https://ojs.openagrar.de/index.php/Kulturpflanzenjournal/issue/feed Journal für Kulturpflanzen 2021-08-02T10:52:19+02:00 Anja Hühnlein journal-kulturpflanzen@julius-kuehn.de Open Journal Systems <p>Im Journal für Kulturpflanzen erscheinen begutachtete Original- und Übersichtsarbeiten rund um das Thema Kulturpflanze, und zwar im Ackerbau und Grünland, Obst- und Weinbau, Gemüse- und Zierpflanzenbau, Urbanem Grün und Forst. Im Fokus dabei stehen die Bereiche Pflanzengenetik, pflanzengenetische Ressourcen, Pflanzenzüchtungsforschung, Pflanzenzüchtung, Pflanzenbau, Pflanzenernährung, Bodenkunde, Pflanzenschutz und Pflanzengesundheit.</p> https://ojs.openagrar.de/index.php/Kulturpflanzenjournal/article/view/16342 Personalien 2021-07-30T12:35:58+02:00 2021-08-01T00:00:00+02:00 Copyright (c) 2021 Der Autor / Die Autoren https://ojs.openagrar.de/index.php/Kulturpflanzenjournal/article/view/16327 100 Jahre Journal für Kulturpflanzen 2021-07-30T12:35:32+02:00 journal-kulturpflanzen@julius-kuehn.de 2021-08-01T00:00:00+02:00 Copyright (c) 2021 Der Autor / Die Autoren https://ojs.openagrar.de/index.php/Kulturpflanzenjournal/article/view/16091 Anwendung von Pflanzenschutzmitteln im Steillagenweinbau mit unbemannten Luftfahrzeugen (Drohnen) 2021-07-14T16:21:57+02:00 Andreas Herbst andreas.herbst@julius-kuehn.de Petra Pucelik-Günther petra.pucelik-guenther@bvl.bund.de 2021-08-02T00:00:00+02:00 Copyright (c) 2021 Andreas Herbst, Petra Pucelik-Günther https://ojs.openagrar.de/index.php/Kulturpflanzenjournal/article/view/16343 Termine und Veranstaltungen 2021-07-30T12:35:59+02:00 journal-kulturpflanzen@julius-kuehn.de 2021-08-01T00:00:00+02:00 Copyright (c) 2021 Der Autor / Die Autoren https://ojs.openagrar.de/index.php/Kulturpflanzenjournal/article/view/16326 Umschlag der Ausgabe 2021-07-30T12:35:30+02:00 2021-08-01T00:00:00+02:00 Copyright (c) 2021 Der Autor / Die Autoren https://ojs.openagrar.de/index.php/Kulturpflanzenjournal/article/view/16095 Journal für Kulturpflanzen: Eine 100-jährige Historie 2021-07-09T11:43:19+02:00 Anja Hühnlein anja.huehnlein@julius-kuehn.de Heike Riegler heike.riegler@julius-kuehn.de <p><span style="left: 80.2px; top: 469.765px; font-size: 16.6px; font-family: serif; transform: scaleX(1.02042);">Das </span><em><span style="left: 110.1px; top: 469.699px; font-size: 16.6px; font-family: serif; transform: scaleX(1.05053);">Journal für Kulturpflanzen</span></em><span style="left: 296px; top: 469.765px; font-size: 16.6px; font-family: serif; transform: scaleX(1.04242);"> blickt auf eine 100-jährige</span><span style="left: 80.2px; top: 489.765px; font-size: 16.6px; font-family: serif; transform: scaleX(1.06294);">Historie zurück. Angefangen als </span><em><span style="left: 313.1px; top: 489.699px; font-size: 16.6px; font-family: serif; transform: scaleX(1.05447);">Nachrichtenblatt für den </span><span style="left: 80.2px; top: 509.698px; font-size: 16.6px; font-family: serif; transform: scaleX(1.01915);">Deutschen Pflanzenschutzdienst</span></em><span style="left: 302.799px; top: 509.765px; font-size: 16.6px; font-family: serif; transform: scaleX(1.03025);"> hatte es von Beginn an </span><span style="left: 80.2px; top: 529.764px; font-size: 16.6px; font-family: serif; transform: scaleX(1.08634);">die