegentlich auftretende temporäre Blattdeformationen, wie sie für synthetische Auxin-Herbizide typisch sind, beeinträchtigen die weitere Raps-Entwicklung nicht.<br>Das Wirkungsspektrum des Clearfield-Clentiga Runway Packs umfasst alle 28 geprüften dikotylen Unkrautarten und mit Ausnahme von Ackerfuchsschwanz auch Ungräser incl. Ausfallgetreide. Besonders hervorzuheben sind die hervorragenden Wirkungsgrade gegen alle kreuzblütigen Unkrautarten einschließlich (Nicht-Clearfield-) Ausfallraps, alle korbblütigen Unkräuter einschließlich Acker-Kratzdistel, alle doldenblütigen Unkräuter, Klettenlabkraut, Taubnessel, Vergissmeinnicht, Mohn und alle sommerannuellen Unkräuter. Auch die im Raps sehr schwer zu bekämpfenden Storchschnabel-Arten, Erdrauch, Vogelmiere, Ehrenpreis und Stiefmütterchen gehören zum Umfang sehr gut bekämpfbarer Unkräuter. Clearfield-Clentiga Runway Pack weist eine sehr gute Terminflexibilität auf: Im geprüften Bereich BBCH 11 – BBCH +14 von Raps unterschieden sich die Wirkungsgrade nur unwesentlich. Entscheidend für die vorrangig über die Blattaufnahme agierenden Wirkstoffe ist es, dass die zu bekämpfenden Unkräuter aufgelaufen sind und sich noch nicht gegenseitig abdecken bzw. noch nicht vom Raps abgeschirmt werden.<br>Unter spezifischen Bedingungen wie z.B. hoher Besatz mit Ackerfuchsschwanz oder Storchschnabel kann Clearfield-Clentiga Runway Pack auch in Spritzsysteme z.B. mit Metazachlor-, Dimethenamid-P oder Propyzamid-haltigen Herbiziden integriert werden. Die aufgrund der guten Ausfallgetreide-Wirkung mögliche Reduktion der Einsatzintensität von FOP- und DIM-Herbiziden ist hinsichtlich des Resistenzmanagements positiv zu bewerten.</p> 2018-01-25T00:00:00+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://ojs.openagrar.de/index.php/JKA/article/view/8949 BELKAR™ - ein neues Herbizid zur Bekämpfung eines breiten Spektrums von dikotylen Unkräutern in Winterraps im Nachauflauf Herbst 2018-02-28T14:33:58+01:00 Agnes Zotz ojs@julius-kuehn.de Ulrich Bernhard ojs@julius-kuehn.de Jürgen Bonin ojs@julius-kuehn.de <p>Die Anwendung von Vorauflaufherbiziden im Herbst ist das vorrangige Mittel der Wahl bei der Unkrautbekämpfung im Winterraps. Der Ansatz für BELKAR<sup>TM</sup> ist die Verlagerung der Herbizidanwendung vom Vorauflauf in den Nachauflauf im Herbst. BELKAR kombiniert die beiden Wirkstoffe ArylexTM active und Picloram<sup>TM</sup> und enthält damit zwei nicht-ALS Wirkmechanismen. Picloram wird schon seit vielen Jahren erfolgreich im Winterraps eingesetzt, der Wirkstoff Arylex ist ein neuer Wirkstoff aus der Gruppe der Auxinähnlichen Herbizide für die Bekämpfung von wichtigen zweikeimblättrigen Unkräutern. Arylex ist der erste Vertreter der Wirkstoffgruppe der ‘Arylpicolinate‘, einer neuen Gruppe innerhalb der HRAC-Gruppe O. Der wissenschaftliche Name von Arylex ist Halauxifen-methyl‘ (DOW AGROSCIENCES, 2013). BELKAR ist das erste Herbizid in Europa, welches den Wirkstoff Arylex zur Anwendung im Winterraps enthält. Mit einer maximalen Aufwandmenge von 0.5 L/ha werden 4.8 g ae/ha Arylex und 24 g ae/ha Picloram ausgebracht. BELKAR kann sowohl im Rahmen einer Splitting-Anwendung mit 0.25 L/ha ab Kulturstadium BBCH 12-14 oder mit einer einmaligen Anwendung von 0.5 L/ha ab Kulturstadium BBCH 16 ausgebracht werden. BELKAR kontrolliert ein breites Spektrum an wichtigen Unkräutern im Winterraps, einschließlich <em>Capsella bursa-pastoris, Centaurea cyanus, Galium aparine, Papaver rhoeas, Geranium</em> spp., <em>Thlaspi arvense, Matricaria</em> spp. und<em> Descurainia sophia</em>. Mit BELKAR bietet sich dem Anwender in Zukunft ein neues Bekämpfungskonzept zur Unkrautbekämpfung im Nachauflauf im Winterraps. Durch die Tankmischung von BELKAR mit dem Wirkstoff Aminopyralid wird das Wirkungsspektrum auf dikotyle Unkräuter noch erweitert und somit eine wirksame Alternative zur Unkrautkontrolle im Vorauflauf geschaffen.</p> 2018-01-25T00:00:00+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://ojs.openagrar.de/index.php/JKA/article/view/8950 Zwei neue Getreideherbizide mit dem neuen Wirkstoff Arylex™ active: Zypar™ und Pixxaro™ EC gegen verschiedene Storchschnabel-Arten 2018-02-28T14:34:45+01:00 Marcin Dzikowski ojs@julius-kuehn.de Wolfgang Dietrichs ojs@julius-kuehn.de Matthias Donner ojs@julius-kuehn.de Jörg Becker ojs@julius-kuehn.de <p>In den letzten Jahren haben die Storchschnabel-Arten in Deutschland in verschiedenen Kulturen immer mehr an Bedeutung gewonnen. Die Gründe hierfür sind hauptsächlich der Verzicht auf wendende, intensive Bodenbearbeitung sowie eine immer kleinere Auswahl an Herbizidwirkstoffen für die Unkrautbekämpfung. Dow AgroSciences hat in den letzten Jahren zwei neue Getreideherbizide mit dem neuen Wirkstoff Arylex entwickelt: Zypar und Pixxaro EC. Beide sind sehr gut geeignet, verschiedene Storchschnabel-Arten zu bekämpfen. Dow AgroSciences hat in Deutschland Versuche initiert, um die Bekämpfungsleistung beider Produkte gegen Storchschnabel-Arten zu untersuchen und daraus Empfehlungen für die Praxis ableiten zu können. Die Versuche wurden sowohl im Gewächshaus als auch im Feld angelegt und haben gezeigt, dass beide Produkte verschiedene Storchschnabel-Arten sehr gut bekämpfen können. Hinsichtlich der Wirkung gegen unterschiedliche Storchschnabel-Arten hat sich gezeigt, dass der Kleine Storchschnabel (<em>Geranium pussilum</em>) von beiden am besten zu bekämpfen ist, gefolgt vom Schlitzblättrigen Storchschnabel (<em>Geranium dissectum</em>). Am schwierigsten zu bekämpfen scheint Weicher Storchschnabel (<em>Geranium molle</em>) zu sein. Dies zeigt sich besonders bei reduzierten Aufwandmengen oder bei weiter entwickelten Storchschnabel-Pflanzen. Insgesamt zeigen beide Produkte eine sehr gute Wirkung gegen verschiedene Storchschnabel-Arten und stellen daher zukünftig eine interessante Lösung für die Storchschnabel-Bekämpfung im Getreide dar.