Erhebung von Kupfergesamtgehalten in ökologisch und konventionell bewirtschafteten Böden. Teil 2: Gesamtgehalte in Böden deutscher Hopfenanbaugebiete

  • Thomas Strumpf Julius Kühn-Institut – Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen, Institut für ökologische Chemie, Pflanzenanalytik und Vorratsschutz, Berlin
  • Bernhard Engelhard Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft, Institut für Pflanzenbau und Pflanzenzüchtung, Hopfenforschungszentrum, Wolnzach-Hüll
  • Florian Weihrauch Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft, Institut für Pflanzenbau und Pflanzenzüchtung, Hopfenforschungszentrum, Wolnzach-Hüll
  • Frank Riepert Julius Kühn-Institut – Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen, Institut für ökologische Chemie, Pflanzenanalytik und Vorratsschutz, Berlin
  • Anna Steindl Julius Kühn-Institut – Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen, Institut für ökologische Chemie, Pflanzenanalytik und Vorratsschutz, Berlin
Schlagworte: Kupfergesamtgehalte, Bekämpfung von Pilzkrankheiten, Falscher Mehltau bei Hopfen, Pseudoperonospora humuli, ökologisch oder konventionell bewirtschaftete Hopfenböden, Belastungsverteilung, Risikopotential, Risikoabschätzung, Vorauswahl geeigneter Erhebungsflächen

Abstract

Neun Hopfenlagen an konventionell und vier an ökologisch bewirtschafteten Standorten wurden unter den Aspekten einer möglichst repräsentativen Erfassung der Kupfer-Belastungsverteilung beprobt. Das Ergebnis der Erhebung soll als Grundlage für die Auswahl gebietstypischer Anbausituationen dienen, die in Verbindung mit einer spezifischen Expositionsermittlung die Erfassung der Auswirkung von Kupfer auf empfindliche Indikatorarten der jeweiligen Regenwurmzönose ermöglicht.

Auf der Basis von Kupfergesamtgehalten werden Belastungs­situation und -verteilung auf Prüfflächen und Referenzflächen sowie Belastungsunterschiede zwischen Hopfenreihen und Fahrgassen in deutschen Hopfen­anbaugebieten dargestellt.

Aus der Bewirtschaftungshistorie der Beprobungs­flächen resultieren Schwermetallbelastungen (As, Cr, Pb, Zn, V). Die analysierten Schwermetallbodengehalte unterscheiden sich von Fläche zu Fläche, was auf unterschiedliche anbautechnische Maßnahmen bei den einzelnen Flächen in der Vergangenheit zurückzuführen ist.

Bei der Belastungserhebung konnte durch Verknüpfung von Daten zur Bewirtschaftungsgeschichte mit vorhandenen Flächenbelastungen in Verbindung mit aufgefundenen Literaturstellen erstmalig nachgewiesen werden, dass diese Belastungsspitzen aus den Jahren 1924 bis etwa 1965 resultieren, als noch 60 kg Kupfer pro Jahr und Hektar zur Schaderregerbekämpfung im Hopfenbau angewendet wurden.

Anhand der erhobenen Daten zur Belastungssituation, Standortbeschreibung und Bewirtschaftungsdauer werden drei Hopfenlagen vorgeschlagen, auf denen eine biologische Statuserhebung zu den Auswirkungen auf die Regenwurmzönose durchgeführt werden sollte.

 

 

Veröffentlicht
2011-05-01
Rubrik
Originalarbeit