Aufgabe, die Pflanzenschutzdienststellen und die </span><span style="left: 80.2px; top: 549.764px; font-size: 16.6px; font-family: serif; transform: scaleX(1.05944);">Landwirtschaft über aktue</span><span style="left: 273.6px; top: 549.764px; font-size: 16.6px; font-family: serif; transform: scaleX(1.03382);">lle Entwicklungen der Pflan</span><span style="left: 80.2px; top: 569.764px; font-size: 16.6px; font-family: serif; transform: scaleX(1.10891);">zenschutzforschung zu informieren und so zu einer </span><span style="left: 80.2px; top: 589.763px; font-size: 16.6px; font-family: serif; transform: scaleX(1.07465);">Ertragssteigerung und damit besseren Versorgung der </span><span style="left: 80.2px; top: 609.763px; font-size: 16.6px; font-family: serif; transform: scaleX(1.06746);">Bevölkerung mit Nahrungsmitteln beizutragen. Während </span><span style="left: 80.2px; top: 629.763px; font-size: 16.6px; font-family: serif; transform: scaleX(1.01834);">seiner Geschichte erlebte die Zeitschrift häufigere Titel</span><span style="left: 80.2px; top: 649.762px; font-size: 16.6px; font-family: serif; transform: scaleX(1.07028);">änderungen, was zum einen der durch Krieg und Teilung </span><span style="left: 80.2px; top: 669.762px; font-size: 16.6px; font-family: serif; transform: scaleX(1.08376);">gekennzeichneten Historie Deutschlands und zum ande</span><span style="left: 80.2px; top: 689.762px; font-size: 16.6px; font-family: serif; transform: scaleX(1.06544);">ren der damit verbundenen </span><span style="left: 292.399px; top: 689.762px; font-size: 16.6px; font-family: serif; transform: scaleX(1.0617);">dynamischen Entwicklung </span><span style="left: 80.2px; top: 709.762px; font-size: 16.6px; font-family: serif; transform: scaleX(1.06735);">der deutschen Ressortforschung geschuldet ist. Seiner </span><span style="left: 80.2px; top: 729.761px; font-size: 16.6px; font-family: serif; transform: scaleX(1.03637);">Rolle als Mittler zwischen Wissenschaft, Beratung und </span><span style="left: 80.2px; top: 749.761px; font-size: 16.6px; font-family: serif; transform: scaleX(0.984955);">Praxis ist das </span><em><span style="left: 182.899px; top: 749.694px; font-size: 16.6px; font-family: serif; transform: scaleX(1.03148);">Journal für Kulturpflanzen</span></em><span style="left: 373.998px; top: 749.761px; font-size: 16.6px; font-family: serif; transform: scaleX(1.01236);"> aber bis heute </span><span style="left: 80.1983px; top: 769.761px; font-size: 16.6px; font-family: serif; transform: scaleX(1.08883);">treu geblieben.</span></p> 2021-08-02T00:00:00+02:00 Copyright (c) 2021 Anja Hühnlein, Heike Riegler https://ojs.openagrar.de/index.php/Kulturpflanzenjournal/article/view/15979 Obst- und Rebenzüchtung im Zeitraffer 2021-05-06T09:45:21+02:00 Henryk Flachowsky henryk.flachowsky@julius-kuehn.de Reinhard Töpfer reinhard.toepfer@julius-juehn.de <p>Die wenigsten Menschen übersehen 100 Jahre. In der Obst- und Rebenzüchtung, bei denen eine Sortenentwicklung 20 bis 30 Jahre erfordert, scheint die Zeit daher stehen zu bleiben. Der Blick im Zeitraffer offenbart ­jedoch einen erheblichen Zuchtfortschritt mit vielen ­neuen Sorten. Auch wenn die heutigen Probleme mit ande­ren Vokabeln beschrieben werden und