Cluster zur regionalen Erhebung und Analyse der Pflanzenschutzintensität (CEPI) im Ackerbau

  • Silke Dachbrodt-Saaydeh Julius Kühn-Institut (JKI), Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen, Institut für Strategien und Folgenabschätzung, Kleinmachnow
  • Jörg Sellmann Julius Kühn-Institut (JKI), Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen, Zentrale Datenverarbeitung, Kleinmachnow
  • Dietmar Roßberg Julius Kühn-Institut (JKI), Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen, Institut für Strategien und Folgenabschätzung, Kleinmachnow
Schlagworte: Gebietsgliederung, Boden-Klima-Räume, Netz Vergleichsbetriebe Pflanzenschutz, Behandlungsindex, Pflanzenschutz

Abstract

Die Analysen und regionalen Auswertungen der Intensität der Anwendung von Pflanzenschutzmitteln im Ackerbau im „Netz Vergleichsbetriebe Pflanzenschutz“ erfolgten bisher in Deutschland für die Großregionen Norden, Osten, Süden und Westen. Die Grundlage dafür bildeten die Boden-Klima-Räume. Allerdings ließen sich in den Großregionen die regionalen Spezifika oft nur unzureichend erklären. Deswegen wurde ein Vorschlag für eine neue Gebietsgliederung zur Berechnung regionaler Behandlungsindizes auf Grundlage der bestehenden Boden-Klima-Räume erarbeitet. Die Neugruppierung erfolgte anhand der geoklimatischen Hauptfaktoren für die Intensität der Anwendung von Pflanzenschutzmitteln. Mit einer Clusteranalyse wurden diese Faktoren aufgrund ihrer Ähnlichkeit gruppiert. Es entstanden acht Cluster, die hinsichtlich einer sinnvollen Anzahl von Erhebungsbetrieben pro Cluster für die Auswertung zu sechs Clustern für die regionale Erhebung und Analyse der Pflanzenschutzintensität (CEPI) im Ackerbau zusammengefasst wurden. Im Vergleich zu den Großregionen wird mit den CEPI eine bessere Aussagekraft zu regionalen Unterschieden der Behandlungsintensität erreicht. Regionale sowie jahresbedingte Unterschiede treten stärker hervor und ermöglichen somit eine valide wissenschaftliche Interpretation der Erhebungsergebnisse.

Veröffentlicht
2019-10-01
Rubrik
Originalarbeit