</p> 2018-01-25T00:00:00+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://ojs.openagrar.de/index.php/JKA/article/view/8951 Flufenacet als interessanter Mischpartner für Viper™ Compact und GF-1546 gegen Ungräser im Herbst 2018-02-28T14:35:41+01:00 Matthias Donner ojs@julius-kuehn.de Marcin Dzikowski ojs@julius-kuehn.de Wolfgang Dietrichs ojs@julius-kuehn.de Jörg Becker ojs@julius-kuehn.de <p>Viper<sup>TM</sup> Compact bestehend aus den drei Wirkstoffen Penoxsulam (15 g/l), Florasulam (3,75 g/l) und Diflufenican (100 g/l) ist ein breit wirksames, im Herbst einzusetzendes Herbizid, zur Bekämpfung von Windhalm, sowie ein- und zweikeimblättrigen Unkräutern in Winterweizen, Wintergerste, Winterroggen und Wintertriticale. Ein weiteres Herbizid ist GF-1546 welches aus der Wirkstoffkombination von Penoxsulam (15 g/l) und Diflufenican (100 g/l) besteht. Penoxsulam und Florasulam gehören der HRAC-Gruppe B (ALSHemmer) an, Diflufenican der HRAC-Gruppe F1. Da viele Windhalmpopulationen ein hohes Resistenzrisiko gegenüber Herbiziden der HRAC-Gruppe B aufweisen, ist es im Rahmen des Resistenzmanagements geboten Herbizide als Mischpartner einzusetzen, welche aus einer weniger resistenzgefährdeten HRAC-Gruppe stammen. Ein praxisüblicher Mischpartner ist hierbei der Wirkstoff Flufenacet aus der HRAC-Gruppe K3. <br>In 2015 wurden in Feldversuchen Mischungen von Viper<sup>TM</sup> Compact (0.5 - 0.75 l/ha) mit Flufenacet (125 - 240 g/ha) getestet. Während Viper<sup>TM</sup> Compact sensitive Gräserpopulationen sicher erfasst, konnten nun durch die Zugabe von Flufenacet auch weniger sensitive <em>Apera spica-venti</em> (APESV) Biotypen erfolgreich bekämpft werden. Desweiteren konnte mit der erhöhten Flufenacet Aufwandmenge von 240 g/ha + Viper<em>TM</em> Compact, Ackerfuchsschwanz erfolgreich bekämpft werden. Insgesamt war die Mischung verträglich in den getesteten Kulturen. Die Tankmischung von Viper<sup>TM</sup> Compact + Flufenacet bietet somit eine hohe Wirksamkeit gegenüber Ungräsern und Unkräutern bei gleichzeitig verringertem Resistenzrisiko gegenüber Ungräsern.</p> 2018-01-25T00:00:00+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://ojs.openagrar.de/index.php/JKA/article/view/8952 KORVETA™ - ein neues Herbizid zur Bekämpfung eines breiten Spektrums dikotyler Unkräuter in Winterraps im Frühjahr 2018-02-28T14:36:18+01:00 Agnes Zotz ojs@julius-kuehn.de Ulrich Bernhard ojs@julius-kuehn.de Jürgen Bonin ojs@julius-kuehn.de <p>KORVETA™ ist ein neues selektives Nachauflaufherbizid in Winterraps zur Anwendung im Frühjahr. KORVETA wird mit einmaliger Anwendung ab Vegetationsbeginn eingesetzt. Korveta kontrolliert ein breites Spektrum an wichtigen Unkräutern in Winterraps, einschließlich Centaurea cyanus, Galium aparine, Matricaria spp., und Papaver rhoeas und weißt eine sehr gute Kulturpflanzenverträglichkeit auf. KORVETA enthält die beiden aktiven Wirkstoffe Arylex (4.8 g ae/L) und Clopyralid (120 g ae/L) und ist als Emulsionskonzentrat (EC) formuliert. Clopyralid wird schon seit vielen Jahren erfolgreich im Winterraps eingesetzt, der Wirkstoff Arylex ist ein neuer Wirkstoff aus der Gruppe der Auxin-ähnlichen Herbizide für die Nachauflauf-Bekämpfung von wichtigen zweikeimblättrigen Unkräutern. Arylex ist der erste Vertreter der Wirkstoffgruppe der ‘Arylpicolinate‘, einer neuen Gruppe innerhalb der HRAC-Gruppe O. Der wissenschaftliche Name von Arylex ist ‚Halauxifen-methyl‘ (Dow AgroSciences, 2013). Mit einer maximalen Aufwandmenge von 1 L/ha werden 4,8 g ae/ha Arylex und 120 g ae/ha Clopyralid ausgebracht. Mit KORVETA bietet sich dem Anwender in Zukunft ein neues Bekämpfungskonzept zur Unkrautbekämpfung im Frühjahr im Winterraps.</p> 2018-01-25T00:00:00+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://ojs.openagrar.de/index.php/JKA/article/view/8955 Von traditioneller Unkrauterfassung zum autonomen Roboter: Entwicklungen und Ergebnisse aus Ungarn 2018-02-28T14:37:14+01:00 Péter Reisinger ojs@julius-kuehn.de István Borsiczky ojs@julius-kuehn.de <p>Seit dem Jahr 2000 entwickeln wir in Ungarn Techniken für die teilflächenspezifische Unkrautbekämpfung. Seit Beginn konzentrierten wir uns aus finanziellen Gründen auf die Erstellung von Unkrautverteilungskarten (Kartentechnik). Die Methode zur Nachauflauf-Unkrautbekämpfung wurde für Winterweizen entwickelt und beginnt mit der Unkrautkartierung und der Datennachbearbeitung von Informationen und endet mit der Erstellung von Applikationskarten mit GIS-Software. <br>In den ersten fünf Jahren haben wir die Methoden zur Unkrautkartierung entwickelt. Nach Experimenten und Berechnungen fanden wir die Lösung in einer ungarischen Methode basierend auf dem Unkrautdeckungsgrad. Dabei wird das Feld in 0,5 Hektar große Quadrate geteilt und der Unkrautdeckungsgrad wird für jedes Quadrat erfasst. Die Informationen sind georeferenziert mit DGPSKoordinaten. Der Verarbeitungsalgorithmus berücksichtigt Deckungsgrade mit Fokussierung auf das Vorkommen von gefährlichen Unkrautarten, wählt die Zellen, in denen eine chemische Unkrautbekämpfung erforderlich ist, sowie die Zellen mit geringem Risiko, in denen auf eine Unkrautbekämpfung verzichtet werden kann. Zu Beginn haben wir eine konventionelle Feldspritze verwendet, die wir später zu einem Twin Tank mit Direkteinspeisung verändert haben. Von 2008 bis 2016 wurde die Technologie auf 1237 Hektar, 38 Feldern auf insgesamt 2459 Parzellen getestet. Wir konnten für die neun Jahres-Intervall eine durchschnittliche Herbizideinsparung von 51 % ermitteln. <br>Die Vorteile des entwickelten Verfahrens sind die Wirtschaftlichkeit und die sichere Unkrauterkennung. Der Nachteil ist der hohe Zeitaufwand durch einen Unkrautexperten, da das gesamte Feld abgedeckt werden muss.<br>Als Weiterentwicklung wurde im Jahr 2016 ein autonomes Fahrzeug zur Unkrauterfassung konstruiert. Dies führt zu einer signifikanten Erhöhung der Bildanzahl. Die verwendete Office-Umgebung verbessert die Genauigkeit der Bildverarbeitung, die Unkrautartenerkennung und die Ermittlung des Deckungsgrades.</p> 2018-01-26T00:00:00+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://ojs.openagrar.de/index.php/JKA/article/view/8956 Teilflächenspezifische Unkrautbekämpfung durch Direkteinspeisung - eine Innovation zur präzisen Applikation im Pflanzenbau 2018-02-28T14:38:00+01:00 Jan-Philip Pohl ojs@julius-kuehn.de Dirk Rautmann ojs@julius-kuehn.de Henning Nordmeyer ojs@julius-kuehn.de Dieter von Hörsten ojs@julius-kuehn.de <p>Oft werden in der Landwirtschaft Tankmischungen mit mehreren Pflanzenschutzmitteln (PSM) eingesetzt, wodurch eine teilflächenspezifische Applikation einzelner PSM unmöglich wird. Bei Direkteinspeisesystemen ist dagegen ein teilflächenspezifischer Einsatz möglich, da PSM und Wasser aus getrennten Behältern in Echtzeit dosiert und erst kurz vor der Anwendung vermischt werden, ohne Restmengen zu verursachen. Die technische Umsetzung in praxistaugliche Geräte, welche allen Anforderungen an Dosierung, Reaktionszeit und Reinigung/Restmengen gerecht werden, soll mit einem Feldspritzgerät mit Direkteinspeisung erfüllt werden. Hierzu wurde ein Feldspritzgerät mit Direkteinspeisung entwickelt und in Praxistests eingesetzt. Ziel der Versuche war die Zuverlässigkeit des Systems und die Auswirkungen der ortsspezifischen Applikation unter Feldbedingungen zu bewerten. Hierfür wurde das System intensiv geprüft, wobei die Optimierung der Handhabung und der Elektronik sowie die Erprobung im praktischen Betrieb eine hohe Bedeutung hatten. Die Ergebnisse zeigen, dass ein praxisgerechtes System zur verzögerungsfreien Direkteinspeisung realisiert werden kann und eine teilflächenspezifische Anwendung verschiedener Pflanzenschutzmittel möglich ist.