sich Zuchtziele und deren Begründung im Detail verschieben, es ist vieles gleich geblieben: früher standen Probleme der Bekäm­pfung von Schadorganismen (Sicherung der Ernäh­rung, Mangel an Pflanzschutzmitteln) genauso im Fokus wie heute (Wirkstoffverluste und Nachhaltigkeit), früher war eine Klimaanpassung genauso ein Thema (frühere Reife erwünscht) wie heute, nur haben sich (zumin­dest bei Rebe) die Vorzeichen umgekehrt (spätere Reife erwünscht). Im Zuge des „Green Deal“ mit seiner „Farm to Fork- Strategie“ hat die EU ehrgeizige Ziele und längst überfällige Vorgaben für die Verwirklichung einer „grünen Landwirtschaft“ mit Minimierung der negativen Auswirkungen auf die natürliche Umwelt festgelegt. Das ehrgeizige Ziel, den Einsatz von Pestiziden zu halbieren, erfordert eine Anpassung aller Anbausysteme, insbesondere bei pflanzenschutzintensiven Kulturen wie Obst- und Weinbau. Diese Kulturen stehen zudem in besonderer Weise für eine Kulturlandschaft mit hoher Wirtschaftskraft durch Naherholung und Tourismus.</p> <p>Ehrgeizige Ziele können nur durch die Umsetzung von Innovationen erreicht werden. Angesichts der Transformationsziele in Richtung Nachhaltigkeit reicht eine individuelle unternehmerische Innovation jedoch nicht aus, um die ambitionierten Ziele zu erreichen – ein syste­mischer Innovationsansatz ist erforderlich. In einem von Erfolg verwöhnten System bestehen teils erhebliche Behar­rungstendenzen anstatt proaktiv Innovationen anzu­gehen. Doch der Weg ist vorgezeichnet: Klimawandel zwingt zum Sortenwandel. Daraus ergibt sich eine Chance für neue robuste Sorten.</p> 2021-08-02T00:00:00+02:00 Copyright (c) 2021 Henryk Flachowsky, Reinhard Töpfer https://ojs.openagrar.de/index.php/Kulturpflanzenjournal/article/view/15969 Die Kontrolle von Blattläusen als Schadinsekten – Von chemischem Pflanzenschutz bis pflanzlicher Resistenz 2021-06-08T13:54:51+02:00 Torsten Will torsten.will@julius-kuehn.de Edgar Schliephake e.schliephake@t-online.de <p>Blattläuse sind aufgrund ihres massenhaften Auftretens, verbunden mit direkten Saugschäden und ihrer Fähigkeit, Viren zu übertragen, wichtige Schadinsekten. Entgegen dem belegten Rückgang der Insektenvielfalt in der Agrarlandschaft, sind Blattläuse von diesem Trend offenbar weniger betroffen und zeigen in Saugfallen konstante oder sogar steigende Zahlen. Lange Zeit konnten Blattläuse mit hoher Effizienz durch den Einsatz von chemischen Insektiziden bekämpft werden. Verschiedene Gründe (gesellschaftspolitische Akzeptanz sowie die Ausbreitung von Insektizidresistenzen) führen jedoch zu einer Einschränkung des Einsatzes chemischer Insektizide und damit zu der Notwendigkeit, Werkzeuge für alternative Strategien zu entwickeln. Das Konzept des Integrierten Pflanzenschutzes beinhaltet verschiedene alternative Ansätze zur Schädlingsbekämpfung, z. B. Pflanzen­resistenzen, für die es bereits mehrere Anwendungs­beispiele im Feld gibt. Darüber hinaus werden die Möglichkeiten des Blattlausmonitorings sowie Beispiele für den Einsatz neuer Züchtungsmethoden (Genome Editing) und neuer dsRNA-basierter Insektizide diskutiert.