Nachweis einer ALS-resistenten <em>Lolium perenne</em>-Population in Norddeutschland

  • Wanja Konstantin Rüstner Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, Institut für Phytopathologie, Kiel
  • Holger Klink Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, Institut für Phytopathologie, Kiel
  • Joseph-Alexander Verreet Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, Institut für Phytopathologie, Kiel
Schlagworte: Lolium perenne, Resistenz, TSR, NTSR, Perennial Ryegrass, ACCase, ALS, Clethodim, Clodinafop, Cycloxydim, Iodosulfuron, Mesosulfuron, Pinoxaden, Propoxycarbazone, Pyroxsulam/Florasulam, Isoproturon

Abstract

Auf einem Ackerschlag im Östlichen Hügelland Schleswig-Holsteins wurde in der Vergangenheit eine Fruchtfolge aus Wintergerste, Winterraps und Winterweizen in einer wiederkehrenden dreijährigen Frucht­folge angebaut. Im Herbst und Frühjahr 2014/15 wurden in eigenen Untersuchungen erstmals deutliche Bekämpfungsprobleme von Deutschem Weidelgras (Lolium perenne) auf dieser Ackerfläche dokumentiert. Aufgrund dieser Beobachtungen und dem Einsatz gleicher Wirkstoffe in den vergangenen Jahren wurde die Verdachtspopulation auf eine etwaige Resistenz getestet. Nach einer Pflanzenprobenahme im Frühjahr 2015 und sich anschließenden Wirkungsversuchen unter Gewächshausbedingungen mit verschiedenen Dosierungen von Wirkstoffen aus der Gruppe der ACCase- und ALS-Inhibitoren sowie einer molekularen Resistenzanalyse steht fest, dass in Schleswig-Holstein eine bis jetzt noch nicht näher betrachtete ALS-resistente Spezies bestätigt werden konnte. Es zeigte sich bei der Verdachtspopulation neben einer ausgeprägten Resistenz gegenüber ALS-Inhibitoren eine vermutlich zusätzliche metabolische Resistenz in Form von ersten Wirkungsverlusten gegenüber Aryloxyphenoxy-propionaten und Clethodim.

DOI: 10.5073/JfK.2016.05.01, https://doi.org/10.5073/JfK.2016.05.01

Veröffentlicht
2016-05-01
Rubrik
Originalarbeit