</p> 2018-01-26T00:00:00+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://ojs.openagrar.de/index.php/JKA/article/view/8960 Räumlich hochauflösende Unkrauterkennung mittels Flugroboter und merkmalsextrahierender Bildverarbeitung 2018-02-28T14:38:51+01:00 Michael Pflanz ojs@julius-kuehn.de Michael Schirrmann ojs@julius-kuehn.de Henning Nordmeyer ojs@julius-kuehn.de <p>Für ein teilflächenspezifisches Unkrautmanagement sind Informationen über die Anzahl und die Verteilung verschiedener Unkrautarten auf einer Flächeneinheit erforderlich. Ist diese Voraussetzung erfüllt, kann die Applikation von Herbiziden hinsichtlich Aufwandmenge und Herbizidwahl an räumlich variable Unkrautsituationen landwirtschaftlicher Flächen angepasst werden. Neben einer online-Erfassung am Traktor oder Feldspritze werden künftig autonom fliegende Sensorplattformen eingesetzt, deren hochauflösende Luftbildaufnahmen Basis sind für die Generierung von artspezifischen Unkrautkarten. Damit würden ausreichend Informationen zur Verfügung stehen, um Aufwandmengen für Pflanzenschutzmittel bereits vor der Applikation exakt zu ermitteln und Restmengen zu reduzieren.<br>Für die Unkrauterkennung selbst werden zunehmend Methoden des maschinellen Lernens adaptiert, die eine objektbasierte Klassifikation anhand eindeutiger Merkmale vieler Unkrautarten weiter voranbringt. Während spektral-optische Klassifikatoren bereits intensiv genutzt werden, um variable Nährstoff- und Wasserdefizite räumlich auflösen, hat die objektbasierte Klassifikation für eine artspezifische Unterscheidung von Leitunkräutern ihr volles Potential bisher noch nicht erreicht.<br>In der vorliegenden Studie wurde ein neuer Ansatz objekt-basierter Unkrauterkennung getestet. Die Klassifikation unterschiedlicher Pflanzenarten erfolgte mit dem Bag-of-visual-Word (BoVW) Ansatz auf der Basis hochauflösender Luftbildaufnahmen von autonomen Luftfahrtzeugen (UAV). BoVW ist ein objektbasierter Klassifizierer der bereits seit einiger Zeit in der landwirtschaftlichen Forschung diskutiert wird. <br>Die Ergebnisse zeigen, dass der BoVW-Ansatz eine artspezifische Unterscheidung zwischen <em>Matricaria recutita</em> L. und <em>Papaver rhoeas</em> L. mit guter Erkennungsleistung ermöglicht, wenn parallel eine objekt-basierte Klassifizierung der Kulturpflanzen (<em>Triticum aestivum</em> L.) und Boden erfolgt. Für die Erstellung praxisrelevanter Unkrautkarten als Basis für eine künftige teilflächenspezifische Herbizidapplikation müssen noch weitere Unkrautarten in den Klassifikator integriert werden. Hierzu erfolgen derzeit weitere Untersuchungen.</p> 2018-01-29T00:00:00+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://ojs.openagrar.de/index.php/JKA/article/view/8961 Präzises Striegeln mit justierbarerem Kamerazinkenstriegel 2018-02-28T14:39:38+01:00 Gerassimos Peteinatos ojs@julius-kuehn.de Fiona Gierer ojs@julius-kuehn.de Roland Gerhards ojs@julius-kuehn.de <p>In dieser Studie wird ein justierbarer Kamerastriegel vorgestellt und getestet. Während des Striegelns kann die Intensität automatisch an die ortsspezifische Verunkrautung angepasst werden. Hierbei wurden die drei Striegeleinstellungen leicht (20 %), mittel (40 %) und stark (60 %) getestet. Vor der Überfahrt mit dem Kamerastriegel wurden in jedem Plot die Unkrautdichte und -zusammensetzung erhoben. Diese Informationen dienten einem Decision Support System, basierend auf Fuzzylogic, zur Anpassung des Einstellwinkels der Striegelzinken. Somit konnten Bereiche mit großer Unkraut- und Getreidedichte aggressiver gestriegelt werden als Bereiche mit geringer Biomasse.<br>Die Handhabung und Effektivität des Systems zur Unkrautregulierung wurde in Sommergerste auf einem Feld an der Universität Hohenheim getestet. Hierzu wurde in einer Variante die maximale Striegelintensität (60 %), wie sie bei nicht automatisch justierbaren Maschinen angewandt wird getestet. Diese wurde verglichen mit der automatischen Striegeleinstellung, welche durch das Decision Support System vorgenommen wurde. Zusätzlich wurden eine unbehandelte Kontroll- und eine Herbizidvariante angelegt. Die Bonituren zur Erfassung der Verunkrautung und Biomasse erfolgten vor und nach der Behandlung, um die Wirksamkeit der verschiedenen Verfahren zu ermitteln. Das automatische System erwies sich als praxistauglich und lieferte vergleichbare Ergebnisse wie der fest voreingestellte Striegel, obwohl mit geringerer Intensität gestriegelt wurde. Zweikeimblättrige Unkräuter wurden mit dem automatischen Kamerastriegel ebenso gut behandelt, wie in der Herbizidvariante.</p> 2018-01-29T00:00:00+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://ojs.openagrar.de/index.php/JKA/article/view/8962 Begünstigt die teilfächenspezifische Unkrautbekämpfung die Entwicklung von Resistenzen? 2018-02-28T14:41:20+01:00 Otto Richter ojs@julius-kuehn.de Roland Beffa ojs@julius-kuehn.de Dirk Langemann ojs@julius-kuehn.de <p>Teilflächenspezifische Unkrautbekämpfung ist eine Methode für eine umweltschonende Landwirtschaft. Es ist jedoch unklar, wie diese Methode die Entwicklung von Herbizidresistenzen beeinflusst. Zur Untersuchung dieser Fragestellung wurde das von SANDT et al. (2008) für die Simulation der teilfächenspezifischen Unkrautbekämpfung entwickelte Modell durch die Hinzunahme resistenter Biotypen und ihrer genetischen Interaktion erweitert. Das Modell ermöglicht die Simulation der Entwicklung resistenter Biotypen in Abhängigkeit von der Schadschwelle, Aufwandmengen, Fruchtfolgen und der Anfangsverteilung resistenter Biotypen in der Population. Es werden Beispiele gezeigt für eine polygene Vererbung von metabolischer Resistenz unter Beteiligung von 3 Loci und damit 27 Biotypen. Erste Simulationsergebnissse deuten darauf hin, dass teilflächenspezifische Unkrautbekämpfung die Entwicklung resistenter Biotypen verzögern kann.</p> 2018-01-29T00:00:00+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://ojs.openagrar.de/index.php/JKA/article/view/8965 Bekämpfung und Entwicklung ausdauernder Rasenunkräuter 2018-02-28T14:42:07+01:00 Hans-Peter Söchting ojs@julius-kuehn.de Peter Zwerger ojs@julius-kuehn.de <p>In einem Freilandversuch wurden die Bekämpfung und die Entwicklung ausdauernder Rasenunkräuter (ohne Rasengräser) modelhaft untersucht. Dazu wurden zehn Arten (<em>Achillea millefolium, Bellis perennis, Glechoma hederacea, Medicago lupulina, Ornithopus perpusillus, Plantago major, Prunella vulgaris, Ranunculus repens, Taraxacum officinale</em> und <em>Trifolium repens</em>) verwendet, deren Auswahl sich nach Stetigkeitsnennung in der Literatur und tatsächlichem Auftreten auf versuchsnahen Rasenflächen richtete.