</p> 2021-08-02T00:00:00+02:00 Copyright (c) 2021 Torsten Will, Edgar Schliephake https://ojs.openagrar.de/index.php/Kulturpflanzenjournal/article/view/15805 Entwicklungen in der Resistenzzüchtung an Kartoffel: Herausforderungen der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft 2021-03-10T18:01:08+01:00 Kerstin Lindner kerstin.lindner@julius-kuehn.de Thilo Hammann thilo.hammann@julius-kuehn.de <p>Die Kartoffel (<em>Solanum tuberosum</em>) ist weltweit eine der wichtigsten Nahrungspflanzen. Sie ist eine Kulturart mit vielfältigen Verwendungsmöglichkeiten und einem hohen Wertschöpfungspotenzial. Allerdings wird die Kulturkartoffel auch von einer Vielzahl an Schaderregern befallen. Die Kraut- und Knollenfäule (<em>Phytophthora infestans</em>) sowie verschiedene Viren verursachen beträchtliche Ertrags-und Qualitätseinbußen. Daher ist die Resistenzzüchtung gegen diese Schaderreger schon seit langem von entscheidender Bedeutung. Sie stehen ebenfalls im Fokus der Züchtungsforschung und Resistenzprüfung am Julius Kühn-Institut. Heute kommen neben klassischen Züchtungsmethoden, zunehmend Techniken der markergestützten Selektion im Zuchtprozess zur Anwendung. Auch Methoden der Genomeditierung können möglicherweise in Zukunft eingesetzt werden um gesunde und ertragsstabile Kartoffelsorten zu entwickeln.</p> 2021-08-02T00:00:00+02:00 Copyright (c) 2021 Kerstin Lindner, Thilo Hammann https://ojs.openagrar.de/index.php/Kulturpflanzenjournal/article/view/15802 Kartoffelkäfer (<em>Leptinotarsa decemlineata</em> (Say, 1824)) in Deutschland – Regulierungsstrategien von 1936 bis in die Gegenwart 2021-03-23T09:30:39+01:00 Stefan Kuehne stefan.kuehne@julius-kuehn.de <p>Die Geschichte des Kartoffelkäfers (Coleoptera, Chrysomelidae, <em>Leptinotarsa decemlineata</em> (<em>Say</em>, 1824)) in Deutschland ist ein Lehrbeispiel für die unkontrollierte Ausbreitung eines Schaderregers, der ohne regelmäßige Gegenmaßnahmen schwere Ertragsminderungen an einer unserer wichtigsten Nahrungspflanzen verursachen würde. Das Fehlen wirksamer Feinde und seine enorme Anpassungs­fähigkeit an Pflanzenschutzmittel machen ihn zu einem starken Gegner, der auch die zukünftigen Generationen immer wieder herausfordern wird. Von seinem Auftreten im Jahr 1936 bis in die Gegenwart wird die historische Bekämpfung des Kartoffelkäfers nachgezeichnet. Die intensive und ausschließliche Anwendung von Insektiziden hat in der Vergangenheit immer zu Resistenzen gegen die verwendeten Wirkstoffe geführt. Vorbeugende Maßnahmen wie 500 m Abstand zu Vorjahresflächen einhalten, Kartoffeldurchwuchs vermeiden, Vorkeimen und Nutzung früher Sorten reichen nicht aus, um den Kartoffelkäfer langfristig zu regulieren. Neue Ergebnisse im Ökologischen Landbau zeigen die hohe Wirksamkeit biologischer Pflanzenschutzmittel von Spinosad und Neem auf. Zukünftig können Resistenzeigenschaften von Wildarten (z. B. Leptin-Glykoalkaloide) im Rahmen klassischer Züchtungsverfahren genutzt werden, um widerstandsfähige Kartoffelsorten zu züchten und damit zu einem integrierten Pflanzenschutzkonzept gegen Kartoffelkäfer beizutragen. In Gärten und auf kleinen Anbauflächen ist auch das Absammeln per Hand weiterhin eine wirksame Maßnahme.