Fruchtfolgen mit und ohne Leguminosen: ein Review

  • Herwart Böhm Johann Heinrich von Thünen-Institut, Institut für Ökologischen Landbau, Trenthorst
  • Jens Dauber Johann Heinrich von Thünen-Institut, Institut für Biodiversität, Braunschweig
  • Marcel Dehler Johann Heinrich von Thünen-Institut, Institut für Betriebswirtschaft, Braunschweig
  • Daniel A. Amthauer Gallardo Johann Heinrich von Thünen-Institut, Institut für Biodiversität, Braunschweig
  • Thomas de Witte Johann Heinrich von Thünen-Institut, Institut für Betriebswirtschaft, Braunschweig
  • Roland Fuß Johann Heinrich von Thünen-Institut, Institut für Agrarklimaschutz, Braunschweig
  • Frank Höppner Julius Kühn-Institut (JKI) – Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen, Institut für Pflanzenbau und Bodenkunde, Braunschweig
  • Maren Langhof Julius Kühn-Institut (JKI) – Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen, Institut für Pflanzenbau und Bodenkunde, Braunschweig
  • Nadja Rinke Johann Heinrich von Thünen-Institut, Institut für Ökologischen Landbau, Trenthorst
  • Bernd Rodemann Julius Kühn-Institut (JKI) – Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen, Institut für Pflanzenschutz in Ackerbau und Grünland, Braunschweig
  • Gerhard Rühl Julius Kühn-Institut (JKI) – Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen, Institut für Pflanzenbau und Bodenkunde, Braunschweig
  • Siegfried Schittenhelm Julius Kühn-Institut (JKI) – Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen, Institut für Pflanzenbau und Bodenkunde, Braunschweig
Schlagworte: Leguminosen, Fruchtfolgen, Pflanzenbau, Pflanzenschutz, ökologischer Landbau, Biodiversität, Klimaschutz, Wirtschaftlichkeit, Forschungsbedarf

Abstract

Leguminosen sind im ökologischen Landbau aufgrund ihrer Fähigkeit zur Luftstickstofffixierung unverzichtbar für die Stickstoffversorgung der Ackerkulturen und die Proteinversorgung der Nutztiere. Im konventionellen Anbau bieten Leguminosen die Möglichkeit, die häufig getreideintensiven Fruchtfolgen aufzulockern. Eine der wichtigsten Wirkungen dieses Break-crop-Effekts ist das Durchbrechen des Lebenszyklus von fruchtartenspezifischen Pathogenen und der damit verbundenen Einsparung von Pflanzenschutzmitteln. Die vorliegende Übersichtsarbeit stellt den derzeitigen Stand des Wissens zu Fruchtfolgen mit und ohne Leguminosen zusammen. Dabei werden ackerbauliche, ökologische und ökonomische Wirkungen des Anbaus groß- und kleinkörnig Leguminosenarten als Haupt- oder Zwischenfrüchte bzw. Unter­saaten oder als Komponenten in Gemengen dar­gestellt und bewertet. Der Schwerpunkt liegt dabei auf relevanten Publikationen in wissenschaftlichen Journalen sowie Praxis- und Forschungsberichten der Jahre 2010 – 2020 die in Deutschland oder vergleichbaren klimatischen Bedingungen durchgeführt wurden. Abschließend wird daraus der notwendige Forschungsbedarf für die Themenbereiche Pflanzenbau (konventionell und ökologisch), Pflanzenschutz, Ökonomie, Ökologie und Klimaschutz abgeleitet.

Veröffentlicht
2020-11-01