<br>Es wurden vier Herbizid-Varianten mit und ohne N-Düngung geprüft. Erfasst wurden neben der Überdauerung Wuchsparameter wie Pflanzendurchmesser und -höhe sowie der Blühzeitpunkt.<br>In den mit Herbiziden behandelten Varianten konnten die meisten Unkrautarten gut bekämpft werden. Schwierig niederzuhalten waren <em>Glechoma hederacea, Taraxacum officinale</em> und <em>Prunella vulgaris</em>. In den Varianten ohne Herbizidbehandlung waren im Folgejahr nach der Pflanzung <em>Bellis perennis</em> und <em>Ornithopus perpusillus</em> nicht mehr vorhanden. Bei den anderen Arten traten kaum Pflanzenverluste auf. Obwohl die gewonnenen Versuchsergebnisse aufgrund der Versuchsanstellung nur bedingt auf die Praxis zu übertragen sind, ließen sich dennoch grundlegende Erkenntnisse zur Bekämpfung von ausdauernden Rasenunkräutern gewinnen.</p> 2018-02-01T00:00:00+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://ojs.openagrar.de/index.php/JKA/article/view/8966 Pyrrolizidinalkaloid-haltige Beikräuter in Arznei- und Gewürzpflanzenkulturen - Verbreitung und Gefahr der Kontamination von Ernteprodukten in Deutschland 2018-02-28T14:42:48+01:00 Jens Nitzsche ojs@julius-kuehn.de Andreas Plescher ojs@julius-kuehn.de Susanne Wahl ojs@julius-kuehn.de <p>Im Rahmen eines vom BMEL und der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) geförderten Kooperationsvorhabens wurden in den Vegetationsperioden von 2015 bis 2017 die Beikrautfloren von sechs bedeutenden Kräuterarten erfasst. Kriterien für die Auswahl der Kulturpflanzen waren die Größe der Anbaufläche sowie die Häufigkeit von Pyrrolizidinalkaloid (PA)-Kontaminationen in der Vergangenheit. Als Ergebnis zeigte sich, dass für die PA-Kontaminationen in Deutschland nur wenige Arten verantwortlich sind. Neun der 164 aufgetretenen Ackerkräuter sind als PA-Pflanzen bekannt. Im Vordergrund stehen die Gattungen <em>Senecio</em> und <em>Myosotis</em>, die zur Familie der Korbblütler- und Rauhblattgewächse gehören. Wichtigstes Beikraut ist sowohl nach Stetigkeit als auch nach Gesamtgehalt an PA <em>Senecio vulgaris</em>. <br>Die Untersuchung der Schläge ergab, dass die Verteilung und die Dichte der betreffenden Arten wie zu erwarten stark von den Kulturbedingungen und den standörtlichen Gegebenheiten abhängen. So sind offenere oder niedrigere Pflanzungen deutlich anfälliger als dicht geschlossene Kulturen.<br>Weitere Informationen zur Identifikation und Bekämpfung der PA-Pflanzen werden in einer Datenbank zusammengetragen, anonymisiert und Behörden, mitfinanzierenden Unternehmen und Verbänden zugänglich gemacht.</p> 2018-02-01T00:00:00+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://ojs.openagrar.de/index.php/JKA/article/view/8967 Basistemperatur der Keimung und relative Wachstumsrate von 13 Unkrautarten im Vergleich der Samen aus zwei mitteleuropäischen Herkünften 2018-02-28T14:43:33+01:00 Jana Bürger ojs@julius-kuehn.de Natalie Colbach ojs@julius-kuehn.de <p>Es wurden zwei Experimente durchgeführt, um die Validität von Modellparametern eines Unkraut-Simulationsmodells für norddeutsche Bedingungen zu testen. Es umfasst zurzeit Parameter zum Lebenszyklus von 25 annuellen Unkräutern, die entweder durch Experimente in der Region Burgund erhoben oder aus der Literatur entnommen wurden. Solche Parameter können sich in Populationen verschiedener geographischer Herkunft erheblich unterscheiden.<br>Im Experiment zur Basistemperatur für die Keimung wurden norddeutsche Samen von zehn Arten untersucht. Die meisten von Ihnen wiesen Basistemperaturen auf, die ca.1.5-2.7 °C höher lagen, als die Basistemperaturen der französischen Experimente. Das Experiment zur Relativen Wachstumsrate mit 19 Arten zeigte für die meisten Arten ähnliche Werte in französischen und deutschen Populationen.<br>Für eine Nutzung des Modells in Norddeutschland sollten die Basistemperaturen angepasst werden. Wachstumsraten können beibehalten werden, wobei für einen kleinen Teil an Arten zu klären ist, ob Unterschiede durch saisonale Verschiebungen bei Samenernte und Experiment zu erklären sind.</p> 2018-02-01T00:00:00+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://ojs.openagrar.de/index.php/JKA/article/view/8968 Samenpotential und Auflaufdynamik von Abutilon theophrasti in Folgefrüchten 2018-02-28T14:44:17+01:00 Maria Scheliga ojs@julius-kuehn.de Jan Petersen ojs@julius-kuehn.de <p><em>Abutilon theophrasti</em> (Medik.) stammt ursprünglich aus China oder Indien und ist in Deutschland vor allem als Unkraut auf Rübenäckern bekannt. Durch die gestiegene Nachfrage nach nachwachsenden Rohstoffen könnte <em>A. theophrasti</em> als Faserpflanze in Deutschland vor allem für die Automobilindustrie von Interesse sein. Die Möglichkeiten und das Potential des Anbaus von <em>A. theophrasti</em> in Deutschland werden derzeit noch untersucht. Allerdings könnte die hohe Produktion persistenter Samen ein Problem beim Anbau von <em>A. theophrasti</em> darstellen. Das Auflaufen der Samen in der folgenden Vegetationsperiode kann zu Ertragseinbußen der Folgefrucht führen.<br>Um das Samenpotential im Boden und die Auflaufdynamik von <em>A. theophrasti</em> genauer zu untersuchen und zu quantifizieren, wurden im Jahr 2015 und 2016 Feldversuche angelegt, bei denen nach <em>A. theophrasti</em> Winterweizen (<em>Triticum aestivum</em>) und Sorghum-Hirse (<em>Sorghum bicolor</em>) angebaut wurden, 2017 folgte Mais (<em>Zea mays</em>).<br>Das Samenpotentials im Boden und die Anzahl auflaufender Pflanzen wurde kontinuierlich bonitiert. Nach der Ernte von <em>A. theophrasti</em> wurde ein Samenvorrat von über 10.000 Samen m<sup>-2</sup> im Jahr 2015 und 6.000 Samen m<em>-2</em> im Jahr 2016 ermittelt. Innerhalb von 2 Jahren nach dem Anbau von <em>Abutilon theophrasti</em> und anschließendem Winterweizen wird die Anzahl der Samen im Boden um 77 bis 82 % verringert. Allerdings waren noch immer 1.973 bis 3.096 Samen m<sup>-2</sup> im Boden. Die Dynamik der Keimung zeigte, dass die Mehrheit der Samen im Boden nur vor der Aussaat von Sorghum und nach der Ernte von Sorghum oder Winterweizen auflaufen. Im Vergleich von <em>A. theophrasti</em> zu <em>Camelina sativa</em> als Vorfrucht zeigten sich keine signifikanten Unterschiede im Ertrag von Sorghum oder Winterweizen.