</p> 2021-08-02T00:00:00+02:00 Copyright (c) 2021 Stefan Kuehne https://ojs.openagrar.de/index.php/Kulturpflanzenjournal/article/view/15809 Pflanzenhygiene, Pflanzenquarantäne, Pflanzengesundheit – Rückblick auf 100 Jahre erfolgreiche Entwicklung 2021-03-11T09:01:28+01:00 Bernhard Carl Schäfer bernhard.carl.schaefer@julius-kuehn.de Ernst Pfeilstetter Ernst.Pfeilstetter@julius-kuehn.de Gritta Schrader Gritta.Schrader@julius-kuehn.de Silke Steinmöller Silke.Steinmöller@julius-kuehn.de <p>Anhand einer Auswertung der Publikationen des <em>Journal für Kulturpflanzen</em> und seiner Vorgängerzeitschriften bis zur Erstausgabe 1921 wird die Entwicklung der Disziplin der Pflanzengesundheit in den letzten 100 Jahren nachvollzogen. Bereits im ersten Jahrgang sind pflanzengesundheitliche Regelungen ebenso wie Informationen zu dem bis heute relevanten Quarantäneschadorganismus Kartoffelkrebs (<em>Synchytrium endobioticum</em>) zu finden. Kartoffel­käfer (<em>Leptinotarsa decemlineata</em>) und San-José-Schildlaus (<em>Comstockapsis perniciosa</em>) stehen in den 30er Jahren und in der Nachkriegszeit im Fokus. Kartoffelzystennema­toden (<em>Globodera pallida</em> und <em>G. rostochiensis</em>) und –bakteriosen (<em>Ralstonia solanacearum, Clavibacter sepedonicus</em>) sowie Feuerbrand (<em>Erwinia amylovora</em>) gewinnen in den späteren Jahren an Gewicht. Zur Jahrtausendwende wird auch Schadorganismen im Forst oder städtischem Grün zunehmend Beachtung geschenkt (z. B. <em>Anoplophora glabripennis, Dothistroma pini</em>). Mit der Auswertung können Entwicklungen aufgezeigt werden, die bis heute das Pflanzengesundheitssystem bestimmen. Erhebungen und Risikoanalysen sind dabei wichtige Elemente.</p> 2021-08-02T00:00:00+02:00 Copyright (c) 2021 Bernhard Carl Schäfer, Ernst Pfeilstetter, Gritta Schrader, Silke Steinmöller https://ojs.openagrar.de/index.php/Kulturpflanzenjournal/article/view/15793 Eine Zeitreise durch die Nematologie in Deutschland – Von den Anfängen bis zur Nutzung künstlicher Intelligenz 2021-04-28T13:10:17+02:00 Johannes Hallmann johannes.hallmann@julius-kuehn.de Matthias Daub Matthias.Daub@julius-kuehn.de Holger Heuer Holger.Heuer@julius-kuehn.de Björn Hoppe Bjoern.Hoppe@julius-kuehn.de Sebastian Kiewnick Sebastian.Kiewnick@julius-kuehn.de Stephan König Stephan.Koenig@julius-kuehn.de Jan Henrik Schmidt Jan.Schmidt@julius-kuehn.de <p>Das <em>Nachrichtenblatt für den Deutschen Pflanzenschutzdienst</em>, unser heutiges <em>Journal für Kulturpflanzen</em>, feiert seinen 100. Geburtstag. Seinem Ziel, „den im praktischen Pflanzenschutzdienst Tätigen Belehrung und Informationen (zu) übermitteln“, wie Otto <em>Appel</em> zur Einführung schrieb, ist es bis heute treu geblieben. Dies gilt auch für den Bereich der Nematologie. Die Themen haben sich dabei über die Zeit weiterentwickelt. Standen früher Biologie und Wirtspflanzenspektrum einzelner Arten pflanzenparasitärer Nematoden im Fokus des Interesses, so sind es heute Wirt-Parasit Interaktionen, Resistenz und Toleranz von Kulturpflanzen oder der Einfluss von Klimawandel und Globalisierung auf die Verbreitung und das Schadpotenzial der Nematoden. Der vorliegende Beitrag blickt zurück auf die Themen vor 100 Jahren, stellt am Beispiel laufender Arbeiten am Julius Kühn-Institut aktuelle Forschungsthemen vor und gibt einen Ausblick auf die Themen der Zukunft.