Extremwetterereignisse und ihre Auswirkungen auf Schaderreger in Weizen, Gerste und Mais

Autor/innen

  • Petra Seidel Julius Kühn-Institut – Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen, Institut für Strategien und Folgenabschätzung, Kleinmachnow

DOI:

https://doi.org/10.5073/JfK.2016.11.01

Schlagworte:

Extremwetter, Weizen, Gerste, Mais, Prognosemodelle, Schaderreger, Hitze, Dürre/Trockenheit, Starkregen, Überflutung, Dauerregen, Starkfrost, Kahlfrost

Abstract

In dieser Übersichtsarbeit wurden weltweit verfügbare Informationen zum Einfluss der Extremwetterereignisse Hitze, Dürre/Trockenheit, Starkregen, Überflutung, Dauerregen, Starkfrost, Kahlfrost, Frühfrost, Spätfrost, Sturm, Hagel, Strahlung, Nassschnee auf wichtige Schaderreger in Weizen, Gerste und Mais zusammengetragen und diskutiert. Die 78 auswertbaren gefundenen Arbeiten befassen sich mit dem Einfluss der Extremwetterereignisse Dürre, Trockenheit, Hitze, Starkregen, Überflutung und Kahlfrost auf die Schaderregergruppen Pilze, Insekten und Viren. Zum Einfluss der anderen recherchierten Extrema bzw. Schaderregergruppen dieser Kulturen wurden keine Informationen gefunden. Die meisten der verwerteten Arbeiten widmeten sich dem Einfluss von Trockenheit/Dürre und Hitze auf Pilzkrankheiten, hier insbesondere Fusarium- und Aspergillus-Arten und verschiedene Blattlausarten bzw. den durch sie an den Kulturpflanzen verursachten Schäden. Hierzu zählt auch die Mykotoxin­belastung des Erntegutes. Gefundene Aussagen sind teils widersprüchlich und insgesamt sind die Informationen noch sehr lückenhaft. Verallgemeinerungen sind daher nicht möglich. Vorschläge für weitere Forschungsarbeiten, wie die Erhebung zu Primärdaten zu Temperatur­extremen, aber auch erhöhten Nachttemperaturen und deren Implementierung in vorhandene Simulations- und Prognosemodelle werden gemacht.

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Veröffentlicht

2016-11-01