</p> 2018-02-01T00:00:00+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://ojs.openagrar.de/index.php/JKA/article/view/8969 Echinochloa kompensiert Keimlingsverluste durch erhöhte Biomasseproduktion 2018-02-28T14:45:12+01:00 Christian Selig ojs@julius-kuehn.de Friederike de Mol ojs@julius-kuehn.de Bärbel Gerowitt ojs@julius-kuehn.de <p>Im Maisanbau ist die Hühnerhirse <em>Echinochloa crus-galli</em> (L.) P.Beauv. ein weit verbreitetes Ungras. Herbizidbehandlungen im Keimlingsstadium sind eine übliche Strategie des Unkrautmanagements. In der vorliegenden Studie wurde untersucht, ob i) <em>E. crus-galli</em> Variationen der Pflanzendichte über eine höhere Biomasse der Einzelpflanze ausgleichen kann, ii) welchen Einfluss frühe und späte Auflaufzeiträume auf die Biomasseentwicklung der Pflanzen haben, iii) welchen Einfluss Samenprädatoren auf die produzierte Biomasse haben. <br>Im Sommer 2014 wurden Samen der Hühnerhirse in vier Dichtestufen auf drei Maisfeldern ausgesät. Die Hälfte der Versuchsparzellen wurde mit Plastikrahmen vor Samenprädatoren geschützt. In der Vegetationsperiode 2015 sind keimende Hirsen nach Auflaufzeitraum markiert worden. Im Herbst 2015 lagen sechs Kohorten vor. Samenbildende Pflanzen dieser Kohorten wurden geerntet und die durchschnittliche Biomasse pro Pflanze bestimmt.<br>Weniger Pflanzen führten kaum zu einer Verringerung der Biomasse pro Fläche. Mit einem linearen gemischten Modell wurde gezeigt, dass niedrige Pflanzendichten durch eine erhöhte Biomasse der Einzelpflanze ausgeglichen wurden. Höhere Aussaatdichten und späte Auflaufzeiträume verringerten die maximal erreichbare Biomasse pro Einzelpflanze, veränderten aber nicht den unterkompensierenden Verlauf der Biomasse in Bezug zur Pflanzendichte. Der Verlust von Samen durch samenfressende Tiere führte zu einer leichten Erhöhung der Biomasse der Einzelpflanzen. <br>Die Ergebnisse sprechen für ein arttypisches Muster, dass in Managementstrategien beachtet werden sollte.</p> <p>&nbsp;</p> 2018-02-01T00:00:00+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://ojs.openagrar.de/index.php/JKA/article/view/8970 Erfassung und Management invasiver Neophyten auf landwirtschaftlichen Nutzflächen zur Sicherung der Produktionsbedingungen 2018-02-28T14:45:58+01:00 Matthias Haase ojs@julius-kuehn.de Antje Birger ojs@julius-kuehn.de Jens Birger ojs@julius-kuehn.de Phillip Martini ojs@julius-kuehn.de Elke Schenke ojs@julius-kuehn.de Katrin Schneider ojs@julius-kuehn.de Ulrike Sölter ojs@julius-kuehn.de Florian Thürkow ojs@julius-kuehn.de Arnd Verschwele ojs@julius-kuehn.de <p>Die Ausbreitung invasiver Neophyten auf landwirtschaftlichen Nutzflächen nimmt zu und gefährdet in Einzelfällen bereits die Produktivität. Ziel des Projektes ist die Bereitstellung von Handlungsempfehlungen für eine effektive Kontrolle von invasiven Neophyten in der Landwirtschaft. Dazu sollen für 9, landwirtschaftlich relevante, invasive Neophyten, Methoden und Algorithmen zur Erfassung mittels Fernerkundung entwickelt und erprobt werden. Gleichzeitig werden integrierte Verfahren zur Regulierung erarbeitet, getestet und abschließend in Handlungsempfehlungen zusammengefasst, um diese Arten auf Ackerflächen und Grünland im Rahmen der landwirtschaftlichen Nutzung zu kontrollieren. In einem interaktiven Web-Portal werden Informationen zu den untersuchten Arten sowie die Projektergebnisse während der Projektlaufzeit (2016-2019) zusammengeführt und den potenziellen Nutzern (z. B. Beratern und Landwirten) zur Verfügung gestellt.</p> 2018-02-01T00:00:00+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://ojs.openagrar.de/index.php/JKA/article/view/8971 Keimung, Auflaufen und Pyrrolizidinalkaloid-Gehalte von Gemeinem Kreuzkraut (<i>Senecio vulgaris</i>) 2018-02-28T14:47:06+01:00 Sabine Gruber ojs@julius-kuehn.de Pia Stoll ojs@julius-kuehn.de Sabine Zikeli ojs@julius-kuehn.de <p>Die Aufnahme von Gemeinem Kreuzkraut (<em>Senecio vulgaris</em>) über Lebensmittel kann wegen des Gehalts an Pyrrolizidinalkaloiden (PA) zu gesundheitlichen Schäden führen. Daher werden pflanzenbauliche Ansätze gesucht, um Beimischungen mit S. vulgaris zu vermindern. In Klimaschränken wurde der Einfluss von Temperatur und Lichtverhältnissen sowie einer vorgeschalteten Einwirkung von Frost oder Trockenstress auf das Keimvermögen von<em> S. vulgaris</em> geprüft. Weiterhin wurden im Sommer 2016 vier Sätze von <em>S. vulgaris</em> auf der Versuchsstation Kleinhohenheim, Stuttgart, ausgesät, um den PA-Gehalt in den verschiedenen Pflanzenteilen und zu verschiedenen Jahreszeiten zu analysieren. Bei Licht und ohne Vorbehandlung keimten die Samen bei 5 °C, 10 °C und 20 °C zu 84 bis 87 %, im Dunkeln lagen die Werte etwas darunter. Eine Vorbehandlung mit Frost führte bei anschließender Keimtemperatur von 5 °C zu signifikant mehr ungekeimten, intakten Samen (75 %) gegenüber der Kontrolle (20 %) oder der Variante mit Trockenstress (8 %). Die Blüte von <em>S. vulgaris</em> enthielten bis zu 7600 mg PA/kg in der luftgetrockneten Biomasse und damit signifikant höhere PA-Summengehalte (Σ Retrorsin, Senecionin, Seneciphyllin, Senecivernin sowie deren korrespondierende N-Oxide) als Stängel und Blätter. Mit späterer Saatzeit stieg der Gehalt an PA in Blättern signifikant. PA-Gehalte in Nutzpflanzen durch Kontamination mit S. vulgaris könnten effektiv reduziert werden, wenn keine Blüten in das Erntegut gelangten. Niedrige Temperaturen und Frost scheinen die unerwünschte Samenüberdauerung von <em>S. vulgaris</em> zu fördern. Unter diesem Gesichtspunkt sind Blütenbildung und Aussamen gegen Ende der Vegetationsperiode besonders kritisch. Späte Ernteschnitte von Heil- und Gewürzpflanzen oder Schnittsalaten sind zu vermeiden, um Blüten- und Samenbildung von<em> S. vulgaris</em> kurz vor dem Winter einzuschränken, und um Beimischungen mit saisonal erhöhten PA-Gehalten zu verhindern.</p> 2018-02-01T00:00:00+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://ojs.openagrar.de/index.php/JKA/article/view/8972 Einfluss von Fruchtfolge, Herbiziden und Stickstoffdüngung auf den Auflauf von <i>Vicia</i> spp. 2018-02-28T14:47:57+01:00 Jürgen Schwarz ojs@julius-kuehn.de <p>In einem Langzeitversuch des Julius Kühn-Instituts wird seit 1998 der Einfluss von Fruchtfolge, Düngung und Pflanzenschutz auf dem Versuchsfeld Dahnsdorf untersucht. Dahnsdorf befindet sich in Brandenburg, rund 50 km von Berlin entfernt. Dieser Dauerfeldversuch besteht aus 2 Fruchtfolgen (A): Erbse – Wintergerste – Winterroggen - Weißklee (einige Jahre Brache) – Wintergerste – Winterroggen und (B) Winterroggen im Daueranbau. In beiden Fruchtfolgen werden die folgenden Varianten getestet: <br>1) kein Pflanzenschutz – keine Düngung, <br>2) keine Düngung – Pflanzenschutz, <br>3) Düngung – kein Pflanzenschutz und <br>4) Düngung und Pflanzenschutz. <br>Der Unkrautauflauf wird im Herbst oder Frühjahr vor der Herbizidbehandlung nach Art und Anzahl gezählt. Der Einfluss der Fruchtfolge auf den Unkrautauflauf ist am stärksten für Variante 1) und nimmt beim Einsatz von Düngungen und Pflanzenschutz ab. Die Fruchtfolge (A) hat generell einen geringeren Besatz mit <em>Vicia</em> spp., die Fruchtfolge (B) fördert hingegen <em>Vicia</em> spp.. Die Anzahl der aufgelaufenen <em>Vicia</em> spp. Pflanzen war über die Jahre hinweg sehr unterschiedlich. Die Anzahl reichte von 0 bis 144,8 Pflanzen/ m² in der Fruchtfolge (B) und der Variante 1).