Kamilleanbau in Deutschland – Gefährdung durch unbekannten Pilz

  • Katja Sommerfeld Julius Kühn-Institut, Institut für Pflanzenschutz in Gartenbau und Forst, Stahnsdorfer Damm 81, D-14532 Kleinmachnow
  • Monika Götz Julius Kühn-Institut, Institut für Pflanzenschutz in Gartenbau und Forst, Messeweg 11/12, D-38104 Braunschweig
  • Ute Gärber Julius Kühn-Institut, Institut für Pflanzenschutz in Gartenbau und Forst, Stahnsdorfer Damm 81, D-14532 Kleinmachnow
Schlagworte: Kamille, Matricaria recutita, Krankheit, Pathogen, Ascomyceten, Helotiales

Abstract

Seit 2007 wurde in den Kamillebeständen in Thüringen ein vermehrtes Auftreten von Krankheitssymptomen beobachtet, deren Ursache unklar war. Neben tierischen Schaderregern wurden verschiedene pilzliche Pathogene, vorrangig Septoria sp. und ein unbekannter Pilz (UBK), sowie weiter Pathogene wie Golovinomyces cichoracearum var. cichoracearum (Echter Mehltau), Paraperonospora leptosperma (Falscher Mehltau), Puccinia matricariae (Rost) und Colletotrichum sp. an Kamillebeständen in Thüringen aufgefunden. Die Bedeutung des unbekannten Pilzes für das Schadausmaß an Kamille war unklar und Hinweise aus der Literatur lagen nicht vor.
In molekularbiologischen Untersuchungen konnte die Septoria-Art eindeutig als Septoria matricariae identifiziert werden. Der unbekannte Pilz UBK wird derAbteilung der Ascomyceten mit der Ordnung Helotiales zugeordnet.

Veröffentlicht
2018-12-20
Rubrik
Themenkreis F: Anbauverfahren, Ernte und Nacherntebereich