Charakterisierung von <em>Alternaria radicina</em> Isolaten und Resistenzbewertung von Möhren (<em>Daucus carota</em> L.)

  • Lena Kathe Julius Kühn-Institut (JKI), Institut für Züchtungsforschung an gartenbaulichen Kulturen, Quedlinburg; Martin-Luther-University Halle-Wittenberg, Institute of Agricultural and Nutritional Sciences, Halle (Saale)
  • Reiner Krämer Julius Kühn-Institut (JKI), Institut für Züchtungsforschung an gartenbaulichen Kulturen, Quedlinburg
  • Holger Budahn Julius Kühn-Institut (JKI), Institut für Züchtungsforschung an gartenbaulichen Kulturen, Quedlinburg
  • Klaus Pillen Martin-Luther-University Halle-Wittenberg, Institute of Agricultural and Nutritional Sciences, Halle (Saale)
  • Frank Rabenstein Julius Kühn-Institut (JKI), Institut für Epidemiologie und Pathogendiagnostik, Braunschweig
  • Thomas Nothnagel Julius Kühn-Institut (JKI), Institut für Züchtungsforschung an gartenbaulichen Kulturen, Quedlinburg
Schlagworte: Alternaria radicina, A. carotiincultae, A. petroselini, Bioassays, Möhre, Konidien, Pathogenität, Resistenz, ELISA, PCR

Abstract

Alternaria radicina ist der Erreger der weltweit auftretenden Schwarzfäule an der Möhrenwurzel. Von Möhren- (Daucus carota) bzw. Petersilienblättern (Petroselinum crispum) wurden vier Alternaria spp. Isolate gewonnen und in Relation zu den Alternaria Arten A. radicina, A. carotiincultae und A. petroselini der Alternaria Sektion Radicina, charakterisiert und differenziert. Untersucht wurden Koloniewachstumskriterien, morphologische Merkmale und die Intensität der Sporulation. Typisch für A. radicina Isolate ist die Bildung gelber Pigmente auf angesäuertem Kartoffeldextroseagar (APDA). Die Pathogenität der Alternaria Isolate wurde durch Bioassays von Blattsegmenten eines Differenzial-Wirtspflanzensortiments bestehend aus vier Arten aus der Familie Apiaceae untersucht. Verschiedene Möhrensorten und eine Wildform wurden genutzt, um die Aggressivität der Pathogene zu charakterisieren. Die Krankheitssymptome wurden durch digitale Bildanalyse (Digital image analysis system, DIAS, LemnaTec, Deutschland) quantifiziert. Weiterhin konnte mit Hilfe des DAS-ELISA die Erregervermehrung im gesamten pflanzlichen Gewebe erfasst werden. Drei Isolate konnten als A. radicina identifiziert werden und eins als A. petroselini. Zwei A. radicina Isolate unterschiedlicher Aggressivität wurden genutzt, um die Resistenz eines 14 Genotypen umfassenden Möhrensortiments zu bewerten.

Veröffentlicht
2018-08-14
Rubrik
Originalarbeit