</p> 2018-02-02T00:00:00+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://ojs.openagrar.de/index.php/JKA/article/view/8973 Die allelopathische Wirkung von <i>Abutilon theophrasti, Asclepias syriaca</i> und <i>Panicum ruderale</i> auf Mais 2018-02-28T14:48:53+01:00 Erzsébet Nádasy ojs@julius-kuehn.de György Pásztor ojs@julius-kuehn.de Imre Béres ojs@julius-kuehn.de Gábor Szilágyi ojs@julius-kuehn.de <p><em>Abutilon theophrasti, Asclepias syriaca</em> und <em>Panicum ruderale</em> sind in Ungarn sehr wichtige invasive Unkräuter. Sie können ernste Schäden verursachen, da diese über eine gute Konkurrenzfähigkeit verfügen. Das Ziel unseres Experiments ist es, die allelopathische Wirkung der Wurzel- und Triebtinkturen auf die Keimung des Maises und das Wachstum der Keimpflanzen zu untersuchen. Das sogenannte „Bioassay-Experiment“ wurde im Jahre 2015 im Laboratorium durchgeführt. Die Tinkturen wurden aus lufttrockenen und gemahlenen Wurzeln und Trieben mit Wasser mit einer Konzentration von 2,5, 5 und 7 % angefertigt. Die Maiskörner (Sorte Cornelius) wurden in eine Petrischale gegeben, dann wurden sie mit 15 ml Tinktur behandelt und bei 20 °C in Dunkel-Thermostate gelegt. Am 7. Tag wurde das Keimungsprozent festgestellt, sowie die Länge und die Masse der primären Wurzel und des primären Triebs wurden gemessen. Die statistische Analyse wurde durch eine Varianzanalyse auf einem Faktor durchgeführt. Die Trieb- und Wurzeltinkturen von <em>Abutilon theophrasti</em> reduzierten die Keimung sowie das Wachstum der primären Wurzel und des primären Triebes, abnehmende Länge und Masse wurden gemessen. Die Tinkturen von <em>Asclepias syriaca</em> ergaben die gleiche Wirkung. Diese Behandlungen reduzierten die Keimung und das Wachstum der Mais-Keimpflanzen. Die Triebtinktur von <em>Panicum ruderale</em> führte zu kürzeren Trieben und einer geringeren der Triebmasse, darüber hinaus hemmte sie die Keimung des Maises. Die Wurzeltinkturen reduzierten die Länge und Masse des Triebes sowie die Keimung, jedoch übten sie auf die Wurzelentwicklung keinen signifikanten Einfluss aus. Es wurde festgestellt, dass die allelopathische Wirkung von <em>A. theophrasti</em> und <em>A. syriaca</em> stärker war als die von<em> P. ruderale</em>. In Verbindung mit der Allelopathie von <em>A. theophrasti</em> und <em>A. syriaca</em> berichten auch andere Veröffentlichungen über signifikante Ergebnisse. Vorzugsweise hinderten die Wurzeltinkturen das frühe Wachstum von Mais. Mit höherer Konzentration der Tinkturen verstärkte sich auch die allelopathische Wirkung.</p> 2018-02-02T00:00:00+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://ojs.openagrar.de/index.php/JKA/article/view/8974 Untersuchung zur allelopathischen Wirkung von <i>Amaranthus retroflexus</i> L., <i>Datura stramonium</i> L. und <i>Panicum miliaceum</i> L. auf die Keimung von Mais 2018-02-28T14:49:39+01:00 Rita Szabó ojs@julius-kuehn.de Erzsébet Nádasy ojs@julius-kuehn.de György Pásztor ojs@julius-kuehn.de <p>Der Pflanzenextrakt von <em>Amaranthus retroflexus</em> zeigte eine hemmende Wirkung auf die Entwicklung der Kotyledonen und Wurzeln von Mais in Petrischalen-Versuchen. In Topfversuchen reduzierten die Trockenpflanzenreste von Amaranthus die Keimung von Mais weitestgehend. Auch zeigte sich ein negativer Effekt auf Sprosslänge und -gewicht, während ein positiver Effekt auf die Wurzellänge und -gewicht deutlich wurde.<br>Eine 2,5 %ige Konzentration von<em> Datura-stramonium</em>-Pflanzenextrakten zeigte eine stimulierende Wirkung, aber die 5 %- und 7,5 %igen Extrakte hemmten die Spross- und Wurzelentwicklung von keimendem Mais. Trotz 60 %iger Keimungsrate zeigte die Einarbeitung von trockenen Pflanzenresten in den Boden keine signifikanten Auswirkungen auf die Sprossentwicklung, aber es wurde eine stimulierende Wirkung auf die Wurzelentwicklung beobachtet. Das Trockengewicht der Wurzeln überschritt jedoch die Kontrollwerte nur bei einer Konzentration von 7,5 %.<br>Der Pflanzenextrakt von <em>Panicum miliaceum</em> wirkte stimulierend auf die Spross- und Wurzelentwicklung von Mais. Die trockenen Pflanzenteile im Boden der Töpfe behinderten die Keimung von Mais, aber signifikante Effekte auf die Trieb- und Wurzellängen konnten nicht nachgewiesen werden. Bei der Konzentration von 7,5 % war das Trockengewicht der Triebe höher als die Kontrollwerte, aber alle anderen Boden-Pflanzenteil-Raten hatten niedrigere Werte.</p> 2018-02-02T00:00:00+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://ojs.openagrar.de/index.php/JKA/article/view/8975 Die Bedeutung von <i>Panicum miliaceum</i> in der viralen Epidemiologie von Getreide 2018-02-28T14:51:28+01:00 György Pásztor ojs@julius-kuehn.de Erzsébet Nádasy ojs@julius-kuehn.de András Takács ojs@julius-kuehn.de <p>Die Echte Hirse (<em>Panicum miliaceum</em> L.) ist ein häufigeres Unkraut in Ungarn, das man meistens auf Maisfeldern findet, aber auch immer häufiger in anderen Kulturpflanzen wie Kartoffel, Weizen und anderem Getreide. Es kann sich wegen fehlender Dormanz weiter ausbreiten. Dieses Unkraut ist als Gras relativ nah mit Weizen verwandt, so dass es Ziel des Experiments war, zu untersuchen, welche Weizenviren Panicum miliaceum infizieren können.<br>Fünfundvierzig Hirse-Blattproben wurden 2014 und 2015 auf Feldern in der Nähe von Keszthely (Kreis Zala) und 35 Blattproben im Jahr 2016 auch in der Nähe von Keszthely gesammelt. Die Proben wurden sofort eingefroren und bei -20°C gelagert. Die serologische Methode DAS ELISA wurde verwendet, um Weizenviren an den Blättern zu bestimmen.<br>Unter den 80 gesammelten Blattproben gab es 27 positive Ergebnisse. Eine einfache Virusinfektion wurde in 20 Proben gefunden. 10-mal Weizenstreifen-Mosaikvirus (WSMV), 7-mal Weizenzwergvirus (WDV), 6-mal Gerste-Streifen-Mosaikvirus (BSMV), 5-mal Gerste-Gelb-Zwergvirus (BYDV) und 1-mal Brom-Streifen- Mosaikvirus (BStMV) wurde nachgewiesen. Brom-Mosaikvirus (BMV) wurde in 4 Proben nachgewiesen. Komplexe Infektionen wurden in 5 Proben festgestellt: In 3 Proben wurden WDV und WSMV, in einer WDV, WSMV und BYDV sowie in einer BMV-, WDV- und BYDV-Komplexinfektion identifiziert. Nach der ersten Untersuchung wurden weitere Proben gesammelt, um die Untersuchung fortzusetzen. Diese Ergebnisse zeigen, dass Hirse als Unkraut eine wichtige Rolle bei der Ausbreitung von Getreidevirusarten spielen kann.