<em>In-situ</em>-Immunfluoreszenzlokalisierung: Eine Methode zum schnellen Nachweis von <em>Beauveria</em> spp. in der Rhizosphäre von <em>Quercus robur</em>-Setzlingen

  • Marta Matek Croatian Forest Research Institute, Division for Forest Protection and Game Management, Jastrebarsko, Croatia
  • Cornelia I. Ullrich Julius Kühn-Institut (JKI), Federal Research Centre for Cultivated Plants, Institute for Biological Control, Darmstadt, Germany
  • Frank Rabenstein Julius Kühn-Institut (JKI), Federal Research Centre for Cultivated Plants, Institute for Epidemiology and Pathogen Diagnostics, Quedlinburg, Germany
  • Eckhard Koch Julius Kühn-Institut (JKI), Federal Research Centre for Cultivated Plants, Institute for Biological Control, Darmstadt, Germany
  • Regina G. Kleespies Julius Kühn-Institut (JKI), Federal Research Centre for Cultivated Plants, Institute for Biological Control, Darmstadt, Germany
Schlagworte: Biologische Bekämpfung, Blastosporen, entomopathogene Pilze, Immunfluoreszenzmikroskopie, Quercus robur, Nachhaltigkeit.

Abstract

Zur biologischen Bekämpfung von Pflanzenschädlingen, z.B. Maikäfer-Engerlingen, in der Rhizosphäre von Eichen, Apfelbäumen oder Kiefern werden zunehmend entomopathogene Beauveria-Spezies eingesetzt. Für eine erfolgreiche Anwendung ist es wichtig, die Ausbreitung und Persistenz der ausgebrachten Pilze qualitativ und quantitativ zu erfassen. Die Bestimmung beider Größen durch Ausplattieren auf selektiven Nährmedien oder durch mole­kulare Methoden wie PCR ist mühsam und oft ungenügend. Ziel der vorliegenden Studie war daher, eine spezifische In-situ-Methode durch Immunfluoreszenzmarkierung von Beauveria spp. zu entwickeln, hier an jungen Feinwurzeln dreijähriger Stieleichen. Durch Anfärben mit dem unspezifischen Farbstoff Blankophor wurde sichtbar, dass alle untersuchten Feinwurzeln ein dichtes Netz von Bodenpilzen trugen. Polyklonale Beauveria-Antikörper markierten an nicht beimpften Wurzeln keinen dieser natürlich wachsenden Pilze. Mit Beauveria brongniartii beimpfte Wurzeln zeigten bis zu zehn Monate nach der Inokulation eine spezifische Markierung. Während die natürlich vorkommenden Rhizosphären-Pilze in den Interzellularräumen der Wurzelrinde wuchsen, waren Hyphen von inokulierter B. brongniartii nie im Wurzelgewebe zu finden, sondern nur oberflächlich auf der Rhizodermis. Diese Beobachtungen zeigen, dass B. brongniartii bei Eichenwurzeln nicht endophytisch wächst, und dass die verwendete Methode die Unterscheidung von B. brongniartii von der in der Eichen-Rhizosphäre lebenden Pilzflora ermöglicht. Immunfluoreszenzmarkierung, wie in der aktuellen Studie eingesetzt, kann eine nützliche Methode sein, um B. brongniartii in der Rhizosphäre nachzuweisen und quantitativ zu erfassen und somit eine Langzeitkontrolle von Schädlingen mit Entomopathogenen zu ermöglichen.

Veröffentlicht
2019-07-01
Rubrik
Originalarbeit