</p> 2021-08-02T00:00:00+02:00 Copyright (c) 2021 Johannes Hallmann, Matthias Daub, Holger Heuer, Björn Hoppe, Sebastian Kiewnick, Stephan König, Jan Henrik Schmidt https://ojs.openagrar.de/index.php/Kulturpflanzenjournal/article/view/15976 110 Jahre Forschung für den Biologischen Pflanzenschutz - Erfolge und zukünftige Herausforderungen am Julius Kühn-Institut 2021-05-31T09:28:21+02:00 Johannes Jehle Johannes.Jehle@julius-kuehn.de Annette Herz annette.herz@julius-kuehn.de <p>Biologische Pflanzenschutzverfahren nutzen lebende Orga­nismen und biologische Wirkstoffe zur Begrenzung und Bekämpfung von Schaderregerpopulationen und gelten als besonders umweltfreundlich. Im Rahmen der europäischen und nationalen Strategien zur Reduktion des chemischen Pflanzenschutzes kommt ihnen eine beson­dere Bedeutung zu. Erste Forschungsaktivitäten zum Einsatz von Schlupfwespen sind in Deutschland ­bereits seit 1911 dokumentiert. Systematische Forschungs- und Entwicklungsarbeiten wurden dann ab den 1950er Jahren am Institut für Biologischen Pflanzenschutz in Darmstadt aufgenommen und werden heute vielerorts fortgeschrieben. Vielfältige Erfolge und wiederkehrende Rückschläge kennzeichnen den langen Weg des biologischen Pflanzenschutzes von den frühen Pionierzeiten bis heute. Während bereits zahlreiche biologische Verfahren aus der heutigen Pflanzenschutzpraxis nicht mehr wegzudenken sind, wird der Pflanzenbau der Zukunft noch weitaus stärker auf biologische Pflanzenschutzverfahren setzen.</p> 2021-08-02T00:00:00+02:00 Copyright (c) 2021 Johannes Jehle, Annette Herz https://ojs.openagrar.de/index.php/Kulturpflanzenjournal/article/view/15818 Herausforderungen in der Waldschutzforschung: Ein forstentomologischer und -pathologischer Rück- und Ausblick 2021-03-17T14:39:16+01:00 Rasmus Enderle rasmus.enderle@julius-kuehn.de Nadine Bräsicke Nadine.Bräsicke@julius-kuehn.de Karl-Heinz Berendes Karl-heinz.Berendes@julius-kuehn.de <p>Die Waldschutzforschung hat ihre Anfänge im 19. Jahrhundert und ist im Vergleich zur langen und facettenreichen Geschichte der Waldnutzung eine recht junge Disziplin, die bereits eine umfangreiche Entwicklung vollzogen hat. Der verfasste Übersichtsartikel möchte die Entwicklung der Waldschutzforschung ausgehend von den Anfängen, über die Entwicklung von Regulierungsmaßnahmen bis hin zu den großen Herausforderungen im Klima­wandel und der Globalisierung darstellen, ohne hierbei Anspruch auf Vollständigkeit zu erheben. Der Fokus liegt dabei auf der Forstentomologie und der Forstpathologie. Ergänzend erfolgt eine systematische Auswertung von Beiträgen zur Waldschutzforschung im <em>Journal für Kulturpflanzen</em> sowie ein kurzer Ausblick über die zukünftigen Möglichkeiten der Waldschutzforschung.</p> 2021-08-02T00:00:00+02:00 Copyright (c) 2021 Rasmus Enderle, Nadine Bräsicke, Karl-Heinz Berendes https://ojs.openagrar.de/index.php/Kulturpflanzenjournal/article/view/15817 Pflanzenschutz ist mehr als die Summe seiner Teile – ein Thesenpapier 2021-04-21T11:20:31+02:00 Roger Waldmann roger.waldmann@bvl.bund.de <p>Pflanzenschutz wird in der öffentlichen Diskussion oft auf den Einsatz chemisch-synthetischer Pflanzenschutzmittel und deren mögliche Folgen besonders auf den Naturhaushalt reduziert. Dabei ist der Schutz unserer Kulturpflanzen geradezu systemimmanent, denn den Kulturpflanzen wurden durch ihre Kultivierung vielfach eigene Abwehrmechanismen genommen, um sie für uns bekömmlich oder sogar erst genießbar zu machen.