</p> 2018-02-02T00:00:00+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://ojs.openagrar.de/index.php/JKA/article/view/8976 Ertragsverluste durch Erdmandelgras (<i>Cyperus esculentus</i>) in Feld- und Gemüsekulturen in der Schweiz 2018-02-28T14:51:55+01:00 René Total ojs@julius-kuehn.de Lutz Collet ojs@julius-kuehn.de Jonathan Heyer ojs@julius-kuehn.de Martina Keller ojs@julius-kuehn.de <p><em>Cyperus esculentus</em> ist zu einem Problemunkraut in der Schweiz geworden. Trotz Sensibilisierungsanstrengungen werden die drohenden Ertragsverluste von noch nicht betroffenen Landwirten oft unterschätzt. Dementsprechend wird den Auswirkungen eines Erdmandelgrasbefalls zu wenig Beachtung geschenkt und Eindämmungs- und Bekämpfungsmaßnahmen werden oft nur zögerlich ergriffen.<br>Ertragsverlustzahlen aus dem Ausland sind breit verfügbar. Diese Zahlen erwiesen sich aber nur als bedingt hilfreich, um Schweizer Landwirte zu sensibilisieren. Die Übertragbarkeit auf Schweizer Anbausysteme wurde bezweifelt. Um diese Datenlücke zu schließen, wurden entsprechende Ertragsdaten für verschiedene Kulturen auf Schweizer Praxisflächen erhoben (2013-2016). <br>Erträge mit und ohne Besatz von <em>C. esculentus</em> wurden erhoben und dessen Deckungsgrad geschätzt. Auf den Flächen war eine praxisübliche, chemische Unkrautbekämpfung erfolgt. Für Zuckerrüben und Kartoffeln betrugen die Ertragsverluste durchschnittlich 67 % und 34 %, bei einer <em>Cyperus</em>-Bedeckung von 68 % respektive 44 %. Bei einem hohen Besatz (80-100 % Deckungsgrad) betrugen die Ertragsverluste in Lauch, Zwiebeln und Rosenkohl 86 %, 90 % and 93 %. In Karotten führte ein starker Befall zu einer Ertragsreduktion von 61 %. Bei so hohen Dichten war auch die Qualität des Ernteguts beeinträchtigt.<br>Die Ergebnisse sollen dazu dienen, Schweizer Landwirte weiter zu sensibilisieren. Die Ergebnisse werden zudem Forschungsinstituten bzw. landwirtschaftlichen Beratungsinstitutionen in anderen Ländern zur Verfügung gestellt, die mit der gleichen Problematik konfrontiert sind.</p> 2018-02-02T00:00:00+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://ojs.openagrar.de/index.php/JKA/article/view/8977 Keimverhalten und Bekämpfung tropanalkaloidhaltiger Unkräuter 2018-02-28T14:52:40+01:00 Hans-Peter Söchting ojs@julius-kuehn.de Saskia Pfundheller ojs@julius-kuehn.de <p>Tropanalkaloidhaltige Unkräuter können bei diversen Kulturen zur Verunreinigung des Erntegutes führen und sollten nicht geduldet werden. Um Erfahrungen mit diesen Unkrautarten zu sammeln wurden am JKI in Braunschweig im Frühjahr 2017 Untersuchungen zur Keimungsbiologie und Bekämpfung einiger tropanalkaloidhaltiger Arten durchgeführt. Das für die Versuche verwendete Saatgut stammte aus eigener Vermehrung aus dem Jahr 2016. Es wurde das Keimverhalten der Arten <em>Datura stramonium, Datura innoxia, Datura ferox, Hyoscyamus niger</em> und <em>Hyoscyamus albus</em> bei 15°C/10°C, 20°C/10°C und 25/10°C mit 14 Stunden Tageslicht und 10 Stunden Dunkelheit geprüft. Dazu wurden alle 3-4 Tage die gekeimten Samen gezählt und aussortiert. Der Auflauf der Arten war extrem unterschiedlich wobei einheitlich von allen Arten die höchste Temperaturstufe bevorzugt wurde. <em>Hyoscyamus niger</em> und <em>Datura ferox</em> verfügen vermutlich über eine ausgeprägte Dormanz, da bei diesen Arten nur ein Auflauf von wenigen Pflanzen aus dem frischen Saatgut beobachtet werden konnte.<br>Neben der Keimung wurden in einem Biotest die Bekämpfungsmöglichkeiten der Arten <em>Datura stramonium</em> und <em>Hyoscyamus albus</em> mit verschiedenen in Mais zugelassenen Herbiziden geprüft. Die Unkrautarten wurden im Keimblatt-, 2-Blatt- und 4-6-Blattstadium mit der jeweils höchsten zugelassenen Aufwandmenge der Herbizide behandelt. Es zeigte sich, dass sich die im Keimblatt befindlichen Pflanzen mit den Herbiziden aus den Wirkgruppen der Photosynthesehemmer, Wuchsstoffe, Zellteilungshemmer und ALS-Hemmer ausreichend bis gut bekämpfen ließen. Größere <em>Datura</em>- und <em>Hyoscyamus</em>-Pflanzen waren dagegen fast nicht mehr mit den verwendeten Wirkstoffen zu bekämpfen.</p> 2018-02-02T00:00:00+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://ojs.openagrar.de/index.php/JKA/article/view/8979 Versuche zur Bekämpfung aussamender Zwischenfrüchte als Unkraut in nachfolgenden Zuckerrüben 2018-02-28T14:53:27+01:00 Verena Haberlah-Korr ojs@julius-kuehn.de Iris Henneken ojs@julius-kuehn.de Franz Stuke ojs@julius-kuehn.de <p>Eine wachsende Beliebtheit des Zwischenfruchtanbaus im Rahmen des Greenings, sowie zunehmend milde Winter haben dazu geführt, dass Praktiker sich bisweilen auch mit aussamenden Zwischenfrüchten in der nachfolgenden Sommerung beschäftigen müssen. Die Wirkungsspektren bisher erfolgreich eingesetzter Herbizide geben meist keine Auskunft über eine Wirkung gegen beispielsweise Malve, Senf und Wicke. <br>Zu dieser Fragestellung wurde 2016 an der FH Südwestfalen in Soest ein Halbfreiland-Gefäßversuch mit 10 verschiedenen Zwischenfrüchten (Buchweizen, Phacelia, Ölrettich, Alexandrinerklee, Sommerwicke, Kulturmalve, Öllein, Rauhafer, Gelbsenf, Ramtillkraut) angelegt. Die Zwischenfrüchte wurden kulturrein ausgesät und in frühen Entwicklungsstadien jeweils einmalig mit den Zuckerrübenherbiziden Gotix Titan und Belvedere Extra sowie einer praxisüblichen Kombination beider Produkte behandelt. Diese Kombination erzielte bei Buchweizen, Phacelia, Alexandrinerklee, Öllein und Ramtillkraut hohe Wirkungsgrade. <br>In 2017 wurde dieser Ansatz auf einen Feldversuch übertragen, der nun die Konkurrenzkraft der Kulturpflanze Zuckerrübe berücksichtigte und mit mehrmaliger praxisüblicher Behandlung in NAK 1-3 stattfand. Dazu wurde eine Mischung der als problematisch identifizierten Kulturen Buchweizen, Phacelia und Gelbsenf kurz vor bzw. zeitgleich mit den Zuckerrüben ausgesät. Diese wurden mit den gleichen Herbizidvarianten wie 2016 behandelt. Goltix Titan und Belvedere Extra in Mischung war auch hier die beste Variante mit hohem Wirkungsgrad auf alle drei Zwischenfrüchte. Belvedere Extra zeigt eine ähnlich gute und ausreichende Wirkung.