Mitteilungen aus der Biologischen Bundesanstalt für Land- und Forstwirtschaft 395

  • Horst Mielke

Abstract

In der vorliegenden Studie werden einige nachwachsende Rohstoffpflanzen behandelt, die im allgemeinen nur wenig angebaut werden, die aber auf Grund ihrer wertvollen Inhaltsstoffe sowohl in der Landwirtschaft als auch in der Industrie eine stärkere Beachtung finden sollten. Es handelt sich um Kulturpflanzen, die Grundstoffe für die Erzeugung verschiedener Industrieprodukte im Nichtnahrungsbereich liefern können. - Besondere Berücksichtigung finden zunächst eiweißliefernde Pflanzen wie Ackerbohnen, Erbsen, Lupinen und Sojabohnen. Anschließend werden einige ölliefernde Pflanzen besprochen, wobei auf Rübsen, Krambe, Leindotter, Koriander, Nachtkerze, Mariendistel, Wolfsmilch und Saflor näher eingegangen wird. Auch dürften einige Farbstoff-liefernde Pflanzen wie Saflor, Färberwaid, Färberwau sowie Färberröte für die Industrie von Interesse sein. Schließlich werden Zichorie und Topinambur als inulinproduzierende Kulturpflanzen vorgestellt, die eine echte Alternative im Pflanzenbau bilden und für die Landwirtschaft ökologische Vorteile bringen könnten. Von jeder Pflanze werden eine Beschreibung sowie Daten über ihre Klima- und Bodenansprüche gegeben. Weiterhin findet der Leser Angaben zu den entsprechenden Anbaumethoden sowie zum Pflanzenschutz. - Für einen großflächigen Anbau müssten allerdings besondere Rahmenbedingungen geschaffen werden, daInit auch weniger häufig angebaute, nachwachsende Rohstoffpflanzen Absatz in der chemischen Industrie finden.

Cultivation and Plant Protection for Renewable Resources (Special Crops) - Protein, Oil, Dye, Inulin, and Fibre Plants

This study discusses some renewable primary product plants that are only rarely cultivated, but ought to receive greater attention both in agriculture as in industry due to their valuable ingredients. The plants in question are crops that can provide the raw materials for the manufacture of various industrial products in the non-food sector. - At fist, special consideration is given to proteinaceous plants such as broad beans, peas, lupines, and soy beans. Then, several olagineous plants are discussed in some detail, in particular bird rape, crambe, false flax, coriander, evening primrose, milk thistle, spurge, and safflower. Various dye plants such as safflower, woad, weId, and madder might also be of interest to industry. Finally, chicory and topinambur are presented as inulin-producing crops presenting a genuine alternative in addition to offering ecological advantages for agriculture. For each of these plants, a description is given and data are presented on their c1imatic and soil requirements. Furthermore, the reader will find details on appropriate cultivation methods as weIl as on plant protection. - For large-scale cultivation, though, a specific basic environment would need to be established in order that even those renewable primary product plants that are less frequently grown may find a market in the chemical industry.

Veröffentlicht
2010-06-18