</p> <p>Das Instrumentarium eines nachhaltigen Pflanzenschutzes besteht aus einer Vielzahl an Handlungsoptionen, die aufgrund der künftig fortschreitenden Verluste an wichtigen Wirkstoffen und den gesellschaftlichen Ansprüchen verstärkt in ihrem Zusammenspiel gebraucht werden, um Pflanzen vor Schädlingen, Konkurrenz und Krankheiten zu schützen.</p> <p>Neben risikoärmeren oder selektiven Pflanzenschutzmitteln und Züchtungsanstrengungen sind vor allem technische Innovationen in der Gerätetechnik, Vorher­sage sowie Betriebs- und Maschinenführung für einen umfassenden Pflanzenschutz wichtig.</p> <p>Neben der Schonung natürlicher Ressourcen muss hierbei die Erzeugung sicherer, regionaler und hochwertiger Nahrungsmittel sowie das wirtschaftliche Auskommen der überwiegend familiengeführten Betriebe im Fokus stehen. Bestehende Zielkonflikte müssen hierbei im offenen und konsensorientierten Dialog aufgelöst werden, um gesellschaftliche Akzeptanz für den Schutz unserer Kulturpflanzen zu erreichen.</p> 2021-08-02T00:00:00+02:00 Copyright (c) 2021 Roger Waldmann https://ojs.openagrar.de/index.php/Kulturpflanzenjournal/article/view/15801 Entwicklungen im Bereich der Anwendungstechnik im Pflanzenschutz gestern, heute und morgen 2021-04-19T13:54:17+02:00 Jens Karl Wegener jens-karl.wegener@julius-kuehn.de <p>In Deutschland wird seit ca. 160 Jahren chemischer Pflanzenschutz betrieben. In diesem Zeitraum hat es zahlreiche technische Entwicklungen und Innovationen gegeben. Der Artikel gibt einen Überblick über die Entwicklung der Pflanzenschutztechnik in Deutschland, beleuch­tet den aktuellen Stand der Technik und weist auf mögliche zukünftige Entwicklungen hin.</p> 2021-08-02T00:00:00+02:00 Copyright (c) 2021 Jens Karl Wegener https://ojs.openagrar.de/index.php/Kulturpflanzenjournal/article/view/15933 Teilflächenspezifische Unkrautbekämpfung als ein Baustein von Smart Farming 2021-04-06T09:23:26+02:00 Christoph Kämpfer christoph.kaempfer@julius-kuehn.de Henning Nordmeyer Henning.Nordmeyer@julius-kuehn.de <p>Unkräuter treten auf Ackerflächen selten gleichmäßig verteilt auf. Heterogene Unkrautdichten eröffnen der Landwirtschaft die Möglichkeit, Herbizidmaßnahmen teilflächenspezifisch durchzuführen. Hieraus ergibt sich ein erhebliches Einsparpotential für den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln. Moderne Technologien wie Direkt­einspeisungssysteme und verschiedene Verfahren der automatischen Unkrauterkennung und -kartierung sind die technischen Grundlagen für dieses Verfahren. Es zeigt sich, dass die fortlaufende Forschung und Entwicklung seit den 1980er Jahren das Verfahren der teilflächenspezifischen Unkrautbekämpfung weit vorangebracht hat und dadurch hohe Pflanzenschutzmitteleinsparungen rea­lisiert werden können. Dennoch bleibt die Nutzung des Verfahrens in der landwirtschaftlichen Praxis hinter den technischen Möglichkeiten zurück, obwohl automatische Unkrautdetektion und der Einsatz unbemannter Flugsysteme die Erstellung von Unkrautverteilungskarten stark vereinfacht haben. Zukünftig kann es jedoch dazu beitragen, Pflanzenschutzmittel einzusparen und Biodiversität auf Ackerflächen zu fördern, wenn sich die Akzeptanz in der landwirtschaftlichen Praxis weiter erhöht.