</p> 2018-02-02T00:00:00+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://ojs.openagrar.de/index.php/JKA/article/view/8980 Aspekte einer Systemanalyse zur Bewertung des CONVISO® SMART Systems 2018-02-28T14:54:05+01:00 Nicol Stockfisch ojs@julius-kuehn.de Nella Nause ojs@julius-kuehn.de <p>In Feldversuchen zeigte sich, dass das Herbizid Conviso One über ein breites Wirkungsspektrum und eine lange Wirkungsdauer verfügt. Die Erwartung an das System aus Herbizid und toleranter Sorte (Conviso Smart) ist, dass typische Probleme der praxisüblichen Unkrautbekämpfung im Zuckerrübenanbau besser gelöst werden können. Damit wären Voraussetzungen geschaffen, die Anzahl an Herbizidmaßnahmen zu reduzieren und damit die Intensität des Herbizideinsatzes insgesamt zu verringern. Wie vorteilhaft das neue System für einen Zuckerrüben anbauenden Betrieb ist, ergibt sich aus dessen Unkrautsituation und damit aus den Veränderungen in den Direktkosten für Herbizide und der Anzahl eingesparter Überfahrten zur Unkrautbekämpfung.</p> 2018-02-02T00:00:00+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://ojs.openagrar.de/index.php/JKA/article/view/8981 Übersicht zu Wirksamkeitsversuchen von Conviso® One in Zuckerrüben 2018-02-28T14:54:45+01:00 Philipp Götze ojs@julius-kuehn.de Christine Kenter ojs@julius-kuehn.de Moritz Jasper Wendt ojs@julius-kuehn.de Erwin Ladewig ojs@julius-kuehn.de <p>Das Herbizid Conviso One mit den beiden Wirkstoffen Foramsulfuron 50 g l<sup>-1</sup> und Thiencarbazone-Methyl 30 g l<sup>-1</sup> (HRAC-Gruppe B) benötigt im Zuckerrübenanbau komplementär eine resistente Sorte (sortenspezifische Selektivität). Erfahrungen mit diesen Wirkstoffen in Mais zeigen, dass eine hohe Wirksamkeit auch bei Unkräutern in späteren Wachstumsstadien gegeben ist, während die bisher im Zuckerrübenanbau eingesetzten Herbizide die höchste Effizienz im Keimblattstadium der Unkräuter haben. Um Erkenntnisse bezüglich der Wirkdauer im Boden, der Sensitivität von Unkräutern in verschiedenen Wachstumsstadien und des optimalen Einsatztermins zu gewinnen, wurden in den Jahren 2013 und 2014 vom Institut für Zuckerrübenforschung mehrere Feldversuche angelegt. Dabei wurden Unkräuter der Arten <em>Chenopodium album, Brassica napus, Galium aparine, Matricaria chamomilla</em> und <em>Polygonum convolvulus</em> ausgesät, um die Bodenwirksamkeit (Applikation vor Aussaat der Unkräuter) sowie die Wirksamkeit nach Spritzapplikation in unterschiedlichen Stadien der Unkräuter zu testen. Weitere Versuche auf Praxisflächen unter standorttypischer Verunkrautung dienten zur Ermittlung der Wirksamkeit von Conviso One gegenüber einer Standard- Herbizidstrategie sowie gegenüber Tankmischungen und Spritzfolgen unter Zugabe von Conviso One. Die Ergebnisse zeigen eine abnehmende Wirksamkeit mit zunehmenden Entwicklungsstadien der Unkräuter, vor allem bei<em> C. album</em>. Im Vergleich zu praxisüblichen Herbizidstrategien, die eine erste Behandlung im Keimblattstadium der Unkräuter vorsehen, kann bei Conviso One ein wirksamer Einsatz bis BBCH 14 von <em>C. album</em> erfolgen. Verglichen mit einer Standard-Herbizidstrategie kann durch den Einsatz von Conviso One eine höhere Wirksamkeit gegenüber schwer bekämpfbaren Unkrautarten wie <em>Mercurialis annua</em> und Durchwuchs-Kartoffel (<em>Solanum tuberosum</em>) erreicht werden und die Anzahl der notwendigen Spritzapplikationen sinkt. Die Bodenwirksamkeit betrug im Mittel der Versuche und Jahre 15-20 Tage.</p> 2018-02-02T00:00:00+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://ojs.openagrar.de/index.php/JKA/article/view/8982 Untersuchungen zur Wirksamkeit und Selektivität von Herbiziden in ALS-toleranten Zuckerrüben 2018-02-28T14:55:22+01:00 Anja Löbmann ojs@julius-kuehn.de Jan Petersen ojs@julius-kuehn.de <p>Die Entwicklung herbizidtoleranter Zuckerrübensorten bietet die Möglichkeit, ausschließlich Herbizide aus der Gruppe der Aceto-Lactat-Synthase (ALS-) Hemmer zu verwenden. Derzeit werden in vielen Kulturen, insbesondere in Getreide und Mais, ALS-Hemmer zu signifikanten Anteilen eingesetzt. Inzwischen sind mehr als 159 Unkrautarten mit Resistenz gegen ALS-Hemmer bekannt, was die größte Resistenzverbreitung bezogen auf die Anzahl betroffener Unkrautarten darstellt. Die voranschreitende Ausbreitung von ALSresistenten Unkräutern ist eine große Herausforderung für das Herbizidmanagement beim Anbau ALS-toleranter Kulturen.<br>Die vorliegende Arbeit beschäftigte sich mit der Frage, welche Herbizidstrategien die Wirksamkeit von CONVISO® bei Auftreten ALS-resistenter und sensitiver Unkräuter gewährleisten. Weiterhin wurde die Selektivität von Herbizidstrategien in ALS-toleranten Zuckerrüben untersucht. Die Einfachbehandlung mit CONVISO® war für die Unkrautbekämpfung sensitiver Unkräuter ausreichend. Mit einer Splittingbehandlung und der Verwendung eines Additivs konnte die Wirksamkeit von CONVISO® verbessert werden. Die Anwendung von CONVISO® führte zu keinen visuellen Symptomen oder Ertragsverlusten der Zuckerrübe. ALS-resistente Unkräuter wurden teilweise von CONVISO® erfasst. Tankmischungen mit anderen Wirkmechanismen konnten die Effizienz verbessern, aber eine vollständige Kontrolle der ALS-resistenten Unkräuter war nicht möglich.</p> 2018-02-02T00:00:00+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://ojs.openagrar.de/index.php/JKA/article/view/8983 CONVISO Smart - Erste Erfahrungen zum Einsatz 2018-02-28T14:56:00+01:00 Natalie Balgheim ojs@julius-kuehn.de Martin Wegener ojs@julius-kuehn.de Heinrich Mumme ojs@julius-kuehn.de <p>CONVISO Smart ist ein neues System zur Bekämpfung von Ungräsern und Unkräutern in Zuckerrüben. Es besteht aus der Kombination eines Herbizides mit Wirkstoffen aus der Gruppe der ALS-Hemmer (CONVISO One) und einer Zuckerrübensorte, die gegenüber diesem Herbizid tolerant ist. Durch die Kombination aus blatt- und bodenaktiven Wirkstoffen, die Unkräuter auch in größeren Entwicklungsstadien erfassen können, können die Applikationstermine des Herbizides im Gegensatz zum klassischen Zuckerrübenanbau in vielen Fällen flexibler und damit später gesetzt werden. Zusätzlich kann die Anzahl der Applikationen deutlich reduziert werden.<br>Doch wie wirken sich die spätere Terminierung und die reduzierte Anzahl an Herbizid-Anwendungen auf das Wirkungsspektrum insgesamt aus?<br>Hierzu wurden verschiedene Versuche durchgeführt, um u.a. die Dauer der Bodenwirkung im Vergleich zu klassischen Zuckerrübenherbiziden zu bestimmen.<br>Die hieraus resultierenden Ergebnisse bezüglich Wirksamkeit und Dauerwirkung von CONVISO One zeigen das breite Unkrautspektrum des Produktes sowie die langanhaltende Dauerwirkung, durch die in den meisten Fällen mit nur zwei Applikationen eine Unkrautfreiheit der Zuckerrübe bis zum Reihenschluss erzielt werden kann.</p> 2018-02-02T00:00:00+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://ojs.openagrar.de/index.php/JKA/article/view/8984 Autoren 2018-02-28T14:58:36+01:00 - - ojs@julius-kuehn.de 2018-02-02T00:00:00+01:00 ##submission.copyrightStatement##