</p> 2021-08-02T00:00:00+02:00 Copyright (c) 2021 Christoph Kämpfer, Henning Nordmeyer https://ojs.openagrar.de/index.php/Kulturpflanzenjournal/article/view/15800 Klimawandel und mögliche Herausforderungen für den Pflanzenschutz – Gestern, heute, morgen 2021-03-04T13:34:48+01:00 Sandra Krengel-Horney sandra.krengel-horney@julius-kuehn.de Cornel Adler cornel.adler@julius-kuehn.de Beatrice Berger beatrice.berger@julius-kuehn.de Til Feike til.feike@julius-kuehn.de Kerstin Flath kerstin.flath@julius-kuehn.de Johannes Hausmann johannes.hausmann@julius-kuehn.de Daniel Herrmann daniel.herrmann@julius-kuehn.de Johannes Jehle johannes.jehle@julius-kuehn.de Christoph Joachim christoph.joachim@julius-kuehn.de Isabella Karpinski isabella.karpinski@julius-kuehn.de Michael Maixner michael.maixner@julius-kuehn.de Markus Möller markus.moeller@julius-kuehn.de Madeleine Paap madeleine.paap@julius-kuehn.de Siegfried Schittenhelm siegfried.schittenhelm@julius-kuehn.de Gritta Schrader gritta.schrader@julius-kuehn.de Petra Seidel petra.seidel@julius-kuehn.de Andreas Stahl andreas.stahl@julius-kuehn.de Jörn Strassemeyer joern.strassemeyer@julius-kuehn.de Lena Ulber lena.ulber@julius-kuehn.de Dieter von Hörsten dieter.von-hoersten@julius-kuehn.de Christoph von Redwitz christoph.redwitz@julius-kuehn.de Jens-Karl Wegener jens-karl.wegener@julius-kuehn.de Nazanin Zamani-Noor nazanin.zamani-noor@julius-kuehn.de Hella Kehlenbeck hella.kehlenbeck@julius-kuehn.de <p>Das Klima und die Witterung sind prägende Faktoren für den Pflanzenschutz. Bereits vor 100 Jahren haben sich Wissenschaftler im <em>Nachrichtenblatt für den Deutschen Pflanzenschutzdienst</em> dieser Thematik gewidmet. Die Auswirkungen des Klimawandels sind ambivalent und es wird insgesamt zu einer Veränderung des Schaderregerspektrums kommen. Tendenziell werden Schäden durch Insekten, Krankheitserreger und wärmetolerante Unkräu­ter begünstigt. Das Risiko der Etablierung invasiver Arten nimmt zu. Ebenso kann die Wirksamkeit des biologischen Pflanzenschutzes beeinträchtigt und neue Verfahren erforderlich werden. Beim chemischen Pflanzenschutz wird sich das Wirkstoffspektrum verschieben und die Anforderungen an Applikationstechnik und -termin steigen. Starkregen kann das Risiko des Austrags von Pflanzenschutzmitteln in die Umwelt steigern. Auch in Mitteleuropa kann es verstärkt zu Befall mit Vorratsschädlingen bereits im Feld kommen und die Qualität und Lagerstabilität der Ernteprodukte abnehmen. Ins­gesamt wird die Bedeutung präventiver Pflanzenschutzmaßnahmen zunehmen. Die Folgen des Klimawandels erhöhen die betriebs- und volkswirtschaftlichen Risiken und stellen alle Akteursebenen vor erhebliche Heraus­forderungen.</p> 2021-08-02T00:00:00+02:00 Copyright (c) 2021 Sandra Krengel-Horney, Cornel Adler, Beatrice Berger, Til Feike, Kerstin Flath, Johannes Hausmann, Daniel Herrmann, Johannes Jehle, Christoph Joachim, Isabella Karpinski, Michael Maixner, Markus Möller, Madeleine Paap, Siegfried Schittenhelm, Gritta Schrader, Petra Seidel, Andreas Stahl, Jörn Strassemeyer, Lena Ulber, Dieter von Hörsten, Christoph von Redwitz, Jens-Karl Wegener, Nazanin Zamani-Noor, Hella Kehlenbeck